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Objekttyp: Siebenbürgen-Teppich (Knüpfteppich)
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständig erhaltener Gebets-Teppich. Das rote Gebetsfeld wird von einem gezackten Spitzbogen bekrönt, der von Ranken auf hellem Grund umgeben ist. Die breite gelbgrundige Bordüre zeigt abwechselnd achtpassige Rosetten und Palmetten jeweils über zwei Lanzettblättern, aus denen stilisierte Hyazinthen, Nelken und Tulpen wachsen. Rosetten, Palmetten und Blumen sind rot, hellblau, dunkelbraun, weißlich und grün wiedergegeben. An Ober- und Unterkante fehlen die originalen Abschlüsse. Als Herstellungsort werden die türkische Stadt Milas und ihre Umgebung vermutet.
Museum für Islamische Kunst
Siebenbürger-Teppich in schlechtem Erhaltungszustand. Die rotgrundige Nische schließt oben mit einer mehrfach abgetreppten Spitze ab, die auf zwei schmalen weißen Säulen ruht. Die Säulenbasen sind dreidimensional wiedergegeben, die Kapitelle erinnern an korinthische Formen. Die weißgrundigen Zwickel sind mit Blütenranken in hellblau, rot und gelb gefüllt. Darüber schließt ein Streifen mit Blatt- oder Pflanzenmotiven an. Die hellgrüne Bordüre ist umlaufend mit Kartuschen besetzt, deren Zentrum eine Rosette zwischen zwei Gabelblättern bildet. Die Hauptbordüre wird von zwei Mitläuferstreifen mit einfachem geometrischem Dekor eingefasst. Als Siebenbürger-Teppiche werden osmanische Teppiche bezeichnet, die als Stiftungen oder Ehrengeschenke in Siebenbürger Kirchen (heute Transsylvanien in Rumänien) gelangten und dort präsentiert wurden. Ein Charakteristikum ist die Kartuschen-Bordüre.
Museum für Islamische Kunst
Unvollständig erhaltener Siebenbürger-Teppich. Das weißgrundige, rautenförmige Mittelfeld ist mit Ranken bedeckt, an denen Palmett- und Rosettblüten sowie kleine Blätter hängen. Die roten Zwickel zeigen jeweils eine Rosette mit losen Blättern. Die breite Bordüre ist abwechselnd mit grünlich-braunen und weißen Kartuschen besetzt, die mit Palmettblüten aus Gabelblattformen gefüllt sind. Die Mitläuferstreifen sind innen mit kleinen Rosetten und außen mit Hakenmotiven versehen. Der Teppich stammt aus Anatolien. Vgl. auch die Fragmente 1883,62 a, b und c.