5 Ergebnisse
Objekttyp: Siegel (Gerät)
Rollsiegel mit dem Horusname und einer Kartusche Amenemhets III.
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Spätestens seit der 2. Dynastie (ca. 2800–2700 v. Chr.) sind erstmals sogenannte Rollsiegel belegt, die aus Holz, Bein oder Stein gefertigt wurden. Die Inschrift ist jeweils in die Oberfläche eingeschnitten. Die Siegel wurden sehr wahrscheinlich auf noch feuchtem Ton abgerollt, mit dem Gefäße, Kisten etc. versiegelt wurden. Während die Abdrücke und Abrollungen häufig belegt sind, gibt es nur wenige Siegel, die aus archäologisch dokumentierten Befunden stammen. (R. Kuhn)
Rollsiegel mit einer Kartusche Amenemhets II.
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Herausbildung der Schrift ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Frühzeit (4.–3. Jtsd. v. Chr.) in Ägypten. Schrift wurde zunächst vorwiegend für kurze Notierungen in Form von Personen- und Ortsnamen sowie Produktbezeichnungen verwendet. Sie war daher vor allem für die Administration, Rituale und den Königskult von großer Bedeutung. Neben eingeritzten oder mit Tinte beschrifteten Beintäfelchen und Gefäßaufschriften sind spätestens in der 2. Dynastie (ca. 2800–2700 v. Chr.) erstmals sogenannte Rollsiegel belegt, die aus Holz, Bein oder Stein gefertigt wurden. Die Inschrift ist jeweils in die Oberfläche eingeschnitten. Die Siegel wurden sehr wahrscheinlich auf noch feuchtem Ton abgerollt, mit dem Gefäße, Kisten etc. versiegelt wurden. Während die Abdrücke und Abrollungen häufig belegt sind, gibt es nur wenige Siegel, die aus archäologisch dokumentierten Befunden stammen. (R. Kuhn)
Rollsiegel mit dem Name einer Privatperson
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Frühe Belege der ägyptischen Schrift finden sich auf Rollsiegeln. Auf ihnen erscheinen in der Regel Namen von Privatpersonen in Verbindung mit göttlichen Kreaturen – wie auf dem hier gezeigten Exemplar zu sehen. Obwohl die Inschrift nicht in Gänze verständlich ist, lässt sich wenigstens ein Bestandteil des Namens identifizieren, der eine Standarte mit den gekreuzten Pfeilen zeigt: Hierbei handelt es sich um einen frühen Beleg für die Göttin Neith. (R. Kuhn)
Siegel mit einer Kartusche Thutmosis' I.
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Es wird angenommen, dass dieses Stück aus dem Gründungsdepot eines Tempels stammt. Das konnte bisher nicht bestätigt werden, denn das Siegel wurde auf dem Antikenmarkt in Luxor erworben. Eine alternative Interpretation geht von einer Benutzung als Ziegelstempel aus. Die Kartusche des Königs Thutmosis I. datiert das Stück in die 18. Dynastie. (R. Kuhn)
Rollsiegel
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Normal 0 21 false false false DE X-NONE AR-SA /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:10.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:115%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:"Times New Roman",serif; mso-bidi-font-family:Arial; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;} Das Zylindersiegel wurde von der deutschen Grabungsmannschaft um L. Borchardt im Sonnentempel des Königs Niuserra entdeckt. Interessant ist an dem Berliner Stück, dass es zwar angebohrt, jedoch nicht durchbohrt worden ist, was für ein Amtssiegel eher ungewöhnlich anmutet. Als solches verweist jedoch die nur noch fragmentarisch lesbare Inschrift, die einen wab-Priester und overseer of commissions at the pyramid and sun temple of king Niuserra nennt. Die Kartusche des Königs ist nur noch in Ansetzen zu erahnen, ist jedoch anhand der noch sicher auszumachenden Zeichen abgesichert. Sehr viel besser ist hingegen der Horusname eines weiteren Königs zu lesen, der des Shepseskare. M. Verner hat daher vorgeschlagen, Niuserre als Nachfolger des bislang unsicher in die Königsfolge der 5. Dynastie eingebundenen Königs Shepseskare zu datieren. Dem Berliner Siegel kommt daher vor allem auch historische Bedeutung bei der Rekonstruktion der Chronologie der 5. Dynastie zu.(Robert Kuhn)