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Objekttyp: Schüssel
Ethnologisches Museum
Eine Schüssel aus Holz der Ainu. Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.
Große Schüssel mit bekrönter Kartusche mit Spiegelmonogramm
Kunstgewerbemuseum
nventareintrag: "Fayence Schüssel, Thon weiß glasiert mit blauem Rand und blauem Wappen in Kartusche. (geborsten)." Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Große Schüssel mit Darstellung einer Tafelgesellschaft auf dem Lande
Kunstgewerbemuseum
Große runde Schüssel mit breitem Spiegel, der mit einem schwachen Knick in die Fahne übergeht. Der helle, gelbliche Scherben ist mit einer unregelmäßig aufgetragenen, nicht ganz deckenden cremefarbenen Glasur überzogen. Es gibt mehrere Fehlstellen und Blasen. Die Malerei ist in Braun, Gelb, Hellgrün, Blau gehalten. Die gesamte Fläche ist mit der Darstellung einer Tafelgesellschaft bemalt. Die Tafel ist unter einer Weinlaube aufgestellt, die Gesellschaft tafelt also im Freien, auf dem Lande. Am Kopf der Tafel auf der linken Seite sitzt die Dame des Hauses. Offenbar findet ihr zu Ehren das Festessen statt, denn alle Augen der Gäste sind auf sie gerichtet. Am anderen Ende der Tafel steht ein Herr (gemeint ist hier wohl eher der Hausherr als der Vorschneider), der damit beschäftigt ist, Fleisch zu tranchieren. Die Dame hält eine Trinkschale in beiden Händen. Die an der Tafel sitzenden neun Gäste sind mit Nummern versehen. Offenbar gab es ursprünglich eine Legende zu der Schüssel, auf der die Namen der Gäste standen. Von rechts nähert sich außerdem noch eine Magd, die ein Fischgericht auf einer Platte heranbringt. Im Vordergrund sind zwei Hunde, eine Katze und ein auf einem Sack oder Netz sitzender Knabe dargestellt, der einem Hund Nahrungsreste hinhält. Am Vorderrand sind drei Blumenkübel zu sehen. Interessant ist die Darstellung als Illustration der Tafelkultur des 17. Jahrhunderts. Ein eigenes Gedeck für jeden Gast war damals noch nicht üblich. Besteck (meist ein Messer) brachte jeder Gast selbst mit, es steckte im Gürtel. Trinkgefäße (in diesem Fall Pokale) wurden auf Wunsch gereicht. Dass man es auf dem Land rustikal liebte, wird hier durch die von der Pergola herabhängenden Weinkrüge betont, aus denen sich der vordere Gast etwas in seinen Pokal etwas einschenkt. Nicht zu erkennen ist, ob die Platten, auf denen die Gerichte stehen, aus Majolika gefertigt sind. Majolika-Geschirr wurde in wohlhabenden Kreisen durchaus auch als Tafelgeschirr verwendet, diente aber gleichzeitig der Repräsentation und wurde auf Kredenzen zur Schau gestellt. Die Schüssel ist auf der Rückseite mit einfachen blauen Kreuzen, Linienornamenten und Ringen verziert. In der Mitte stehen in Blau die Jahreszahl "1622" sowie ein Angelhaken, das Kürzel für die ausführende Werkstatt der Marmi in Montelupo. Auch die flüchtige Malweise und die fehlerhafte Perspektive weisen die Schüssel als ein Werk aus der Spätzeit der italienischen Majolikakunst aus. Lit.: Tjark Hausmann: Majolika. Spanische und italienische Majolika vom 14. bis zum 18. Jahrhundert (= Kataloge des Kunstgewerbemuseums Berlin VI), Berlin 1972, Kat. Nr. 253; Carmen Ravanelli Guidotti: Maioliche "figurate" di Montelupo, mit Beiträgen von Fausto Berti, Bruno Fabbri u.a., Florenz 2012 ClKa
Silberschüssel mit Elfenbeinbildern im Relief (Tischplatte ?)
