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Objekttyp: Statue, bekleidet, sitzend
Sitzende Frau: "Kalliope"
Antikensammlung
Statuette einer sitzenden Frau mit Arbeitskorb unter dem Stuhl, vermutlich römische Arbeit. Umfangreiche Ergänzungen zunächst für die Aufstellung in der Sammlung Natali (Rom), danach von Cavaceppi als lesende Muse restauriert. Seit 1932 als Dauerleihgabe im Marmorpalais (Potsdam); seit 1945 Verbleib unklar.
Trauernde Dienerin (Grabstatue)
Antikensammlung
Gegenstück zu einer zweiten Statue eines sitzenden Mädchens (Inv.Nr.: SK 498) aus einem Grabbezirk im antiken Demos Acharnai (nördlich von Athen).
Große Grabstatuette einer sitzenden Frau mit Diadem und Schleier
Antikensammlung
Der Großteil der Berliner Zypernbestände ist mit dem Namen von Max Ohnefalsch-Richter verbunden, der Ende des 19. Jahrhunderts für verschiedene Museen, Institute und Privatpersonen eine Reihe von Ausgrabungen auf der Insel durchführte. In der Umgebung des Dorfes Polis tis Chrysochous, dem antiken Stadtkönigreich Marion, an der Nordwestküste Zyperns legte Max Ohnefalsch-Richter 1885 ein Grab frei, in dessen Dromos (Zugangsweg) die thronende Frau zusammen mit zwei weiteren, ebenfalls in Stücke gebrochenen typenähnlichen großformatigen Terrakotten gefunden wurde. Die Figur der Thronenden wurde in der Form hergestellt und ist im Inneren hohl. Sie ist mit einem reich gefalteten Chiton und einem Himation bekleidet und trägt über dem diademartigen Kopfschmuck einen Schleier. Die Hand ihres angewinkelten und mit spiralförmigen Armbändern geschmückten rechten Armes ruht im Schoß; die linke Hand hält das Himation, das über die linke Schulter fällt und den Arm bedeckt. Reste der ursprünglichen Bemalung – rote und gelbe Farbspuren – sind vor allem noch an dem erhaltenen linken Akroterion der Rückenlehne sichtbar. Die Vorderseite des Thrones wurde detailreich modelliert. Das Akroterion ist mit dem Relief einer Frauenfigur verziert, die ihren trauernd gesenkten Kopf mit der rechten Hand stützt. Diesem Trauergestus entspricht der melancholische Gesichtsausdruck der sitzenden Frau: der unmittelbare Einfluss griechischer Grabskulptur wird hier besonders deutlich sichtbar. Solche großformatigen Grabstatuen aus Terrakotta, die im Dromos oder am Eingang zur Grabkammer platziert waren, sind bisher nur aus der Gegend des antiken Marion bekannt. Neben den thronenden Frauen in frontaler Körperhaltung finden sich auch zum Bankett gelagerte oder ebenfalls sitzende Männer. Lokale Werkstätten produzierten diese für Kulthandlungen während der Bestattung verwendeten großformatigen Terrakotten, die möglicherweise Darstellungen eines Begräbnisbanketts sind. Die Antikensammlung. Altes Museum, Neues Museum, Pergamonmuseum (2012) S. 291ff. Nr. 168 (S. Brehme).
Thronende Kybele
Antikensammlung
Terrakottastatuette: thronende Kybele, eine Phiale in der Rechten und einen Schlüssel in der Linken haltend.
Sitzende männliche Figur
Antikensammlung
Die Nacktheit des Dargestellten lässt an einen Heros denken. Da jedoch keine Attribute erhalten sind, muß offen bleiben, welcher Heros dargestellt ist. Stilistische Vergleiche mit sitzenden Figuren auf dem Telephos-Fries legen eine gleiche Entstehungszeit nahe. (Ausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metropole" 30.09.2011 - 30.09. 2012, Kat. Nr. 8.1)
Oberkörper einer thronenden Vatergottheit
Antikensammlung
Der Torso war in den bekleidet zu denkenden Unterkörper eingesetzt, der möglicherweise aus anderem Marmor gearbeitet war. Die Oberfläche ist sorgfältig poliert. Die Furche für das verlorene metallene Haarband ist deutlich angegeben. Der erhaltene Rest gehörte zu einem sitzenden bärtigen Mann mit erhobenem linken und gesenktem rechten Arm. Der Oberkörper war nackt, der nicht erhaltene Unterkörper bekleidet; nach der Bearbeitung der Rückseite muss der Mantel hinter der linken Hälfte des Rückens über der Lehne der Sitzgelegenheit gehangen haben. Der Mund ist leicht geöffnet, der Bart in dicke Locken gegliedert, die Haare hängen in dicken Locken bis auf die Schulter. Über der Stirn findet sich eine auffällige Anastole, die sich in drei über- und hintereinander angeordneten Lockenpartien wiederholt. Auf den Seiten des Kopfes sind die Haare tief bis zu den Ohren hin unterbohrt. Die Körperoberfläche ist weich gestaltet, das Muskelrelief zurückhaltend modelliert, deutlich angegeben ist der Rippenbogen. Das Motiv der ›mehrstöckigen‹ Anastole findet sich bei zahlreichen Zeusstatuen und -köpfen des späten Hellenismus und der Kaiserzeit. Ein ähnlich verdinglichtes Pathos findet sich bei späthellenistischen Arbeiten wie z. B. dem Aias/Menelaos der Pasquinogruppe, dem Asklepios ›Blacas‹ aus Melos und dem Asklepios in Ostia, der sich vielleicht sogar mit einem absoluten Datum um 100 v. Chr. verbinden lässt. Im zeitlichen Umkreis dieser Werke dürfte unsere Statuette entstanden sein. Wohl wegen des Fundortes wurde der Torso von Anfang an als Zeus angesprochen, obwohl die Typologie dies nicht erzwingt, Asklepios, Poseidon oder Plouton kämen ebenfalls in Frage. Katalog zur Ausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metropole" 30.09.2011 - 30.09. 2012 (M.R. Hofter: Kat. Nr. Kat. 6.2 ).
