130 Ergebnisse
Objekttyp: Schüssel
Ethnologisches Museum
"Geschnitzte Holzschale, von zwei menschlichen Figuren getragen.Bafum (Wum). Das Gefäß ist braun" (Krieger, Kurt 1969 "Westafrikanische Plastik III", Abb. 39, Text S. 20)
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Flache Holzschale, Form ähnlich III C 19051. Unterseite und Rand rot gefärbt und mit geschnitzten Ornamenten. 39 cm lang Mabea.". [SM8HF]
Hansaschale
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Im Mittelfeld sitzt Humilitas in Vorderansicht, umgeben von Fides, Spes, Caritas, Patientia und Sobrietas. Auf dem Rand Blumen- und Blattarrangements mit eingravierten Namen von Tugenden.
Schüssel mit sinnbildlicher Darstellung
Kunstgewerbemuseum
Majolika-Teller, kreisrund, calottenförmiger Boden und breite aufstrebende Randzone, auf weißem Grunde bunt verziert mit leichtem Metallschimmer. Auf dem Boden ein auf den Hinterbeinen sitzender Esel. der den Dudelsack bläst, davor ein Affe mit Flasche und gefülltem Glas und vier Kraniche, darüber eine Bandrolle mit der Inschrift: "osu bevete puo che battate avete." Auf dem Rande akanthisierende Ranken mit stilisierten Blüten und Kornähren. Unterseite lichtgrün glasiert. Zettelkartei Slg. Figdor Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Schüssel mit Liebespaar
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Majolikaschüssel, bunt bemalt mit Liebespaar in Zeittracht auf blauem Grunde, Spruchband: "Omnia vincit amor suficit". Rückseite Bleiglasur. Auf dem Rande vier radiale Felder mit Schuppen und vier mit Ranken. (Auf der Abbildung ist zu erkennen, dass auf dem Rand jeweils nur drei Felder mit Schuppen und drei Felder mit Ranken gestaltet wurden.) Die Schüssel ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Schüssel mit Fruchtschale
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Fayence-Schüssel mit hohem Rand, innen mit Zinnglasur, außen mit sandfarbener Bleiglasur. Bemalt in Scharffeuerfarben. In der Mitte Schale mit Trauben, Kirschen und anderen Früchten. Der Rand tief dunkelblau mit weißen Reserven, darin chinesischen Blüten und Glückszeichen. Das Objekt ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Schüssel mit Darstellung von Christus mit der Ehebrecherin
Kunstgewerbemuseum
Große Schüssel mit Blaumalerei. Im Spiegel die Szene mit Jesus und der Ehebrecherin, wie sie im Neuen Testament, Joh. 8,7, steht. Darauf bezieht sich auch der in den Sand geschriebene Ausspruch von Jesus "Die sonder sonden is, die werpt de eerste steen." (Der ohne Sünden ist, der werfe den ersten Stein). Der Satz erscheint für den Betrachter auf dem Kopf stehend, er ist aus der Perspektive von Jesus dargestellt, der sich herunterbeugt und auf ihn verweist. Jesus und die Ehebrecherin stehen in einer Figurengruppe inmitten einer fein gezeichneten Landschaft. Die Darstellung geht auf einen Stich von Jean Baptise Barbé nach Maarten de Vos zurück. Die breite Fahne der Schüssel ist mit einer detailreichen Groteskenmalerei versehen. Wenige weitere Schüsseln mit dieser Szene sind bekannt, darunter im Amsterdam Museum // ClKa
Schüssel mit Weinranken und Allianzwappen
Kunstgewerbemuseum
Diese große Prunkschüssel ist konzentrisch und flächendeckend, ohne Akzentuierung der Form, mit stilisierten Weinranken bemalt. Im Spiegel (der Vertiefung der Schüssel) erscheint das Allianzwappen zweier französischer Adelsfamilien, der Familien Crèvecœur und Auxy. Womöglich war das Gefäß Teil eines größeren Services anlässlich einer Hochzeit. Unter maurischer Herrschaft kam es im Süden Spaniens seit Mitte des 13. Jahrhunderts zu einer Blüte der Majolika-Produktion, die Gefäße wurden nach ganz Europa exportiert. Majolika ist eine zinnglasierte Irdenware, der Dekor wird mit Email oder Lüsterfarben auf die Glasur eingebrannt. Charakteristisch für die spanischen Majoliken ist der irisierend schimmernde Lüster, der Edelmetallgefäße imitieren sollte, sowie das Vorherrschen von Ornament und Heraldik. SN
Museum Europäischer Kulturen
Tiefe Schüssel mit ziemlich steiler Wandung. Der Randwulst ist zu einem schräg abfallenden Außenrand gestaltet. Innen und außen mit einem ins Grüne spielendem Braun glasiert. Bemalt in weiß, grün und etwas manganbraun. Auf dem Spiegel ein fliegender Vogel mit Zweig im Schnabel. Auf der Wandung ein weißes Behangmuster mit braunen Querstrichen. Außenrand mit Strichpalmetten.