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Schüssel von Silberblech oval vergoldet mit großen Einsatzstücken von Elfenbein in hohem Relief geschnitzt. Das Metall glatt und mit Blattkränzen um die Bilder. Stempel.(gezeichne) Die Mitte enthält in großer ovaler Darstellung die Aufrichtumg der ehernen Schlange. Auf dem Rande 6 ovale Bilder aus der Geschichte des Moses: 1. Findung Mosis 2. Die Schlangen von Pharao 3. Die Plage der Frösche 4. Die Aegypter im rothem Meer. 5. Josua und die Amalekiter. 6. Das goldene Kalb. Zum Theil in idealem zum Theil im Zeitkostüm. Dazwischen 6 Gruppen mit Genien und je 2 Zeichen des Thierkreises. Kugler 317 Deutschland 17. Jahrhundert Dazu gehörig ein glatter hölzerner Ständer." Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Schüssel mit Tierkampf und Planetengöttern
Kunstgewerbemuseum
Teller mit flacher, aus geätzter Form gegossener Reliefverzierung. In der Mitte ein Greif und ein Löwe im Kampf. Auf der Fahne sieben Medaillons mit Personifikationen der Planeten mit den Umschriftn: SATVRNVS DER HOCHST VND GROST PLANET - IVPITER DER ANDER PLANET VND HERSCHR - MARS DER DRIT PLANET EIN FEINT DES FRIDES - SOL DER VIERDE PLANET DER EDELSTE REGENT - VENVS DER FVNFTE PLANET EIN BVLERI _ MERCVRIVS DER SECHSTE PLANET 1568 - LVNA DER SIEBENDE VND KLEINST PLANET. Zwischen den Medaillons Rankenwerk und Tiere: ein Löwe mit Kanne und Schriftband mit NH, zwei Einhörner, zwei Hirsche, über einen Baumstamm springend, auf diesem die Signatur 68 BH in Ligatur und zwei Greifen. (Hintze II, Nr. 109 e)
Sogenannte Hanseschüssel mit Darstellungen von Personifikation von Lastern
Kunstgewerbemuseum
Mit dem Begriff "Hanseschüssel" wird traditionell eine Gruppe gravierter romanischer Handwaschschalen bezeichnet, deren Vorkommen einen Schwerpunkt im Gebiet der mittelalterlichen Hanse im nordwesteuropäischen und baltischen Raum besitzt. Bei diesem Exemplar ist die Mittelfigur durch die Umschrift als SVP(E)R(B)IA (Hochmut) gekennzeichnet. Die Umschrift der vier konzentrisch angeordneten Büsten lauten IDO(L)ATR(I)A (Götzendienst) INV(I)DIA (Neid), IRA (Zorn) und LIBIDO (Begierde). LL
Temperantia-Schüssel
Kunstgewerbemuseum
Temperantiaschüssel des Caspar Enderlein, Modell I (bei Lessing 1889 und Damiani 1897 als Modell III bezeichnet). In der etwas gehobenen Mitte des Bodens ein Rundmedaillon mit sitzender Figur der Temperantia nebst Beischrift TEMPE-RANTIA. Um das Mittelbild zwei Ornamentstäbe. In der Tiefung des Bodens ein reich ornamentierter Fries mit allegorischen Darstellungen der vier Elemente in querovalen Feldern zwischen hermenartigen Figuren. Auf dem Rande acht langovale Felder mit Minerva und den sieben freien IKünsten; dazwischen reiches Ornament. An der Randkante ein Eierstab. Bezeichnet mit den Modelleur-Initianlen C E. Nachbildung der Temperantiaschüassel von Briot; von Enderlein für Jacob Koch II gearbeitet. (Hintze II, Nr. 153,161d)
Ovale Schüssel mit Darstellung von Jagdszenen in Reliefdekor
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Schüssel, oval, aus Elfenbeinplatten gebildet. In der Mitte ovales Bild hohes Relief. Actäon mit Diana. Die Hohlung glatt. Der Rand 6 große längliche Bilder mit Jagdstücken dazwischen einzelne Thiere Jäger und ähnliches. Die Jahreszahl 1506 auf einem Grabkreuze (die Hasenjagd) kann nicht auf die Verfertigung sich beziehen. An einer Schere angebracht Zeichen MT. 17. Jahrhundert. zu Kanne N. 3139 gehörig. Kugler 313" Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Arabeskenschüssel
Kunstgewerbemuseum
Schüssel mit flacher, aus geäzter oder geschnittener Form gegossener Reliefverzierung. Um die glatte Mitte des flachen Bodens ein breiter, von zwei Ornamentbändern eingefasster Fries mit Arabeskenbändern und Ranken. Auf dem breiten Rand ein aus ovalen Feldern gebildetes Bandmuster und Rundmedaillon mit Kanne und den Initialen N H. Wahrscheinlich eine der letzten Arbeiten von Nicolaus Horchhaimer. (Hintze II, Nr. 109 h)
