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Objekttyp: Schalenzither
Ethnologisches Museum
Wie Nr. 98. [-> III E 1896: Eine breite Schale mit stark aufwärts gerundeten Schmalseiten, deren Enden unter den bootsartig aufgebogenen Schalenboden heruntergezogen sind. Zehn Saiten (zum Teil aus Pflanzenfaser). An jeder Schmalseite [sind] zehn schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Ein Schnürende [ist] unterhalb einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen, das andere am benachbarten Schnurwendeabschnitt festgeknotet. An den Längswänden [befindet sich] jeweils ein Perforationspaar. Ein in Längsrichtung angeschnitzter Stielfortsatz mit einer unbesetzten Bohrung. Entlang der Perforationsreihen [ist] jeweils eine Gruppe von Kerbschnittlinien.] Jedoch leicht nach innen geschweifte Längswände und neun Bohrungen auf jeder Schmalseite. Neun Saiten aus gedrehter Pflanzenfaser. Ein unregelmäßiger Saitenverlauf. Die Schalenecken [sind] weniger stark herabgezogen. Im Schalenboden [befinden sich] vier zusätzliche, sternförmig angeordnete Perforationen. Ein in den Stielfortsatz eingeschlagener Metallstift (wohl ursprünglich mit Rasselscheiben behängt). Auch die abgeflachte Oberseite des Stielfortsatzes [ist] beschnitzt. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine breite Schale mit stark aufwärts gerundeten Schmalseiten, deren Enden unter den bootsartig aufgebogenen Schalenboden heruntergezogen sind. Zehn Saiten (zum Teil aus Pflanzenfaser). An jeder Schmalseite [sind] zehn schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Ein Schnürende [ist] unterhalb einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen, das andere am benachbarten Schnurwendeabschnitt festgeknotet. An den Längswänden [befindet sich] jeweils ein Perforationspaar. Ein in Längsrichtung angeschnitzter Stielfortsatz mit einer unbesetzten Bohrung. Entlang der Perforationsreihen [ist] jeweils eine Gruppe von Kerbschnittlinien. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine breite, langgestreckte Schale mit nahezu planem Boden; insbesondere an den Schmalseiten, wo der Schalen-, nicht aber der Öffnungsumriß gerundet ist, flach nach außen abfallende Ränder (Typ A). Jeweils sieben Saitenführungsschlitze. Die Saitenschnur nur fragmentarisch erhalten. Ein Schnürende ist oberhalb einer kleinen, runden Eckperforation im Schaleninneren an ein Querhölzchen gebunden. Schwarzgebrannte Schmalränder. Auf der Schalenunterseite, von den Schmalseiten ausgehend, jeweils eine spitz ins Zentrum weisende, rotgefärbte Bodenfläche. An den Seiten einer zentralen, rechteckigen Bodenöffnung achtundvierzig überwiegend blockweise angeordnete, eingebrannte Perforationen. Auf den Längswänden der Schale eine Brandritzmusterung. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine flache, längliche Schale mit breitem, nahezu planem Boden; Schalen- und Öffnungsumriß an den Schmalseiten gerundet (Typ A). Eine im Verhältnis zu den breit ausladenden, sehr flach abfallenden Schmalrändern relativ kleine Schalenöffnung. [Hat] Leicht über das Schaleninnere gewölbte Längswände. Jeweils acht tiefe, v-förmige Einschnitte, deren Reihe sich mit kleineren Kerben beidseitig auf den Längsseiten fortsetzt. Die Saitenschnur [ist] nur fragmentarisch erhalten. Ein Schnürende ist unter einem tiefen Außenschlitz zu einem Knoten geschlungen. Als Steg ein fast zu einem Kreis gebogenes, unter die Saitenausspannungen geschobenes Aststück. Die Astspitzen werden - durch zwei Randperforationen ins Schaleninnere gesteckt - auf dem Schalenboden zusammengeführt. An einer Schmalseite [sind] zwei horizontal eingeschlagene und mit perforierten Metallplättchen behängte Eisenstifte. Zwei zusätzliche, unbesetzte Bohrungen. Eine dicke, unterhalb der Saitenebene die Schale umlaufende Schnur aus gedrehtem pflanzlichem Material (ursprünglich wohl zur Resonatoranbindung). „In den Rand des Kürbisschnittes werden zwei Löcher gebohrt. Durch diese wird die an dem Musikinstrument befindliche Schnur gezogen, so daß der Kürbis mit der offenen Seite dicht am Boden des Instruments anliegt.“ „Kiranda, Tanganyika.“ aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