Komischer Schauspieler auf einem Altar
Antikensammlung
Schauspieler in der Rolle eines Sklaven der Komödie sitzt auf einem Altar, eine weitere Maske liegt vor seinem linken Oberschenkel.
Thronende Frau mit Wickelkindern
Antikensammlung
Der heilige Bezirk von Curti war ein zentrales Heiligtum bei Capua. Bei den Ausgrabungen 1845 fand man rund 150 Statuen thronender Mütter nördlich des Altarpodiums übereinander gestapelt. Vorher hatten sie wohl um das Podium herum gestanden. Dies könnte auf ihre Funktion als Weihgabe deuten.
Thronende Gottheit: sog. Göttin von Tarent (Persephone, Hera, Aphrodite?)
Antikensammlung
Die feierlich wirkende Statue, in der sich die Körperauffassung des beginnenden Strengen Stils mit der reichen dekorativen Kleidung und der Heiterkeit der spätarchaischen Kunst verbindet, hat viel Anlass zu Diskussionen gegeben. Schon ihr Fundort ist umstritten (Tarent, aber auch Lokri werden genannt). Mit einiger Sicherheit kann man annehmen, dass sie ein Kultbild war: aus Tarent stammt eine Terrakottaform zum Ausformen von Statuetten einer thronenden Göttin vom gleichen Typus, die in das Heiligtum der Göttin geweiht wurden. Die Statuette hält in der rechten Hand eine Spendeschale, der Gegenstand in ihrer linken ist nicht erkennbar. Eine Spendeschale kann auch die Statue gehalten haben. Die feingliedrigen Beine des Thrones, die kunstvoll ausgesägte Elfenbein- oder Holzformen nachbilden, sind zum Teil weggebrochen. Die Last der Statue wurde auch nicht von den Thronbeinen getragen, sondern von einem unter dem Sitz verborgenen massiven Marmorwürfel. Um die große Statue besser verkaufen zu können, hatten Händler, in deren Hände die Statue bald nach ihrer Auffindung geraten war, den Kopf abgesägt und auch begonnen, den Körper von dem großen Stützkissen im Rücken abzutrennen. Während einer Restaurierung im Fahr 1996 konnte die Haltung des Kopfes dem Rest der Bruchfläche im Hals entsprechend korrigiert werden. Sie fügt sich nun kaum merklich dem Bewegungsrhythmus der Statue ein, in dem sich der klassische Kontrapost andeutet, die Darstellung von Anspannung und Entspannung im organischen Zusammenhang des Körpers. Die linke Seite der Gestalt mit dem vorgesetzten Fuß, der leicht gesenkten Schulter und dem gerade vorgestreckten Unterarm zeigt eine »Öffnung und Entspannung« gegenüber der rechten Seite mit dem »angespannten«, näher zum Thron herangezogenen Fuß und dem angehobenen Unterarm. Diese Bewegung teilt sich auch den reichen Gewändern mit. Die Übernahme der archaischen Formen wird unterschiedlich erklärt: als Nachschleppen des archaischen Stils des Mutterlandes in der unteritalischen Kolonie oder - überzeugender - als bewusster Rückgriff auf alte Formen, die dem Kultbild besondere Würde verliehen. Von der Farbfassung der Statue zeugen nur geringe Spuren an der Rückseite des Thrones: ein hell gebliebenes Palmettenband, das einst durch Farbe gedeckt war, und ein Rautenmuster an der Oberkante der Lehne. Nach dem Vorbild der Statuen von der Akropolis in Athen muss man sich Thron und Gewand reich bemalt vorstellen, die Säume des Mantels vielleicht mit kräftigen Farben, die anderen Stoffpartien mit kleinen Kreuzen oder Blüten bestreut. Im Gesicht ist das archaische Lächeln zurückgenommen. Das Stirnhaar ist jedoch noch gekräuselt wie bei den spätarchaischen Koren, und lange Locken fallen auf die Brust herab, deren symmetrische Anordnung durch die Bewegungen der Figur differenziert wird. Kleine Einlasslöcher im Diadem und in den Ohrläppchen zeigen, dass hier glänzender Metallschmuck angesetzt war. Es gibt keine sicheren Hinweise darauf, welche Göttin in dem Kultbild dargestellt ist. Die Antikensammlung. Altes Museum, Pergamonmuseum 3. Aufl. (2007) S. 149 f. Nr. 85 (H. Heres).
Sitzbild eines römischen Kaisers mit dem Kopf des Trajan
Antikensammlung
Kaiserstatue: Mitte 1. Jh.n.Chr. Kopf: Anfang 2. Jh.n.Chr.