Schüssel mit Wappen des Königreichs Sizilien
Kunstgewerbemuseum
Die Oberseite der Schüssel ist mit reichem Relief- und Lüsterdekor versehen: in der Mitte eine Aufwölbung (als Untersatz für eine nicht mehr erhaltene Kanne?) mit dem Wappen des Königreichs von Sizilien: geviertelter Schild mit zwei Adler- bzw. zwei Streifenfeldern. Auf dem Bord wechseln reliefierte Rippenmuster mit Noppen. Der gemalte Dekor besteht aus einer dichten Goldlüstermalerei: Felder mit engem Netzwerk und kleinteiligen Ranken wechseln einander ab. Auch die Rückseite ist mit einer Ornamentik aus Spiralranken mit gefiederten Blättern und in der Mitte einer Rosette in Goldlüster bemalt. "Mit ihren goldglänzenden Ornamenten und dem plastischen Buckel- und Rippenmuster scheint die Schüssel aus Edelmetall gefertigt zu sein. Bei genauerem Hinsehen jedoch ist zu erkennen, dass es sich um glasierte Keramik, genauer um Majolika bzw. Fayence handelt. Technisch gesehen gibt es keinen Unterschied zwischen Majolika und Fayence, doch verwendet man die Begriffe regional- und epochenspezifisch. Ihren Ursprung hat das Verfahren, bei dem eine poröse Irdenware mit einer weißen, zinnhaltigen Glasur überzogen und damit wasserdicht und bemalbar gemacht wird, im Alten Orient. Maurische Keramiker führten diese Technik im Zuge der arabischen Eroberung in Spanien ein. Über den Umschlagplatz Mallorca gelangten zinnglasierte spanische Keramiken bereits seit dem späten 13. Jahrhundert nach Italien und wurden hier als 'maiolica' bezeichnet. In der Folgezeit entstanden bedeutende Zentren der Majolikaproduktion in Italien, darunter in Faenza, und wurden wiederum nördlich der Alpen exportiert. So erklärt sich die Bezeichnung 'Fayence'. Für die spanischen und italienischen Geschirre der Renaissance spricht man von Majolika, während für die orientalischen wie auch für die nordeuropäischen zinnglasierten Keramiken der Begriff Fayence gebräuchlich ist. Eine Spezialität der ostspanischen Majolika aus der Region um Valencia waren die schillernden Lüsterglasuren mit feinteiligen Rankenornamenten. Diese 'goldene Ware' erfreute sich in Europa großer Beliebtheit. In der Sammlung des Kunstgewerbemuseums haben sich spanische Lüsterkeramiken erhalten, deren Wappendekore auf Auftraggeber aus dem Burgund und aus Florenz (der Familie der Medici) hinweisen. Im Zentrum der hier abgebildeten Schüssel befindet sich ein Reliefmedaillon mit dem Wappen des vom spanischen Haus Aragon regierten Königreichs von Sizilien." (Claudia Kanowski, in: Details! 100 Lieblingswerke im Kunstgewerbemuseum, Dresden/Berlin 2018, S. 79) ClKa
Kleine Schüssel mit Doppeladler
Kunstgewerbemuseum
Kleiner vertiefter Teller mit Verzierung in Reliefguss. Im Boden der Doppeladler,eingefasst von einem Lorbeerkranz. Auf dem Rand Putten mit Delphinen in Laubranken und die in die Form geschnittene Meistermarke mit dem Buchstaben A. (Hintze II, Nr. 116)
Große Schüssel mit Monogrammkartusche
Kunstgewerbemuseum
Publiziert in Otto v. Falke, Alt-Berliner Fayencen, 1923, Abb. 40 b. Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Kleine Schüssel mit den Kundschaftern mit der Rebe
Kunstgewerbemuseum
Schälchen mit Verzierung in Reliefguss. In der Mitte Josua und Kaleb und die in die Form geschnittene Meistermarke. Auf dem Rand vier langovale Felder mit allegorischen Darstellungen der Jahreszeiten, dazwischen Rankenornament mit je einem Vogel auf gekörntem Grund. (Hintze III, Nr. 2282)
Schüssel mit Jagddarstellungen