nnanga
Ethnologisches Museum
Wie Nr. 110. [-> III E 3672b: Eine längliche Schale mit breitem, nahezu planem Boden, sich etwas verbreiternden Schmalrändern und einem dort abgerundeten Schalen- und Öffnungsumriß (Typ A). Die Schmalränder [sind] nach außen hin sanft abfallend. Dort jeweils sieben Saitenführungsschlitze. Die Saitenschnur fehlt. Ebenso die beiden, ursprünglich in Randvertiefungen eingesteckten Stege. Jeweils eine kleine, runde Schmalrandperforation zum Befestigen der Saitenschnurenden. Die Längsränder und die Unterseite der Schale [ist] rot eingefärbt, die Schmalränder hingegen schwarzgebrannt. Längsseitig eine flächig schraffierte Brandritzmusterung. Im Schalenboden [sind] zahlreiche, in spiegelbildlicher Anordnung eingebrannte und unterschiedlich geformte Perforationen.] Ein fast identisches Instrument! Die Saitenbespannungen und die beiden als Stege verwendeten Zweige sind allerdings vollständig erhalten. Sieben Saiten. Ein Ende der Saitenschnur ist an ein Querhölzchen gebunden, das oberhalb einer kleinen, seitlichen Schmalrandperforation auf dem Schalenrand aufliegt; das andere wurde auf dem Schalenrand unter drei Saitenausspannungen festgeklemmt und hängt als dickes Schnurbündel vom Instrument herab. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine kurze, relativ breite Schale mit nahezu rechteckigem Öffnungsumriß und planem Boden (Typ E). Plane, über den Schalenkorpus vorstehende Schmalränder. Dort [sind] jeweils sieben schräg eingebrannte Saitenführungsperforationen. Die Saitenschnur nur partiell erhalten. Ein Ende ist unter einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen. In den Schalenwänden drei zusätzlich eingebrannte Perforationen. Brandritzmuster auf den Längswänden und der Unterseite der Schale. Auf letzterer [sind] flächig ausgefüllte Dreiecksformen. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine langgestreckte, breite Schale mit nahezu planem Boden, längsseitig steilen Innenwänden und flach nach außen abfallenden, erhöhten Schmalseiten, an denen der Schalen- und Offnungsumriß gerundet ist (Typ A). Leicht über das Schaleninnere gewölbte Querwände. An jeder Schmalseite [sind] neun tiefe Saitenführungsschlitze. Die Saitenschnur [ist] nur fragmentarisch erhalten. Ein dünner, der Wandrundung folgender und in eine Rinnenvertiefung eingelegter Holzsteg, dessen Enden in Wandvertiefungen stecken. Der zweite Schmalseitensteg fehlt. Seitlich eine kleine Schmalrandperforation (wohl zur Anbindung einer Saitenschnur). Darüber hinaus ein in eine Längswand eingebranntes Perforationspaar. Sechs große, runde, gleichfalls eingebrannte Bodenperforationen, symmetrisch um einen zentralen Perforationsschlitz herum angeordnet. Die Schmalseiten der Schale sind schwarzgebrannt. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Ein seltenes, nur für den ostafrikanischen Raum nachgewiesenes Instrument ist die Schalenzither. Eine Schale, deren Öffnung von den Saiten der Länge nach überspannt wird, dient als Saitenträger. Eine lang gestreckte, schmale Schale mit flachem Boden und minimal ausgeprägten steilen Seitenwänden bildet in diesem Fall den Saitenträger. Oft kommen bei diesem Instrumententyp noch Resonanzkörper in Form von Kalebassen oder anderen Gefäßen hinzu. Sechs schräg eingebrannte Perforationen dienen zur Befestigung und Führung der Saiten, von denen zwei seitlich vom Schalenrand verlaufen. Das Instrument endet in Längsrichtung mit einem Stielfortsatz, der von einem für die Nyamwezi-Kunst typischen Kopf mit minimalistisch herausgearbeiteten Gesichtzügen gekrönt ist. / L.-C.K.
