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Objekttyp: Statue, bekleidet, stehend
Kleine weibliche archaische Statuette ionischen Stils, bekleidet mit langem Chiton mit Mittelborte und Schnabelschuhen
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Ionisch. Keine Inventarkarte vorhanden! (NF)
Römische Minervastatuette auf Postament
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Trotz erheblicher stilistischer Merkwürdigkeiten könnte die Statuette antik sein. (NF)
Männlicher Gewandtorso (Dionysos?)
Antikensammlung
Der Torso ist ein griechisches Original der Hochklassik oder eine hervorragende Kopie der frühen römischen Kaiserzeit. Die Beschädigung der Oberfläche macht eine Entscheidung schwierig. Wahrscheinlich ist die Statue mit einem unbärtigen Kopf, einem Kantharos in der rechten und einem Thyrsosstab in der linken Hand zu ergänzen.
Apollo als Kitharaspieler und Anführer der Musen ("Apollon Kitharoedos")
Antikensammlung
Römische Kopie (Kopf und andere Teile moderne Ergänzung) aus der Zeit 120 - 140 n.Chr. nach einer griechischen Kultstatue - vielleicht des des Apollon in Megara - aus dem frühen 4. Jh.v.Chr.; sie war eine der zehn Statuen der sogenannten Lykomedesgruppe aus der Sammlung Polignac.
Männertorso mit ägyptischer Tracht
Antikensammlung
Die aufrechtstehende Männerfigur ist ab den Brustwarzen bis oberhalb der Kniee erhalten. Die Arme waren, wie noch an der rechten, leicht zur Faust geballten Hand erkennbar ist, nahe an den Körper genommen. Ein breiter geschuppter Gürtel hält das am Oberkörper enganliegende Gewand zusammen. Oberhalb des Gürtels schmückt ein stilisiertes Lebensbaum-Motiv eine breite senkrechte Borte. Vom Haupt der Gorgo auf dem Lendenschurz ringelt sich rechts und links je eine Schlange herab. Ein zweites, geflügeltes und die Sonnenscheibe tragendes Schlangenpaar fällt senkrecht bis zum Schurzsaum herab. Es handelt sich um Uräus-Schlangen, einem ägyptisches Herrschersymbol. Antike Kunst aus Zypern (2002) 165 f. Nr. 177 (S. Brehme).
Statuette der angelehnten Aphrodite
Antikensammlung
Die sehr weibliche Gestalt der Aphrodite steht neben einem betont altertümlichen Idol in Frauengestalt, auf das sie den Ellenbogen lehnt. Skulpturen, Vasenbilder und Schriftzeugnisse belegen, daß Darstellungen der Liebesgöttin in lässig angelehnter Haltung in der klassischen Kunst Athens sehr beliebt waren.
Diana (Kopf: Artemis Colonna)
Antikensammlung
Römische Kopie aus dem frühen 2. Jh.n.Chr. nach einer griechischen Statue der Göttin aus der Zeit um 200 v.Chr. Die hochhellenistische Statue wurde in römischer Zeit häufig kopiert und variiert.
Statue eines Knaben (Sklave)
Antikensammlung
Die Statue gehörte zur rundplastischen Ausstattung eines Grabbaus (Grabnaiskos).
Weiblicher Torso, ergänzt als Statue der Muse Klio
Antikensammlung
Römische Kopie nach einem griechischen Original der Zeit um 200 v.Chr.
Statue der Antonia Minor (?) als Fortuna
Antikensammlung
Frühkaiserzeitliche Statue nach einem griechischen Vorbild (Hera-Statue) des 5. Jhs.v.Chr.; Zugehörigkeit von Kopf und Statue nicht endgültig gesichert, da der Einsatzkopf nicht fugendicht einsitzt.
Weibliche Statue vom Typus der Athena Rospigliosi
Antikensammlung
Arbeit der 1. Hälfte des 1. Jhs.n.Chr. nach einem Vorbild des späten 5. Jhs.v.Chr.; neuzeitliche Ergänzungen; Kopf antik, aber nicht zugehörig.
Aeskulap (Typus "Giustini")
Antikensammlung
Römische Kopie des frühen 2. Jhs.n.Chr. nach griechischem Vorbild aus der 1. Hälfte des 4. Jhs.v.Chr. (mit mehreren modernen Ergänzungen; Kopf antik aber nicht zugehörig).