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Schüssel, oval aus Elfenbeinplatten in hohem Relief geschnitzt. In der Mitte ovales Bild, Nymphen, Satyre und Jäger. Der nächste Rand durch Säulen in 6 Theile getheilt enthält Jagden auf Elephanten Löwen Straußen usw. Der äußere Rand in 6 länglichen Bildern, Jagden im Styl des Rubens. Die Unterseite der Schüssel aus Hirschhornplatten gebildet. zu N. 3137 der Kanne Kugler 315. Arbeit von Michael Müller (gestrichen und durch Maucher ersetzt) in Augsburg 17. Jahrhundert." Die Schüssel ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Große Schüssel mit alttestamentarischer Szene der Wassernot in Ägypten
Kunstgewerbemuseum
Große runde Schüssel mit breitem Spiegel und steiler, niedriger Wandung mit flacher Fahne. Flächendeckend ist eine feinteilige Figuren- und Landschaftsszenerie in den Farben Orangebraun, Rosa, Gelb, Blau, Grün, Olivbraun, Schwarz, Purpur und Weißhöhungen dargestellt. Zu sehen ist eine Szene aus dem Alten Testament (Exodus 7, V. 14-25): Moses vollbringt auf Geheiß Gottes ein Wunder vor den Augen des Pharao, das zu einer großen Wassernot in Ägypten führt: Er verwandelt alles Wasser in Blut, die Fische sterben im Flussbett, die Menschen können ihre Brunnen nicht benutzen, und sie graben nach Wasser. Diese Szene bestimmt den Vorder- und Mittelgrund der Darstellung. Im Hintergrund erscheinen eine Stadtsilhouette in einer Seen- und Berglandschaft, darüber ein Wolkenhimmel mit Vogelschwärmen. Auf diese Szene Bezug nimmt ein altitalienischer Vers auf der Rückseite der Schüssel: Tal cosa rosse l'aqua a tutto egitto Ne le bestie ne'l popol potea bere E fu tutto il paese molto affitto Non potendo la sete contenere E fere stato dal ritto Sconfitto Se la necesita non fea vedere Che fuor del uso de pozzi si facci Eche cosi de ber ogni procacci Aufgrund der feinen Malerei und von Vergleichsstücken in anderen Sammlungen schreibt Tjark Hausmann die Schüssel der für ihre "istoriati" gerühmten Fontana-Werkstatt in Urbino zu. Lit.: Tjark Hausmann: Majolika. Spanische und italienische Majolika vom 14. bis zum 18. Jahrhundert (= Kataloge des Kunstgewerbemuseums Berlin VI), Berlin 1972, Kat. Nr. 214. ClKa
Schau-Teller mit Vulkan, Venus und Amor
Kunstgewerbemuseum
Die Liebesgöttin Venus weist Vulkan, den Gott des Feuers, an, ein Herz zu schmieden. Amor hält Pfeil und Bogen bereit. Das Wappen mit steigendem Panther ist ungedeutet.
Schüssel mit Vertreibung aus dem Paradies
Kunstgewerbemuseum
Schüssel mit flacher, aus geätzter Form gegossener Reliefverzierung. Im Boden, eingefasst von Ornamentband, Gottvater bei Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis. Auf dem Rand, getrennt durch Pilaster, die Taten des Simson in sieben Szenen und Orpheus mit den Tieren. (Hintze II, Nr. 157 a)
Umbo einer Schüssel mit dem Urteil des Paris
Kunstgewerbemuseum
Das Mittelstück (Umbo) einer Schüssel von 1569 mit flacher, aus geätzter Form gegossener Reliefverzierung. Urteil des Paris nach einem Stich von Hans Brosamer; zu Füssen des Paris die Jahreszahl 1569. (Hintze II, Nr. 112 a)
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Flache Holzschale, Form ähnlich III C 19051. Unterseite und Rand rot gefärbt und mit geschnitzten Ornamenten. 39 cm lang Mabea.". [SM8HF]
Ethnologisches Museum
Grosse flache Schüssel aus Holz auf 4 Beinchen. Von die Menchen zum vorbereiten Palmöl benutzt.
Leopard
Ethnologisches Museum
Große Schüssel, bedeckt mit Spinnenmotiven, wird von Leoparden getragen. Dieser steht auf einem Ring
Ethnologisches Museum
"Rötelgefäß in Stuhlform, verziert, teils rot gefärbt, von zwei Paar Hunden getragen, die auf einem Ring stehen." Farbe: Braun
Museum Europäischer Kulturen
Teller aus Ton, glasiert, innen abwechselnd rotbraune und gelbe Ringe auf weißlichem Grund.
Backschüssel, Ton
Museum Europäischer Kulturen
Backschüssel aus Ton (der dazugehörige Blechdeckel fehlt).