Schüssel mit Blick in eine Straße
Kunstgewerbemuseum
"Eine streng nach den Prinzipien der Zentralperspektive konstruierte, menschenleere Straße bildet das Hauptmotiv der Schüssel. Den Rand zieren perspektivisch verkürzt dargestellte Instrumente, aus den Bereichen Musik (Laute, Gambe, die antikisierende Doppelflöte, Tamburin, Notenblätter), Wissenschaft (Globus, Armillarsphäre, Astrolab, Winkelmaß) und Kriegskunst (Trophäen aus Waffenrüstungen). Bei den unteren Randmotiven gehen Musik und Krieg sogar eine Verbindung ein (Beinschienen, Schilde und Militärtrommeln). In dieser Motivwahl kommt ein Epochenmerkmal der Renaissance zum Ausdruck: der Drang nach Erkenntnis und Beherrschung der sichtbaren Welt auf der Grundlage der antiken Wissenschaften. Die Perspektive galt als Medium, um Ordnung in die Vielfalt der Dinge zu bringen. Im wahrsten Sinne des Wortes 'ermessen' wurden sie mittels der dargestellten Instrumente. Die Musik – das Beherrschen der Harmonie – spielte in der Renaissance eine ebenso wichtige Rolle wie die Kriegs'kunst'. Damals hochaktuell war die militärische Auseinandersetzung Europas mit dem Osmanischen Reich. Höhepunkt der Türkenkriege war 1529 die Belagerung Wiens. Dass zu den dargestellten Kriegstrophäen auch türkische Säbel zählen, mag eine versteckte Anspielung auf die damalige Tagespolitik gewesen sein. Ob auch die auffällige türkisfarbene Glasur ('turchino') in diesem Zusammenhang stand oder nur allgemein eine orientalische Reminiszenz war, sei dahingestellt. Benannt wurde sie nach dem Edelstein Türkis, dessen Herkunft man in der Türkei vermutete. Die Rückseite der Schüssel ist mit kobaltblauen Rankenmotiven bemalt, die wiederum auf chinesische Blau-Weiß-Porzellane Bezug nehmen und bereits damals in Italien 'alla porcellana' genannt wurden. Gerade in Venedig, einem der wichtigsten Handelszentren für den Orienthandel im Mittelmeerraum, waren sowohl nah-, als auch fernöstliche Keramiken bekannt." (Claudia Kanowski, in: Details! 100 Lieblingswerke im Kunstgewerbemuseum, Dresden/Berlin 2018, S. 81) ClKa
Schüssel mit Allianzwappen der Familie Imhoff-Schlaudersbach
Kunstgewerbemuseum
Runde Schüssel aus hellgelbem Ton mit weißer, schwachbläulichen Glasur. Spiegel und Fahne mit blauen Ranken und Lotosblumen "alla porcellana", in der Art chinesischer Blau-Weißporzellane der Ming-Dynastie (1368-1644) bzw. orientalischer Fayencen, die wiederum auf chinesisches Porzellan Bezug nahmen. Solche kostbaren Gefäße gelangten über den Handel nach Europa und inspirierten seit dem späten 15. Jahrhundert oberitalienische Werkstätten, insbesondere in Venedig und Faenza.Im Zentrum des Tellerspiegels mehrfarbig das Allianzwappen der Nürnberger Patrizierfamilien Imhoff (linkes Wappen) und Schlaudersbach (rechtes Wappen). Auf der Rückseite ist die Fahne ebenfalls mit Ranken "alla porcellana" bemalt. Ein weiterer Prunkteller aus demselben Service befindet sich als Dauerleihgabe im Berliner Kunstgewerbemuseum. Weitere Teile des Services sind im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe vertreten. Das Service könnte aus Anlass der Hochzeit von Andreas Imhoff (1491-1579) und Ursula Schlaudersbach (1501-1525) im Jahr 1518 entstanden sein. Die Familie Imhoff unterhielt eine Niederlassung in Venedig und handelte mit Gewürzen, Pelzen, Papier, Nürnberger Metallwaren, Wein und Südfrüchten. Lit.: Tjark Hausmann: Majolika. Spanische und italienische Majolika vom 14. bis zum 18. Jahrhundert (= Kataloge des Kunstgewerbemuseums Berlin VI), Berlin 1972, Kat. Nr. 234; Tjark Hausmann: Fioritura. Blütezeiten der Majolika. Eine Berliner Sammlung, Berlin 2002, Kat. Nr. 81 ClKa
Museum Europäischer Kulturen
Gemuldet, mit schräg aufsteigender Wandung. Der schmale Rand etwas flacher. Der kräftige Randwulst springt besonders nach innen vor. Der rötlich-braune Scherben ist innen dunkelgrün glasiert. Die Glasur ist teilweise durchgerieben. Heller grüne Kringel, auf dem Rande mehr oder weniger radial.
