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Objekttyp: Schmuckkästchen
Museum Europäischer Kulturen
Das Schmuckkästchen hat die Form einer geschwungenen Truhe mit gewölbtem Deckel. Mittig ist ein Bild einer Frau im Rokokokleid aufgeklebt. Das Kästchen ist mit Stroh- und Papierborten beklebt, sowie mit Metallnieten und Papierrosetten verziert. Innen ist es mit weißem Papier und mit Papierspitze ausgekleidet.
Museum Europäischer Kulturen
Holz und Eisen, rechteckige Wände, Boden und Deckel. Klappdeckel mit zwei Scharnieren und schmiedeisernen Jugendstilbeschlägen, verschließbar. Holz ist poliert. Boden aus sehr dünnen Holz.
Ethnologisches Museum
Schmuckkästchen für Frauen, vielfältig geschnitzt. Auf dem Flachdeckelteil Chinoiserien. Wie das Archivfoto zeigt, krönte ursprünglich ein doppelköpfiger Adler den Deckel. Dieses obere Teil ist heute nicht mehr erhalten, Beschriftungen: 1. Russ. Text in filigraner Durchbrucharbeit als Deckelschmuck (1 Buchstabe fehlt!) : 1883 ГОДА ЯКУТСКЬ В ЗНАК БЛОГОДАРНОСТЬ ЛЮБЛЬЮ (1 Buchstabe fehlt!), zu Deutsch: Jakutsk 1883 im Zeichen von dankbarer Liebe. 2. auf der Standfläche aus Holz handschriftlich: ЯКУТСКЪ‚ Якутскъ‚ работа Якута самоучка. Рысунка саставлены имъ самимъ . Изображенiя Китайцевъ заимствованы имъ съ этикетовъ на оберткахъ чайныхъ. 1883 Übersetzung: „Jakutsk, Jakutsk, Arbeit eines jakutischen Autodidakten. Der Entwurf (eigentlich Zeichnung, Muster) stammt von ihm selbst. Die Darstellung der Chinesen entlehnte er dem Etikette einer Teeverpackung. (Lesung und Übersetzung: Siegmar Nahser , 2009). Ein Vergleichsstück kleinerer Ausführung befindet sich im British Museum.