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Objekttyp: Schuhe
Slingpumps zu cremefarbenem Ballkleid mit rosa Punkten
Kunstgewerbemuseum
Mit kräftig pinkfarbenem Seidentaft bezogene Slingpumps. Auf dem Rist ein überkreuztes Schleifenmotiv. ChrW
Museum Europäischer Kulturen
Die unbenutzten Schuhe haben eine hochgezogene Sohle aus einem Stück sehr dicken Leders, an die die aus dünnerem Leder bestehenden, oberen Teile durch Lederschnüre angeflochten wurden. Hinten wird der aus rötlichem Leder bestehende Teil von einem verzierten (gepunzten) Riemen durchzogen, der den Schuh durch Schnallenverschluss am Knöchel hält. Das Leder des vorderen Teils ist streifenförmig eingeschnitten und mit roten Verzierungen durchflochten. Über dem Spann gibt es einen Zierriemen mit Metallnieten und grüne Flechtverzierungen. Die Lasche und der hintere Schuhrand sind mit Zierdurchbrüchen versehen. Diese aus Serbien stammenden, aufwändig gearbeiteten Schuhe mit der charakteristisch nach oben gebogenen Spitze waren auf dem Balkan weit verbreitet. Sie werden als Opanken bezeichnet und galten auch als „europäische Mokassins". Opanken sind Bestandteil vieler regionaler Trachten, traditionell werden sie mit wollenen Socken getragen.
Museum Europäischer Kulturen
Ein paar Schuhe. Die Schuhe wurden aus etwa 1 mm dicken und ca. 3,5, cm breiten Birkenrindenstreifen z.T. doppellagig geflochten. Sie haben leichte Gebrauchsspuren und innen Anhaftungen feiner Pflanzenfasern.Birkenrindenschuhe isolieren gegen Kälte und Wärme gleichermaßen und lassen Feuchtigkeit kaum durchdringen. Sie waren in ganz Skandinavien und im Norden Russlands beliebt und wurden gern bei Arbeiten im Freien getragen. Diese "näverskoer" (dt. Birkenrindenschuhe) genannten Schuhe stammen aus der schwedischen Region Nord-Jämtland. Das Museum erwarb sie 1935 von Julius August Konietzko (1886-1952), einem Hamburger Forschungsreisenden und Händler.
Ethnologisches Museum
Karteieintrag: ütak = knee boots worn in Turkestan (Shaw). zur Technik textile Teile: a) dunkelgrünes und grünes Tuch (Wolle, Leinwandbindung), gerauht, dunkelrotes Tuch (Wolle, Leinwandbindung), dunkelrotes Wollgewebe (Köperbindung): darauf Metallstickerei (ehemals gold- und silberfarben - Metallgespinstfäden: vermutlich Messing- und Siberlahn über Baumwollseelen) in Sprengtechnik über Einlagen aus geschnittenem Leder, Konturierungen in Anlegetechnik (Überfangfäden: orangefarbene Seide), und Stickerei in Dunkelrot (Flachstiche, Seide) ; Fransen aus dunkelroter Seide b) am oberen Schaft: blaues, grobes Baumwollgewebe (Leinwandbindung), bestickt mit Kettenstichen (Baumwollgarn, naturfarben, beige und einem hellen Braunton, der vermutlich einmal dunkelrot gewesen ist
Damenschuhe mit Bortenbesatz
Kunstgewerbemuseum
Die Damenschuhe aus hellblauer Seide zeigen die für die erste Jahrhunderthälfte typische langgezogenen Vorderkappe, die in einer leicht nach oben weisenden Spitze endet, sowie eine hochgezogene Ristlasche, deren Mitte mit einer dekorativen Metallborte besetzt ist. Die Seitenteile sind schenkelartig angeschnitten und enden in übereinandergeklappten Laschen, die mit einer Schuhschnalle fixiert wurden. Der mäßig hohe, blockförmige Absatz ist mit Seide bezogen. Schuhe dieses Typus wurden in England getragen. ChrW
Damenschuhe mit Schlitzwirkerei
Kunstgewerbemuseum
Schlitzweberei mit einem mehrfarbigen floralen Motiv bilden das interessante Obermaterial dieses Schuhs. Vorderkappe und Seitenteile sind in einem geschnitten und nur durch die Fersennaht verbunden. Der mäßig weite Ausschnitt ist mit einem in Fältchen gelegten Seidenband besetzt, in dessen Mitte eine goldfarbene Metallitze verläuft, die in der Ristmitte zu einer kleinen Schleife gebunden ist. Der mittelhohe, eingezogene Absatz ist mit schwarzem Seidensatin bezogen. ChrW
Damenschuhe aus Leder
Kunstgewerbemuseum
Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein wurden flache Schuhe getragen. Diese hellbraunen Lederschuhe stammen aus Boston und demonstrieren die wachsende Bedeutung der amerikanischen Schuhindustrie, die während der industriellen Revolution zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz vor allem für den englischen Markt wurde. Die flachen Damenslipper haben eine stumpfe Spitze. Ihr mittelhoher Rist mit geradem Abschluss ist geschlitzt und mit einem Seidenband, das zu einer Schleife gebunden ist, geschnürt. Die Ausschnittkante ist mit Seidenband eingefasst, die Laufsohle ist dunkelbraun. ChrW