tloto
Ethnologisches Museum
Wie Nr. 122. [-> III E 5965: Eine schmale, längliche Schale mit Längswänden, die mit dem Boden in einer Rundung verschmelzen, und steilen Querwänden (Typ C). [Es sind] Jeweils sechs schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten. Ein Ende der Saitenschnur ist hinter einer Außenperforation an ein Querhölzchen gebunden, das andere durch eine Perforation in einem angeschnitzten Stielfortsatz geführt und mehrmals um denselben gewickelt. Die Saitenschnur ist nur unvollständig erhalten. Im Schalenboden [sind] zwei kleine, verstopfte Perforationen. Aus dem Holz des Baumes mzopazopa gefertigt. Beim Gebrauch wird es gegen eine umgedrehte Mulde gelegt u. erhält dadurch [einen] ganz guten Klang.] Die Schalenhöhlung [ist] jedoch relativ tief. Eingebrannte Saitenführungsperforanonen. Ein Saitenschnurende ist nicht um den Stielfortsatz gewickelt, sondern auf den Schalenrand zurückgeschlagen und dort unter die Saitenausspannungen geklemmt. Die Saitenschnur ist vollständig erhalten und der Schalenboden nicht perforiert. Am Ende des Stiels ein vollplastisch angeschnitzter Kopf. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
tloto
Ethnologisches Museum
Wie Nr. 122. [-> III E 5965: Eine schmale, längliche Schale mit Längswänden, die mit dem Boden in einer Rundung verschmelzen, und steilen Querwänden (Typ C). [Es sind] Jeweils sechs schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten. Ein Ende der Saitenschnur ist hinter einer Außenperforation an ein Querhölzchen gebunden, das andere durch eine Perforation in einem angeschnitzten Stielfortsatz geführt und mehrmals um denselben gewickelt. Die Saitenschnur ist nur unvollständig erhalten. Im Schalenboden [sind] zwei kleine, verstopfte Perforationen. Aus dem Holz des Baumes mzopazopa gefertigt. Beim Gebrauch wird es gegen eine umgedrehte Mulde gelegt u. erhält dadurch [einen] ganz guten Klang.] Jedoch [ist] nur eine originale Saitenschnuranbindung erhalten: Umwicklungen des Stielfortsatzes. Eingebrannte Saitenführungsperforationen. Der Schalenboden ist nicht perforiert. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
risumbi
Ethnologisches Museum
Wie Nr. 122. [III E 5965] Die Schmalwände der Schale innen allerdings leicht schräg abfallend und etwas erhöht. Annähernd horizontal gebohrte Saitenführungsperforationen. Ein Ende der vollständig erhaltenen Saitenschnur ist hinter einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen. Im Schalenboden eine kleine quadratische Öffnung. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
kita
Ethnologisches Museum
Wie Nr. 120. [-> III E 5618: Eine langgestreckte, tiefe Schale mit Längswänden, die mit dem Boden in einer Rundung verschmelzen. Jeweils acht schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Die Saitenschnur [ist] nur teilweise erhalten (inzwischen ergänzt). Eines ihrer Enden ist hinter einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen, in den Stoffstreifen und Watte eingebunden sind, das andere hingegen [ist] um einen in Längsrichtung angeschnitzten Stielfortsatz gewickelt. Eine am Schalenboden befestigte Lederschlaufe. In diese [sind] drei kleine Eisenspiralen tragende Schnurschlinge[n] eingehängt. Eine lineare und punktuelle Rotfärbung des inneren Schalenbodens. Am Stielfortsatz [ist] eine große, vollplastisch angeschnitzte weibliche Figur. Ein Bein [ist] abgebrochen, das andere beweglich. Mit einem Stoffschurz bekleidet und mit roten Perlenketten behängt. Am rechten