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Objekttyp: Schleifkanne
Zunftkanne der Zinngießer in Pressburg
Kunstgewerbemuseum
Große Kanne der Zinngiesser-Innung von Pressburg (Bratislava). Mantel in Zonen gegliedert, wobei die Ringprofile durch Messingeinlagen betont sind. Füße in Form von gut modellierten Greifen mit geöffneten Flügeln und Resten von Vergoldung. An den Rändern der Kanne und des Deckels gepunzte Palmettenfriese. Henkel oben und unten mit reicher Volutenbildung. Auf dem Deckel ein von einem Greifen gehaltener, von geflügeltem Engelskopf und Ohrmuschelornamenten umrahmter Schild, fein graviert mit dem Wappen des Zinngiesserhandwerks und CB 1659. In gleicher Umrahmung an der Stirnseite der Kanne ein aufgesetzter Schild mit der Inschrift: 1659 Der Mei(ster) Namen Volgen Gröger Starcklauf, Gabriel Didrich, Christoph Böhmer, Philib Jacob Mikytsh, Diese 4 Der Zeit Meister zv Prespurgk, Johan Murnbesser zv Dirnaw, Heinrich Hälman zv Bösig. Unten an der Stirnseite ehemals ein Ausflussrohr. Kannenboden reich graviert: in der Mitte unter einem Baum eine lustige Gesellschaft; ringsum Rankenwerk. Im Deckel eine kleine gewölbte Scheibe mit Inschrift, wonach Christoph Böhmer die Kanne 1659 gestiftet hat. (Hintze IV, Nr. 1541; Hintze VII, Nr. 2660)
Zunftkanne der Schuhmacher-Innung in Marienberg (Sachsen)
Kunstgewerbemuseum
Kanne der Schuhmacherzunft in Marienberg. Auf dem schlanken Mantel graviertes Schuppenmuster. An den Rändern der Kanne und des Deckels eingepunzte Palmettenfriese. Auf dem Deckel ein an den profilierten Deckelknopf angelehnter Schild, darauf in Gravierung ein gekrönter Schuh und Pfeil, Schabemesser und Namensinschriften von 1628. Am Deckeldrücker eine Maske. (Hintze I, Nr. 911 a)
Kanne mit christlichem Figurenprogramm
Kunstgewerbemuseum
Grosse Kanne mit facettiertem Mantel und reicher Gravierung, zum Teil nach Vorlagen von Martin Schongauer. Auf den neun Hauptfeldern unter gotischen Architekturen Maria mit Kind und die Heiligen Barbara, Dorothea, Andreas, Katharina, Margaretha, Ursula, Laurentius und Maria Magdalena. In den oberen Feldern die Köpfe der Propheten mit aufgerollten Bändern im Hintergrund, in den unteren die Halbfiguren Christi und der Apostel. Auf der Stirnseite ein frei aufgesetzter Schild mit graviertem Wappen und Jahreszahl 1570 (spätere Zutat). Henkel in Form von drei gerippten Tauen; unterhalb des Henkelansatzes Dreipassbildung und zwei Drachenköpfe. Als Füsse drei geschweifte Streben. Vorn ein Ausflussrohr aus Messing. (Hintze IV, Nr. 138) Das Werk ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verschollen.
Kanne der Tuchmacherzunft in Schwiebus
Kunstgewerbemuseum
Schleifkanne der Tuchmacherzunft in Schwiebus. Mit facettiertem Mantel und reicher Gravierung. Auf den Hauptfeldern an der Stirnseite der Gekreuzigte mit Maria und Johannes, rechts und links die Heiligen Dorothea, Jacobus d.J., Barbara, Katharina, Ursula und Maria am Betpult mit Taube und Einhorn. Auf den oberen Feldern Margaretha, Anna Selbdritt, Judas Thaddäus, Engel mit Schweisstuch, Engel mit Schriftrolle: m + cccc + iii + noch cristi + ge. Heilige mit Scheibe und mo, Apollonia und ein Liebespaar. Auf den unteren Feldern Johannes, Petrus, Matthias, Johannes d. Täufer, Christus mit Weltkugel, Paulus, Jacobus d.Ä., Bartholomäus und Thomas. Unter dem Henkel zwei Hirsche und die Intitale A. Auf dem Deckel vier gravierte Wappen mit sächsischem Rautenschild, schlesischem Adler, Krone und zwei gekreuzten Schwertern. An den Fußstegen je zwei sitzende Löwen, Henkelstütze dreipassig durchlocht und in drei Drachenköpfe ausgehend. Ablasshahn aus Messing, Wirbel in Form eines Meerweibchens aus Zinn. (Hintze IV, Nr. 996) Das Werk ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verschollen.
