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Objekttyp: Statue, bekleidet, bewegt
Römische Statuette eines Sklaven oder Possenreiβers (?). Kurzer Chiton, der von der linken Schulter niedergleitet. Rechte Hand mit sprechendem Gestus vorgestreckt. Kurzgeschnittene Haare mit Schopf. Beide Füße weggebrochen, r. Hand beschädigt. Rauhe Patina
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Keine Inventarkarte vorhanden. (NF)
Akroterfigur vom Dach des Pergamonaltars. Poseidon
Antikensammlung
Die aus zehn Fragmenten zusammengesetzte Figur des bärtigen Gottes ist schreitend mit vorgestelltem linkem Fuß dargestellt. Sein mit einem übergeschlagenen Zipfel um die Hüfte geschlungener Mantel ist quer über den Rücken zu seiner linken Schulter geführt, von wo er herabfallend den linken Oberarm bedeckt und dann effektvoll in hohem Bogen zurückgeweht wird. Dieses Motiv des vom Wind aufgeblähten flatternden Gewandstoffes ist charakteristisch für die Figuren auf dem Altardach, hier aber besonders ausgeprägt. Das Gewand lässt die muskulöse Brust frei. Der fehlende rechte Arm war erhoben und mit einem Dübel angestückt. Der linke herabhängende und leicht angewinkelte Arm ist dagegen bis auf die gebrochene Hand vollständig. Eine Einarbeitung im Bereich des Unterarmes könnte von einem ehemals eingezapften Delphin herrühren. Der Blick des von langem, strähnig gewelltem Haupthaar gerahmten bärtigen Kopfes folgt dem vorgestreckten rechten Arm, der sich wahrscheinlich auf einen Dreizack stützte. Die Plinthe ist bis auf ein kleines Stück des rechts unten aufliegenden Manteltuches modern. Eine größere Partie des zurückwehenden Mantels ist abgebrochen. Die nach Motiv und Kopfbildung zu den Vatergöttern gehörende Skulptur kann wegen der mitgefundenen Tritonfiguren als Poseidon gedeutet werden. Sie ist in der Ausführung die qualitätvollste Akroterfigur. Katalog zur Ausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metropole" 30.09.2011 - 30.09. 2012 (V. Kästner: Kat. Nr. 9.4).
Akroterfigur vom Dach des Pergamonaltars. Athena
Antikensammlung
Die aus zwei Fragmenten zusammengesetzte Figur der Göttin trägt einen langen Peplos mit Überschlag, der unter der Brust gegürtet ist. Sie ist nach links eilend dargestellt, so dass die Ägis mit dem Medusenhaupt zur Seite und das lang herabfallende Obergewand in großen Faltenschwüngen zwischen den Beinen zurückwehen. Einige fehlende Teile, wie die Schulter mit Hals und Kopf, der linke Fuß sowie ein Gewandstück neben dem rechten Fuß, waren angestückt. Die Figur ist mit Speer und Schild zu ergänzen und folgt im Motiv klassischen Vorbildern wie der Athena im Parthenon-Westgiebel oder Darstellungen auf attischen Weihreliefs (Athen, Nationalmuseum, 2812). Die Rückseite der Skulptur ist nur grob angelegt. Die unterlebensgroße Skulptur gehörte neben weiteren Götterfiguren zum Schmuck des Altardaches. Katalog zur Ausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metropole" 30.09.2011 - 30.09. 2012 (V. Kästner: Kat. Nr. 9.1).
Mädchenfigur in archaistischem Stil: sog. Tänzerin (Gerät- oder Leuchterträgerin)
Antikensammlung
Statue einer Gerät- oder Leuchterträgerin, die archaistische Formen mit hellenistischem Pathos verbindet. Ergänzt sind Plinthe, Füße, ein Teil des linken Arms und des Übergewandes.
Statuette der Aphrodite (sog. Aphrodite Heyl)
Antikensammlung
Die Statuette ist eine der schönsten antiken Terrakotten. Das eng anliegende Gewand der Liebesgöttin ist von den Schultern herabgeglitten; ihr angewinkeltes linkes Bein stand vielleicht auf einem Pfeiler. Die Vorderseite der aus der Form gezogenen Figur wurde mit dem Modellierstab nachgearbeitet und war farbig bemalt.
"Berliner Tänzerin"
Antikensammlung
Römische Kopie des 2. Jhs.n.Chr. nach einem Original (wohl aus Bronze) des späten 2. Jhs.v.Chr. Die Deutung der Figur ist umstritten (Mänade, Tänzerin, Musikantin?).