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Objekttyp: Spinnstock
Spinnrocken (Hurka) mit drei Zinken
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Es gibt drei charakteristische Rockentypen. Hier handelt es sich um einen sog. "Stehrocken" (vgl. Vakarelski, S. 147). Die am Kopf ursprünglich vorhandene und ebenfalls ans Berliner Museum verbrachte Wolle ist nicht mehr vorhanden. Der Rocken wurde im Rahmen eines Aufenthalts des Sammlers G.A. Küppers bei den Karakatschani-Hirten gesammelt. Küppers fuhr bei seiner letzten Reise im Jahr 1939 in die Hochebenen des Balkangebirges zu den hier lebenden Karakatschani-Hirten ("Karakatschanen"). Die Karakatschani (bulg: каракачани; griechisch: Sarakatsani/Σαρακατσάνοι) lebten bis ins mittlere 20. Jahrhundert als nomadische Gruppe, die vergleichsweise isoliert von ihrer Umgebung lebte und entsprechend viele kulturelle Eigenheiten bewahren konnte. Die von Küppers besuchten Personen wanderten offenbar zwischen dem Balkan- und dem Strandzagebirge. In den späten 1950er/frühen 1960er Jahren wurden die Karakatschani in Bulgarien gezwungen, den nomadischen Lebensstil aufzugeben (Zwangsaufgabe der Herden, Steuern, Arbeitsdienste, Integrierung in die Kooperativen etc. führen zum Niedergang sozialer Strukturen und kulturelle Praktiken). Durch Grenzziehungen im 20. Jahrhundert, spätestens aber durch die Trennung der griechisch-bulgarischen Karakatschani durch den "Eisernen Vorhang" wurde der transhumane Lebensstil zudem stark eingeschränkt.
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnstock mit Spanringen (Torso)
Museum Europäischer Kulturen
Spinnrocken, gedrechselt und mit Kerbornamenten verziert sowie zwei Ringen aus Spanholz. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers erwarb diesen Rocken auf seiner letzten von insgesamt fünf Reisen nach Südosteuropa während der 1930er Jahre. Das Museum erwarb über 3.500 der von ihm gesammelten Objekte. Es ist wahrscheinlich, dass es sich bei den Objekten II B 4518-II B 4520 um jene Spinnrocken handelt, die Küppers Tochter und Reisegefährtin Heimtraut in ihrem Tagebuch beschrieb: Von "Frauen beim Waschen am Fluss" habe sie drei originelle Spinnstöcke dort mit wenig Mühe [bekommen]" (29.6.1939). Spinnrocken (bulg. "Hurka") haben in der ganzen Region neben ihrem praktischen Nutzen auch eine symbolische Bedeutung. Sie werden als Geschenke überreicht und bis heute zum Teil weitervererbt und als Erinnerung in Ehren gehalten.
Spinnrocken (preslica)
Museum Europäischer Kulturen
Spinnrocken wurden von volkskundlichen Museen in Südosteuropa schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts gesammelt. Auch das Museum in Berlin sammelte sie als klassische Zeugnisse der "Volkskunst". Der Sammler Gustav-Adolf Küppers erwarb diesen Spinnrocken auf seiner letzten von insgesamt fünf Reisen nach Südosteuropa im heute kosovarischen Ort Sërboc (alb.) bzw. Srbovac (srb.). Es ist einer von dutzenden Spinnrocken, die er für die Sammlung erwarb und ist zugleich das einzige Exemplar, auf dem sich noch ein Rest der ursprünglich angebrachten Farbe erhalten hat. Die händische Verarbeitung von Rohwolle mithilfe von Spinnrocken und anderem Gerät verlor im frühen 20. Jahrhundert auch in Südosteuropa an Bedeutung; auch hier wurden immer mehr maschinell verarbeitete Stoffe benutzt, die in Geschäften und auf Märkten erworben wurden. Spinnrocken behielten jedoch auch darüber hinaus eine große symbolische Bedeutung. Sie waren ein häufiges Hochzeitsgeschenk, wurden z.T. sogar zur Geburt verschenkt und waren anschließend in Nutzung und wurden permanent am Körper getragen. Die Bedeutung und enge Verbindung von Spinnrocken und Nutzerin äußert sich u.a. dadurch, dass sie zum Teil auch als Beigabe ins Grab gegeben wurden oder auf Grabsteinen ein Spinnrocken abgebildet war. Zudem wurden sie auch häufig vererbt und von nachfolgenden Generationen in Ehren gehalten. Diese Praxis existiert zum Teil bis heute, wenn auch die Spinnrocken nicht mehr benutzt werden, sondern etwa als Erinnerungsstück oder zur Zierde an die Wand gehängt werden.
Spinnrocken (Hurka) mit Fuß
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Es gibt drei charakteristische Rockentypen. Hier handelt es sich um einen sog. "Stehrocken" mit Verzierungen entlang des Schafts (vgl. Vakarelski, S. 147). Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Es gibt drei charakteristische Rockentypen. Hier handelt es sich um einen sog. "Stehrocken" (vgl. Vakarelski, S. 147) mit Ornamenten am Schaft und einem eingelassenen verzierten Ring, wahrsch. mit Beschriftung (s. Detailaufnahme in der Museumsdatenbank). Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Es gibt drei charakteristische Rockentypen. Hier handelt es sich um einen sog. "Stehrocken" (vgl. Vakarelski, S. 147) mit Ornamenten am Schaft und oben einglassenen Ringen. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Es gibt drei charakteristische Rockentypen. Hier handelt es sich um einen sog. "Stehrocken" (vgl. Vakarelski, S. 147). Im Kopfteil aus gebogenem Spanholz sind Steine - vermutlich zum Beschweren. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Vermutlich fehlt an diesem Objekt das für Stehrocken charakteristische Fußteil. Auch das obere Teil, das auf der Karteikarte eingezeichnet ist, ist offenbar unvollständig (es fehlen die gebogenen Holzstücke sowie deren Befestigungsringe. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Es gibt drei charakteristische Rockentypen. Hier handelt es sich um einen sog. "Stehrocken" (vgl. Vakarelski, S. 147) mit Ornamenten am Schaft und oben einglassenen Ringen. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
Spinnrocken mit eingelassenen Ringen und Verzierungen. Schaft ist oben gebrochen. An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Spinnrocken (Hurka)
Museum Europäischer Kulturen
An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte den Rocken im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers dürfte sich beim Sammeln der Rocken an der Typeneinteilung des von ihm nachweislich rezipierten Arthur Haberlandt orientiert haben. In dessen "Volkskunst der Balkanländer" (1919, S. 59) hierarchisiert dieser die von ihm untersuchten Objekte in drei technische Gruppen. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)