Intarsierte Lederschuhe
Kunstgewerbemuseum
Damenslipper mit intarsierten Motiven, sogenannte Chameleons, waren um 1860 besonders beliebt. Beispiele sind in mehreren europäischen Modesammlungen erhalten. Dieser absatzlose Schuh mit gerader Spitze und gezacktem Ristausschnitt hat auf dem Vorderblatt ein mit grüner Seide unterlegtes Motiv, das von einer weißen Kettstichkante gefasst wird. Passend dazu sind die Ausschnittkanten des Schuhs mit einem grünen Seidenbändchen eingefasst, und der gezackte Ristabschluss ist mit einer grünen, dicht gefältelten Seidenrüsche besetzt. Der Schuh ist vollständig mit dunkelgrüner Seide gefüttert, die Laufsohle aus braunem Leder zeigt rechts den handschriftlichen Hinweis "droit". Auf der linken Laufsohle befindet sich ein Papieretikett, auf dem das Wort "Tuiller" zu erkennen ist: ein Hinweis, dass der Schuh in einem der angesagten Schuhgeschäfte aus der unmittelbaren Umgebung der Tuillerien in Paris verkauft wurde und wahrscheinlich in dessen Auftrag in Frankreich hergestellt worden ist. ChrW
Schwarzseidene Damenschuhe mit Bindebändchen
Kunstgewerbemuseum
Die schlichten, schwarzen Seidenschuhe mit den feinen Bindebändchen sind der Inbegriff der biedermeierlichen Schuhmode schlechthin. Bis weit in die 1830er Jahre hinein wurden flache Seidenschuhe getragen, die in Anlehnung an die Antike mit Seidenbändchen an der Wade hoch gebunden wurden. Die Kanten dieser Slipper sind mit Seidenband eingefasst, das vorn zu einer kleinen Schleife gelegt ist. ChrW
Damenslipper mit Blütenstickerei
Kunstgewerbemuseum
Die flachen Schuhe in Slipperform enden in einer karréeförmigen Spitze. Der gebogene Ristabschluss ist mit einer gefältelten rosa Seidenborte besetzt, und alle Kanten sind mit Seidenband eingefasst. Das Vorderblatt und die Seitenteile sind mit Blüten und Zweigen üppig bestickt. Das Chenillegarn gibt der Stickerei plastische Tiefe. Die Seitenteile und die Decksohle sind mit cremefarbenem Glacéleder ausgekleidet, die Vorderkappe ist mit Leinen gefüttert.ChrW
Geschlossene Damenschuhe
Kunstgewerbemuseum
Passend zu den zunehmend in pastelligen Tönen gehaltenen Kleiderstoffen mit zierlichen Mustern wurden in den 1770er Jahren zartfarbige, meist cremefarbene Schuhe modern. Seide war nach wie vor das wichtigste Material für modische Damenschuhe. In dieser Zeit erhielten die Damenschuhe immer häufiger ein geschlossenes Blatt, so konnten die großen schweren Schuhschnallen durch feine Stickereien ersetzt werden. Auch diese zierlichen Schuhe mit stumpfer Spitze haben ein geschlossenes Vorderblatt mit hochgezogener, spitz zulaufender Ristlasche. Zwei zarte Blütenranken mit je drei runden, sechsblättrigen Blüten sind auf das Vorderblatt aufgestickt. Für die Blüten wurden Metallpailletten verwendet, die mit einem mit Cochenille rot gefärbten Lack überzogen wurden. Fixiert wurden sie mit Kantillen, kleinen Spiralen aus Metalldraht oder Lahn, die Ranken wurden aus Metallgespinstfäden um eine gelbe Seidenseele gestickt. Zwischen den Blütenranken schlängelt sich eine weitere Ranke nach oben, sie besteht aus reinen Metallpailletten, ebenfalls mit Kantillen fixiert. Eine Rosette aus schmalem zartrosa Band setzt einen optischen Kontrapunkt. Alle Kanten, die seitlichen Nähte und die Fersennaht sind mit einem ähnlichen, etwas breiteren Seidenband eingefasst. Der schmale, stark taillierte Absatz ist mit dem Oberstoff bezogen. Es ist ein italienischer Absatz, über den das „Gentleman‘s Magazine“ 1776 schrieb: “Heels to bear the precious charge, more diminutive than large, slight and brittle, apt to break, of the true italian make.” („Absätze, die die teure Last tragen, eher klein als groß, schmal und zierlich, brechen gleich, in echter italienischer Art.“) CW
Damenslipper aus Silberlamé
Kunstgewerbemuseum
Dieser Damenschuh aus Silberlamé hat eine lang gezogene Spitze, die mit einem Sonnenmotiv bestickt ist. Über den Schuh verstreut sind silberfarbene Metallpailletten aufgestickt. Der Rist ist hoch gezogen und oval ausgeschnitten. Der Absatz wird mit einem zusätzlichen flachen Lederkeil markiert.ChrW