Fußknöchel und am Unterarm [sieht man] Metallringe. Am Kopf ein schnurartiger Haareinsatz. „Massansa in Ussukuma“.] Die Saitenschnur [ist] vollständig erhalten. Das andere Saitenende ist durch eine Perforation in dem Stielfortsatz geführt und nach einer Wicklung an der Korpus-Stiel-Ausspannung festgeknüpft. Eine wulstartige Fortsetzung des Stiels auf der Schalenunterseite. Dort eine durch eine Perforation angebundene, vom Instrument herabhängende Schlinge aus gedrehtem pflanzlichem Material. Kein Behang mit Eisenspiralen, keine Korpusbemalung. Die angeschnitzte weibliche Figur ist um den Hals und quer über den Oberkörper mit verschiedenfarbigen und -strukturierten Perlenketten behängt. Am Stielansatz ein Drahtringbehang. Bemerkung aus dem Jahre 1967: „Schurz der Figur fehlt.“ aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog) [SM8HF]
Ethnologisches Museum
Eine schmale, längliche Schale mit Längswänden, die mit dem Boden in einer Rundung verschmelzen; im Schaleninneren annähernd steile Querwände (Typ C). Dort [sind] jeweils sechs schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten. Ein Schnürende [ist] hinter einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen, das andere um einen in Längsrichtung angeschnitzten Stielfortsatz gewickelt. Durch Auslassung einer Außenperforation, [ist] ein leicht versetzter Saitenverlauf [zu erkennen]. Im Schalenboden zwei kleine, runde Perforationen. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine längliche Schale mit leicht erhöhten, innen steil abfallenden Querwänden und einem in der Breite gerundeten Boden. An jeder Schmalseite [befinden sich] sechs schräg eingebrannte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten. Ein Ende der Saitenschnur [ist] hinter einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen, das andere um einen in Längsrichtung angeschnitzten, aufwärts gebogenen Stielfortsatz gewickelt. Durch zwei Bodenperforationen hindurch war mit einer dicken Schlinge aus pflanzlichem Material ein Kalebassenresonator angebunden. Nur eine kleine Kalebassenscherbe erhalten. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine längliche Schale mit breiten, spitz zulaufenden Schmalrändern, zu denen hin sich der Schalenboden aufwölbt. Die Längsränder leicht über die Öffnung gewölbt. An jeder Schmalseite [sind] sechs schräg eingebrannte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten. Ein in Längsrichtung angeschnitzter Stielfortsatz. Im Zentrum des Schalenbodens vier im Quadrat angeordnete, runde Perforationen sowie in der Mittellinie acht Eindrücke im Holz. Ein am Rand, der oben offenen Resonanzkalebasse mit Stoffstreifen umwickelter, festgebundener Polsterring. Dieser [ist] durch zwei Schalenperforationen hindurch mittels einer Schnur aus dickem pflanzlichem Material, auch an der Schale festgebunden. Ein Ende der Saitenschnur [ist] unterhalb einer Perforation an ein Querholz geknüpft, die Fixierung des anderen Endes [ist] wohl nicht orginial. Entlang der Schmalränder ein lineares Kerbschnittmuster. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Ein längliches, an den gerundeten Schmalseiten aufgebogenes Brett, das über die Rundungen verteilt zehn bzw. elf v-förmige Einkerbungen - zu den Seiten hin von abnehmender Tiefe - trägt. Unter Auslassung äußerer, flacher Kerben neun Saitenschnurausspannungen. Ein Ende der Saitenschnur [ist] unterhalb einer Kerbe zu einem Knoten geschlungen, das andere abschließend durch zwei benachbarte Mittelkerben gewickelt. Eine, die Schale unterhalb der Saitenebene umlaufende Lederschlinge, die gleichzeitig eine Kalebassenscherbe und einen unter dem Schalenboden angeschnitzten, vierkantigen und spitz zulaufenden Fortsatz durchläuft. Der Fortsatz drang durch eine Öffnung in das Innere des Resonators ein. Ein in den Schalenrand eingeschlagener und mit perforierten Metallplättchen behängter Eisennagel. Zwei weitere, unbesetzte Bohrungen. Ein Tragriemen aus Leder. Im Zentrum des Schalenbodens [befinden sich] zwei angeschnitzte zylindrische Erhebungen. Dort eine lineare Kerbschnittmusterung. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine kurze, relativ breite Schale mit einem nahezu rechteckigen Schalen- und Öffnungsumriß und einem planen Boden (Typ E). Innen [befinden sich] steile Längs- und etwas schräg abfallende Querwände. An den breiten Schmalseiten [sind] jeweils sieben Saitenführungsperforationen. Ein Ende der nur fragmentarisch erhaltenen Saitenschnur [ist] um einen in Längsrichtung angeschnitzten Stielfortsatz gewickelt, das andere auf dem Schalenrand quer unter den benachbarten Saitenausspannungen festgeklemmt. Eine Perforation im Zentrum des Schalenbodens, eine weitere, bodennahe in der Schalenrückwand. Dort Abnutzungsspuren (durch eine Resonatoranbindung?). [Hat] Ein[n] beidseitig mit Kupferklammern ausgebesserter Riß im Holz. An einer Längsseite der Schale [, befindet sich] außen eine lineare Brandritzmusterung. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
ngoma
Ethnologisches Museum
Eine längliche Schale mit Längswänden, die mit dem Boden in einer Rundung verschmelzen, innen annähernd steilen Querwänden; ein rechteckiger Öffnungsumriß (Typ C). An den Schmalseiten [sind] jeweils sechs schräg eingebrannte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten. Ein Ende der Saitenschnur [ist] hinter einer Außenperforation an ein Querhölzchen gebunden, das andere um einen in Längsrichtung angeschnitzten Stielfortsatz gewickelt und auf dem Schalenrand unter einer Ausspannung festgeklemmt. Eine weitere Perforation [befindet sich] im Boden und eine in der Rückwand der Schale. Durch beide verläuft eine Schnurschlaufe. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Eine schmale, flache Schale mit stark nach innen geschweiften Längsseiten. Nur die beiden inneren Saitenausspannungen liegen über der Schalenöffnung. Jeweils sechs schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten aus gedrehter Pflanzenfaser. Ein Ende der Saitenschnur [ist] hinter einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen, das andere um einen in Längsrichtung angeschnitzten Stielfortsatz gewickelt. Ein in das Schaleninnere eingebundener Zweig. Im Schalenboden [befindet sich] eine kleine, schlitzförmige Perforation. Am Ende des Stielfortsatzes [ist] ein vollplastisch angeschnitzter menschlicher Kopf. Ein unterhalb des Kopfes durch den Stiel geführter Eisenring. „S. v. Manibaya in den Ussagara-Bergen.“ aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
inanga
Ethnologisches Museum