So genannte Hanseschüssel mit Personifikation von Lastern
Kunstgewerbemuseum
Mit dem Begriff "Hanseschüssel" wird traditionell eine Gruppe gravierter romanischer Handwaschschalen bezeichnet, deren Vorkommen einen Schwerpunkt im Gebiet der mittelalterlichen Hanse im nordwesteuropäischen und baltischen Raum besitzt. Unter den über einhundert bekannten Exemplaren mit der Darstellung von Tugenden und Lastern kommt der in der Oder bei Stettin gefundene Laster-Schale im Berliner Kunstgewerbemuseum wegen der Vollständigkeit ihrer Erhaltung und der künstlerischen Qualität ihrer Gravuren eine besondere Bedeutung zu. Im Zentrum erscheint eine energisch ausschreitende gekrönte weibliche Figur, die durch ihre Umschrift als Personifikation der DISCORDIA (Zwietracht) ausgewiesen ist. Sechs Papyrusstaudenblüten umgeben diese Mittelfigur. Getrennt durch nur in ihren oberen Teilen zu erkennenden Säulen mit Kapitellen, über denen laufende Tiere erscheinen, sind am Schalenrand umlaufend sechs weitere weibliche Personifikationen von Lastern dargestellt, welche der DISCORDIA in ihrer grafischen Gestaltung sehr ähneln und diese nur in Einzelheiten variieren. Oben beginnend, erscheinen durch Umschriften bezeichnet im Uhrzeigersinn IDOLATRIA (Götzendienst), INVIDIA (Neid), IRA (Zorn), LVXVRIA (Wollust), LIBIDO (Begierde) und AVARITIA (Geiz). LL
Schüssel
Kunstgewerbemuseum
Rote, goldgerandete Sternblüten schmücken den gewölbten, weißgrundierten Spiegel. Die in geschweifte Zungen aufgefächerte Fahne vermittelt den Eindruck, als sei die Schüssel in wirbelnde Drehung versetzt. Weiß emaillierte, mit Rosettenreihen geschmückte Stege fassen die Zungenfelder ein, in denen stilisierte Blütenzweige golden gegen das leuchtende Dunkelblau des Grundes kontrastieren. Die Schüssel diente zur Aufnahme des über die Hände gegossenen Rosenwassers nach Einnahme der Mahlzeiten. Außer den zugehörigen Kannen sind auch Schalen, Kästchen und Flaschen erhalten, ferner Altarleuchter, Kußtafeln und Ziborien für den kirchlichen Gebrauch. Die Bezeichnung "email turquie" in Inventaren des 16. Jahrhunderts deutet darauf hin, daß diese Form der Emailmalerei auf Kupfer ihr Entstehen Anregungen aus dem Orient verdankt. Als Herstellungsort wird mit guten Gründen Venedig angenommen. F.A.D.
Museum Europäischer Kulturen
Runde, steilwandige Schüssel mit flachem Boden im rechten Winkel. Dazu eine breite Fahne, darin zwei Löcher zum Aufhängen. Innenseite und Rand glasiert. Drehscheibenware, einmal gebrannt. Solche Schüsseln dienen zum Zubereiten von Speisen (Anrühren von Teig usw.) und sind zum Teil noch heute in Gebrauch.