Auberginefarbene Damenslipper
Kunstgewerbemuseum
Die schmalen, spitz zulaufenden Slipper haben auf der Vorderkappe ein intarsiertes Muster aus cremefarbenem Leder, das mit gelben Zierstichen konturiert ist. Ebenfalls gelb ist das Seidenband, mit dem alle Kanten und Nähte eingefasst sind.ChrW
Weiß-blau bedruckte Damenschuhe
Kunstgewerbemuseum
Bedruckte Lederschuhe kamen Ende des 18. Jahrhunderts als preisgünstige Alternative zu bestickten Schuhen in Mode. Diese schmalen Lederschuhe mit der runden Spitze haben eine kurze, weit geschnittene Kappe, in deren Mitte eine kleine Seidenbandschleife sitzt. Die Schuhe sind umlaufend mit einem zarten Zweig aus lanzettförmigen Blättern und runden Beerenfrüchten bedruckt.ChrW
Damenschuhe im chinesischem Stil
Kunstgewerbemuseum
Der schmale, hochhackige Schuh hat nach chinesischem Vorbild eine hoch gezogene Spitze. Er ist aus braunem Leder gefertigt und tief ausgeschnitten. Der herzförmige Ausschnitt im Vorderblatt ist mit leicht gerüschtem, cremefarbenem Seidensatin unterlegt, drei rote Satinbändchen sind horizontal darüber gelegt. Der eingezogene geschweifte Absatz ist weiß gestrichen. ChrW
Spangenpumps aus Goldlamé
Kunstgewerbemuseum
Diese eleganten Abendschuhe haben eine lang gezogene Spitze und einen halbhohen, geschweiften Absatz. Ristkante und -spange sind mit goldgefärbtem Glattleder abgesetzt. Eine hochrechteckige Strassschnalle bildet den Verschluss. ChrW
Hellbrauner Spangenschuh
Kunstgewerbemuseum
Der sportlich elegante Spangenschuh mit feingeprägtem und getupftem Muster hat eine stumpfe Spitze und einen eingezogenen mittelhohen Absatz. Alle Kanten sind mit einer dekorativen Ziernaht umstochen. Die beiden Schließ-Knöpfchen fehlen. ChrW
Creme-goldene Stilettos
Kunstgewerbemuseum
Eleganter Abendpumps mit kurzer betonter Spitze und hohem Pfennigabsatz. Die Ausschnittkanten sind mit schmalen Baumwollbändchen paspeliert. Der Absatz ist mit dem gleichen Gewebe bezogen. ChrW
Sandalette "Stir my blood"
Kunstgewerbemuseum
„I live, breath and sleep shoes“, sagte 2007 der in den Niederlanden geborene Schuhdesigner Jan Jansen (* 1941) über sich selbst. Jansen zählt zu den innovativsten Schuhdesignern weltweit. 1963 eröffnete er sein erstes Geschäft in Amsterdam und seither entwirft er Schuhe in neuem, ungewohntem Design: frech, luxuriös, unkonventionell. Da er zu Beginn seiner Laufbahn in Rom die Kunst erlernt hat, Schuhe von Hand selbst herzustellen, bildet die Passform über einem gut konzipierten Leisten die entscheidende Basis für seine extravaganten Entwürfe. Zu seinen größten Erfolgen gehörte in den 1960er Jahren der „Woody“, eine moderne Variante des holländischen Holzschuhs mit einer Lederkappe, und in den 1970er Jahren der „Bambusschuh“, dessen gesamte Konstruktion aus Bambusrohren bestand. Auch das Modell „Stir My Blood“ steht für Jansens experimentellen Stil. Es präsentiert sich auf einer kräftigen Plateausohle mit stark eingezogenen Absätzen. Dennoch wirkt die skulpturale Konstruktion leicht, denn die Sohle ist an der Spitze nach innen abgeschrägt und der Absatz nach dem Knick schwungvoll nach außen geführt. Das Modell aus verlaufend eingefärbtem Rauhleder hat ein geschlossenes Vorderblatt mit einer abgeschrägten Spitze und eine sehr hoch gezogene Fersenkappe, die in zwei schmalen Schlaufen endet. Sie dienen als Halterung für die seitlich am Schuh fixierten Lederbänder, die sich über dem Rist kreuzen, nach hinten um den Knöchel geführt, durch die Schlaufen gezogen und zu einem dekorativen Knoten gebunden werden. Es gibt eine weitere Version des Schuhs aus blauem, metallisch eingefärbtem Ziegenleder. Auch die abgeschrägte Plateausohle und der skulpturale Absatz wurden um 1995 mehrmals für etwas abweichende Modelle verwendet. CW
Abendsandalette mit Goldstickerei
Kunstgewerbemuseum
Die festliche Sandalette spielt mit der Gegenüberstellung der zarten Riemchen, die den Oberschuh bilden und der kompakten Plateausohle, die in einen stark nach innen gerückten, dünnen Keilabsatz übergeht. Absatz und Fersenkappe sind mit stilisierten Zweigen in Gold bestickt. ChrW