Eine flache, längliche Schale mit breitem, nahezu planem Boden und breiteren, nach außen schräg abfallenden Schmalrändern; der Schalen- und Offnungsumriß [ist] dort abgerundet (Typ A). Jeweils sieben v-förmige Saitenführungsschlitze. Sieben Saiten. Eine Ausspannung [ist] erhalten. Ein Ende der Saitenschnur ist unter einem Außenschlitz an einem Querhölzchen festgebunden. Ein Riß im Schalenboden [ist] vernäht. Keine Stege erhalten. [Es gibt] Sieben Bodenperforationen in den Ecken (rund) und in der Mittellinie (viereckig). [Existente] Brandmusterung auf den Längsrändern in und auf der Unterseite der Schale. Auf dem Schalenboden eine streifige Rotfärbung. z. ,Kirundi: ,nanga‘, die Darmsaiten: ,nauria‘, die Einschnitte an den Enden: ,mano‘, die unterbelegten Hölzchen zum Spannen der Saiten: ,kissekulu ya muria“, die Einschnittlöcher: ,us- snre‘. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
„ligombo“
Ethnologisches Museum
Eine schmale, flache und sehr langgestreckte Schale mit planem Boden, steilen Innenwänden und sich verbreiternden Schmalseiten (Typ B). Die äußeren Saiten verlaufen neben der Schalenöffnung. [Es gibt] Jeweils sechs schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten. Die Saitenschnur ist nur fragmentarisch erhalten. Ein Schnürende [ist] hinter einer Außenperforation an ein Querholz geknüpft. Das andere war wohl um einen in Längsrichtung angeschnitzten Stielfortsatz gewickelt (Abnutzungsspuren). [Es existiert] Ein unterhalb der Saitenebene, um die Schale gebundener, Lederriemen. Der Resonanzkörper [ist] nicht erhalten. Im Schalenboden [sind] zwei kleine Perforationen. Eine von ihnen [ist] auf der Außenseite des Schalenbodens von einem sternförmigen Kerbschnittmuster umgeben. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
'kinanda" / "enanga“
Ethnologisches Museum
Wie Nr. 109. [-> III E 3672a: Eine langgestreckte Schale mit über die Öffnung gewölbten Längswänden und einem zu den Schmalseiten hin sanft ansteigenden Schalenboden. Dort jeweils sieben Saitenführungsschlitze. Sieben Saiten. Ein Ende der Saitenschnur ist unterhalb eines Außenschlitzes zu einem Knoten geschlungen, das andere außen durch zwei Randschlitze gewickelt und abschließend durch einen Knoten gesichert. Entlang der Schmalseitenrundung [befindet sich] ein dünner, mit seinen Enden in Randvertiefungen eingesetzter Holzsteg. Elf in den Schalenboden eingebrannte, runde Perforationen. Auf dem Boden und an den Schalenrändern [ist] eine reiche Brand-, Brandritz- und Ritzmusterung. Zumeist geometrische, mit einfacher bzw. gegenläufiger Schraffur flächig ausgefüllte Motive.] Die Saitenschnur [ist] allerdings nur fragmentarisch erhalten. Zusammen mit den beiden nicht erhaltenen Stegen, [ist sie aber] inzwischen ergänzt. Eine durch zwei Bodenperforationen geführte Schlaufe aus gedrehtem pflanzlichem Material [ist erhalten]. Insgesamt [gibt es] vierzehn solcher Perforationen. Aufschrift auf der Schalenunterseite: „ Kinanda aus Ukerewe/gek. Spt. 93. “ aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
enanga
Ethnologisches Museum
Eine langgestreckte Schale mit über die Öffnung gewölbten Längswänden und einem, zu den Schmalseiten hin, sanft ansteigenden Schalenboden. Dort [befinden sich] jeweils sieben v-förmige Saitenführungsschlitze. Die Saitenschnur [ist] nur fragmentarisch erhalten. [Ist] Oberhalb einer Eckperforation im Schalenboden an einen Querriegel aus einem Pflanzenhalm gebunden. Die mit ihren Enden in kleine Randvertiefungen eingesteckten Stege fehlen. [Es sind] Außen auf den Längsseiten der Schale eingebrannte, gereihte Dreiecksmuster. [Es gibt] Vier über die Breite des Schalenbodens angeordnete, eingebrannte Perforationsreihen. Insgesamt vierzehn Öffnungen. Schwarzgebrannte Schmalränder. Aufschrift auf der Schalenaußenseite: „F. L./gekauft für 50 Perlen am 15/9/93.“ aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
kita
Ethnologisches Museum
