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Objekttyp: Sepulkralinschrift (Inschrift / Inschriftengattung)
Grabstein der Archio
Antikensammlung
In sorgfältig gemeißelten Buchstaben ist die Inschrift zwischen vorgeritzten Linien auf vier Zeilen mit jeweils vier Buchstaben verteilt. Auf den Namen der Verstorbenen, Archio, folgt der Name ihres Vaters Agathokles im Genitiv. Die Form von Gamma und Sigma ist eine Besonderheit archaischer Inschriften auf Melos. In meticulously chiselled letters, the inscription is distributed across four lines with four letters each and scorings between them. The name of the deceased, Archio, is followed by that of her father, Agathokles, given in genitive. The form of gamma and sigma is a peculiarity of Archaic Melian inscriptions.
Fragment einer "Iovila-Stele" mit einem Schwein und oskischer Inschrift
Antikensammlung
"Iovila" ist die oskische Bezeichnung einer besonderen Stelenart, der sogenannten Iovila-Stelen. Von diesen Stelen haben sich nur knapp 30 Texte erhalten. Die sogenannten Iovila-Stelen (bestehend aus Terrakotta oder Tuff) wurden in Nekropolen aufgestellt. Auf ihnen war festgehalten, dass die Familien bestimmter (wohl prominenter) Verstorbener an festgelegten Terminen Gedenkfeiern veranstalten sollten, manchmal unter Teilnahme des Bürgermeisters von Capua. Auf dem Fragment befindet sich der Rest einer solchen Datumsangabe: ve... , zu ergänzen als vesulliais "am Fest der Göttin Vesona". nach: G. Meiser in: Etrusker in Berlin. Etruskische Kunst in der Berliner Antikensammlung - Eine Einführung (2010) S. 115 ff. (S. Brehme - G. Meiser: Schriftwesen der Etrusker und ihrer Nachbarn).
Inschrifttafel für Hostilia Larga (Columbarientafel)
Antikensammlung
(unten im Bild: Columbarientafel für Hostilia Larga)
Inschrift des Idameneus (Stein beidseitig beschrieben)
Antikensammlung
“Dieses Grabmal habe ich, Idameneus, geschaffen, damit (mir) Ruhm sei. Wer auch immer es beschädigen sollte, den möge Zeus zu einem gänzlich Verfluchten machen.” Die metrische Inschrift besteht aus zwei Hexametern, die auf Vorder- und Rückseite des Steines verteilt sind. Sie sind boustrophedon ("ochsenwendig") geschrieben, d.h. links- und rechtsläufige Zeilen wechseln sich ab. Die Buchstaben der im dorischen Dialekt verfaßten Inschrift zeigen deutlich archaische Schriftform. Bei den Vokalen wird zwischen Omega und Omikron nicht unterschieden, jedoch zwischen Epsilon und Eta, wobei für Eta das selbe Zeichen wie für den H-Laut verwendet wird. Die Form λειoλη ist nur in dieser Inschrift belegt (Haplographie). Fraglich ist, ob es sich trotz der Verwendung des für die Bezeichnung eines Grabmales üblichen Wortes σαμα / σημα um eine Grabinschrift handelt. Ungewöhnlich ist für eine Grabinschrift archaischer Zeit, daß der Verstorbene in der 1. Person Singular sich selbst rühmt sowie die sonst erst nach 400 v.Chr. anzutreffende Verwünschung. Der Turmbau zu Babel (2003) 203 Nr. 3.4.4. (S. Brehme).
Fragment einer "Iovila-Stele" mit oskischer Inschrift
Antikensammlung
"Iovila" ist die oskische Bezeichnung einer besonderen Stelenart, der sogenannten Iovila-Stelen. Von diesen Stelen haben sich nur knapp 30 Texte erhalten. Die sogenannten Iovila-Stelen (bestehend aus Terrakotta oder Tuff) wurden in Nekropolen aufgestellt. Auf ihnen war festgehalten, dass die Familien bestimmter (wohl prominenter) Verstorbener an festgelegten Terminen Gedenkfeiern veranstalten sollten, manchmal unter Teilnahme des Bürgermeisters von Capua. Aus dem Textfragment dieser Stele erschließt sich, dass die Familie der Fisanier ihr Festmahl an den feriis divinis, dem Fest einer Gottheit, deren name nicht mehr erhalten ist, abzuhalten hat. nach: G. Meiser in: Etrusker in Berlin. Etruskische Kunst in der Berliner Antikensammlung - Eine Einführung (2010) S. 115 ff. (S. Brehme - G. Meiser: Schriftwesen der Etrusker und ihrer Nachbarn).
Grabstein der Onasis (kyprische Syllabar-Inschrift)
Antikensammlung
Das sog. kyprische Syllabar wurde im 1. Jahrtausend v.Chr. auf der Insel Zypern für die Niederschrift der kyprischen Sprache (eines griechischen Dialektes) wie auch des nicht-griechischen "Eteokyprischen" verwendet.