Zunftkanne der Schuhmacher in Regensburg
Kunstgewerbemuseum
Schenkkanne mit konisch verjüngtem Mantel. Reich graviert mit Figuren eines Trommlers, eines Bannerträgers und eines Pfeifers und zwei Hunden. Oben und unten je ein Band mit Wellenranke. An der Stirnseite aufgelegt ein Schild mit gravierten Zeichen des Schuhmacherhandwerks und Jahreszahl 1583. Im Boden ein Medaillon mit Kruzifixus, Maria und Johannes in Reliefguss. (Hintze VI, Nr. 1041)
Zunftkanne der Gerber und Schumacher in Geyer (Sachsen)
Kunstgewerbemuseum
Schleifkanne der Schuhmacher in Geyer (aus einem Paar, das andere Exemplar Inv. Nr. O-1969,119), mit drei sitzenden langhalsigen Vögeln auf den Füssen. Reich graviert. Auf der einen Kanne das Brustbild eines Mannes, ein Mann und einen Frau in ganzer Figur, zwei Einhörner, ein Vogel auf Blattzweig und Ornamente. Auf der zweiten Kanne ein Ehepaar in Landschaft, zwei sitzende Figuren mit Musikinstrumenten und Ornamente. Auf den Deckeln der Kannen je ein von einem Mann gehaltener Schild, graviert mit den Zunftenblemen der Gerber und Schuhmacher, Namensinschriften und den Jahreszahlen 1570, 1587 und 1660 (Wiederherstellung durch Heinrich Jobin?). (Hintze I, Nr. 47 c)
Zunftkanne der Gerber und Schumacher in Geyer (Sachsen)
Kunstgewerbemuseum
Schleifkanne der Schuhmacher in Geyer (aus einem Paar, das andere Exemplar Inv. Nr. O-1969,118), mit drei sitzenden langhalsigen Vögeln auf den Füssen. Reich graviert. Auf der einen Kanne das Brustbild eines Mannes, ein Mann und einen Frau in ganzer Figur, zwei Einhörner, ein Vogel auf Blattzweig und Ornamente. Auf der zweiten Kanne ein Ehepaar in Landschaft, zwei sitzende Figuren mit Musikinstrumenten und Ornamente. Auf den Deckeln der Kannen je ein von einem Mann gehaltener Schild, graviert mit den Zunftenblemen der Gerber und Schuhmacher, Namensinschriften und den Jahreszahlen 1570, 1587 und 1660 (Wiederherstellung durch Heinrich Jobin?). (Hintze I, Nr. 47 c)
Zunftkanne der Schuhmacher in Zwönitz (Sachsen)
Kunstgewerbemuseum
Schenkkanne der Schuhmacher-Innung in Zwönitz; ein Paar (das andere Exemplar Inv. Nr. O-1969,114). Mantel konisch, unten wenig ausladend. Verziert mit eingepunzten Palmettenfriesen. An der Stirnseite Namensinschriften in vier Zeilen. Auf dem Deckel ein von einem Löwen gehaltener Schild, graviert mit gekröntem Schuh mit Pfeil und Jahreszahl 1653. (Hintze I, Nr. 1185)
Zunftkanne einer Bäckerzunft
Kunstgewerbemuseum
Kanne einer Bäckerzunft. Als Füße fünf schräg am Kannnenmantel anliegende Scheiben. Mantel in drei Zonen geteilt. Die breite Mittelzone in neun Facetten gegliedert; auf drei Feldern Inschriften von 1694. An den Rändern der Kanne und des Deckels gepunzte Palmettenfriese. Auf dem Deckel zwei Löwen mit grossem Schild, graviert mit dem Handwerkswappen der Bäcker, der Inschrift GOTT ERHALTE DAS EHRBARE HANDWERCK DER BÆCKEREI und der Jahreszahl 1535. Im Boden ein Medaillon mit Doppelaldler in Reliefguss. Renoviert 1694 von Johannes Lazarus Dürr, Jochimsthal. (Hintze I, Nr. 1439; Hintze IV, Nr. 1341)
Zunftkanne der Bäcker in Braunau (Schlesien)
Kunstgewerbemuseum
Große Kanne der Bäckerzunft in Braunau. Mit drei flachgedrückten Kugelfüssen. Auf dem Mantel in Gravierung drei durch Blattzweige gebildete hochovale Felder. Vorn der Gekreuzigte, darunter Maria, deren Brust von einem Schwert durchbohrt wird; links der hl. Donatus, darunter ein Engel, der über den Heiligen einen Kranz hält; rechts lange Inschrift, wonach die Kanne der Bäckerzunft von Braunau gehörte. Datiert 1699. Oben die Halbfigur des Zeitgottes mit Sense und Stundenglas. Unterhalb des seitlichen Medaillons Vögel und Ranken. Auf dem Deckel ein von einem Knappen gehaltener Schild, graviert mit dem Wappen der Bäcker und Jahreszahl 1699. Als Deckeldrücker und am unteren Henkelende reiche Volutenbildung. Vorn Ablasshahn aus Messing. Auf der Unterseite des Bodens die Inschrift: FRIE RIE GROSMANN ZIENGIESSERGESEL von HIRSBERG (ist wahrscheinlich der Graveur der Kanne). (Hintze IV, Nr. 1066)
Zunftkanne
Kunstgewerbemuseum
Zunftkanne, fast walzenförmig; als Füsse drei gedrückte Kugeln, auf denen je ein Löwe sitzt. Mantel durch zwei breite Messingbänder in drei Zonen gegliedert. Auf den schmalen Randzonen je vier Löwenmasken mit Ringen. Auf der Mittelzone in Gravierung vorn ein Blattkranz mit Inschrift, wonach die Kanne 1608 von den Gesellen angeschafft wurde; rechts und links Rollwerkornamente. Auf dem breiten Bandhenkel eine Rippe mit Messingbelag. Als Deckelbekrönung ein Mann im Zeitkostüm mit Schild. An dem aus Voluten gebildeten Deckeldrücker zwei Masken und im Boden ein Medaillon mit Kruzifixis nebst Beischrift INRI in Reliefguss. (Hintze IV, Nr. 580 a)