Eine langgestreckte, tiefe Schale mit Längswänden, die mit dem Boden in einer Rundung verschmelzen. Jeweils acht schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Die Saitenschnur [ist] nur teilweise erhalten (inzwischen ergänzt). Eines ihrer Enden ist hinter einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen, in den Stoffstreifen und Watte eingebunden sind, das andere hingegen [ist] um einen in Längsrichtung angeschnitzten Stielfortsatz gewickelt. Eine am Schalenboden befestigte Lederschlaufe. In diese [sind] drei kleine Eisenspiralen tragende Schnurschlinge[n] eingehängt. Eine lineare und punktuelle Rotfärbung des inneren Schalenbodens. Am Stielfortsatz [ist] eine große, vollplastisch angeschnitzte weibliche Figur. Ein Bein [ist] abgebrochen, das andere beweglich. Mit einem Stoffschurz bekleidet und mit roten Perlenketten behängt. Am rechten Fußknöchel und am Unterarm [sieht man] Metallringe. Am Kopf ein schnurartiger Haareinsatz. „Massansa in Ussukuma“.] Jedoch [eine] schräg eingebrannte Saitenführungsperforationen. Acht Saiten. Das um den Stielfortsatz gewickelte Saitenschnurende, ist zuvor durch eine Stielperforation geführt und abschließend an der Ausspannung zwischen Schale und Stiel festgeknüpft. Keine Schlingenanbindung am Schalenboden. An der Schalenaußenseite eine großflächige Brandritzmusterung. Als Haar-, Ohr- und Halsschmuck der angeschnitzten Figur mehrfarbige Perlenketten. An Händen und Füßen ausgebrannte Feinreliefs. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
kita
Ethnologisches Museum
Mit 8 schadhaften Saiten. Der Griff ist eine weibliche Figur, die mit Stoff, Glasperlen, Kupferringen und Messingdraht bekleidet und geschmückt ist. Eine langgestreckte, tiefe Schale mit Längswänden, die mit dem Boden in einer Rundung verschmelzen. Jeweils acht schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Die Saitenschnur [ist] nur teilweise erhalten (inzwischen ergänzt). Eines ihrer Enden ist hinter einer Außenperforation zu einem Knoten geschlungen, in den Stoffstreifen und Watte eingebunden sind, das andere hingegen [ist] um einen in Längsrichtung angeschnitzten Stielfortsatz gewickelt. Eine am Schalenboden befestigte Lederschlaufe. In diese [sind] drei kleine Eisenspiralen tragende Schnurschlinge[n] eingehängt. Eine lineare und punktuelle Rotfärbung des inneren Schalenbodens. Am Stielfortsatz [ist] eine große, vollplastisch angeschnitzte weibliche Figur. Ein Bein [ist] abgebrochen, das andere beweglich. Mit einem Stoffschurz bekleidet und mit roten Perlenketten behängt. Am rechten Fußknöchel und am Unterarm [sieht man] Metallringe. Am Kopf ein schnurartiger Haareinsatz. „Massansa in Ussukuma“. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
,tloto‘ / ’toto‘
Ethnologisches Museum
Eine schmale, längliche Schale mit Längswänden, die mit dem Boden in einer Rundung verschmelzen, und steilen Querwänden (Typ C). [Es sind] Jeweils sechs schräggebohrte Saitenführungsperforationen. Sechs Saiten. Ein Ende der Saitenschnur ist hinter einer Außenperforation an ein Querhölzchen gebunden, das andere durch eine Perforation in einem angeschnitzten Stielfortsatz geführt und mehrmals um denselben gewickelt. Die Saitenschnur ist nur unvollständig erhalten. Im Schalenboden [sind] zwei kleine, verstopfte Perforationen. Aus dem Holz des Baumes mzopazopa gefertigt. Beim Gebrauch wird es gegen eine umgedrehte Mulde gelegt u. erhält dadurch [einen] ganz guten Klang. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)