Verwundete Amazone des Polyklet von Argos
Antikensammlung
Frühkaiserzeitliche Marmorkopie nach einem griechischen Bronzeoriginal des Bildhauers Polyklet für das Heiligtum der Artemis in Ephesos. Aus der Antike ist ein Wettbewerb der berühmtesten Bildhauer klassischer Zeit um die Darstellung einer verwundeten Amazone überliefert. Polyklets Werk wurde als bestes erkannt und zu einem der berühmtesten Meisterwerke der Klassik. In römischer Zeit vielfach wiederholt, gehört die Berliner Statue zu den besten Kopien.
Ceres (Demeter Typus Cherchel)
Antikensammlung
Römische Kopie des 2. Jhs.n.Chr. nach einem griechischen Werk der Mitte des 5. Jhs.v.Chr.
Kouros
Antikensammlung
Ägyptische Einflüsse zeigen sich nicht nur in der Schurztracht, sondern auch in der Haltung der vor der Brust geballten Faust. Die Kombination von Rosettendiadem, langem Haar und ägyptisierender Schurztracht gilt als sehr ausgefallen, da die mit einer solchen Haartracht überlieferten Jünglingsstatuen zumeist mit einer kurzen Hose bekleidet sind. Das Tragen von Rosettendiademen war vermutlich einem sozial hochgestellten Personenkreis vorbehalten. Antike Kunst aus Zypern (2002) 132 Nr. 139 (M. Brönner).
Schauspieler mit Maske
Antikensammlung
Dickbauch, Gewand mit unbedeckten Beinen, Kopfhaltung und vor allem die Maske kennzeichnen den "Führenden Diener", einen Schauspielertypus der Neuen Komödie.
Tanagräische Terrakotte: Stehende Frau mit Sonnenhut und Fächer
Antikensammlung
Als „Pariserinnen der Antike“ wurden die Tonstatuetten meist junger Frauen apostrophiert, die seit 1870 in großer Zahl in den Gräbern der böotischen Landstadt Tanagra gefunden und sofort zu einem Verkaufsschlager ersten Ranges wurden: Museen und Privatsammler aus aller Welt erwarben diese Bildnisse vornehm wirkender Damen in eng anliegenden Gewändern und anmutigen Posen, deren Haltung, Gestik, Attribute und oft verblüffend gut erhaltene Farbigkeit den Zeitgeschmack des späten 19. Jahrhunderts punktgenau trafen. Es überrascht nicht, dass angesichts einer gewaltigen Nachfrage bald Nachschöpfungen und auch Fälschungen auf den Markt gelangten. Heute ist es auch dank des Verfahrens der Thermolumineszenz (TL)-Untersuchung möglich, Fälschungen von Originalen mit großer Sicherheit zu unterscheiden. Auch unsere Dame mit ihrem Sonnenhut im Form eines flachen Kreisels, dem blattförmigen Fächer in der rechten Hand und einem den gesamten Körper bedeckenden Gewand aus fußlangem Chiton und darüber gelegtem Mantel (Himation) wurde einer TL-Analyse unterzogen uns als authentisch erkannt. Die aus zwei getrennten Matrizen für Kopf und Körper geformte Figur ist reich mit Farbe überzogen: Blau, Rot, Braun, Weiß, Elfenbein-Rosa sowie Gold. Die nach ihrem wichtigsten Fundort als ‚Tanagräerinnen’ bezeichneten Statuetten wurden auch in anderen griechischen Regionen produziert, der Ursprung der Gattung liegt in Athen in der zweiten Hälfte des 4. Jhs v. Chr. Die Werkstätten produzierten für einen großen Markt: So exportierte etwa die in Tanagra selbst zu lokalisierende Werkstatt der Dame mit Sonnenhut ihre Produkte bis nach Kreta. In ihrer äußeren Form lehnen sich die Figuren oft an bekannte Typen der Großplastik an, in diesem Fall an die sog. Große Herkulanerin. Die unplanmäßigen Ausgrabungen in Tanagra erschweren bis zum heutigen Tage die Beantwortung der Frage nach der Funktion dieser Figuren. Ob als Schmuck in Privathäusern, Weihegaben in Heiligtümern und – am häufigsten nachgewiesen – als Beigaben in Gräbern, weist die Angleichung an die Ikonographie von Göttinnen wie Aphrodite und die Musen darauf hin, dass ein Bezug zur sakralen Sphäre intendiert ist, insbesondere im Falle junger Frauen im heiratsfähigen Alter. Die frühere Deutung als ‚bürgerliche’ Genrefiguren rein profaner Natur ist ein Kind des späten 19. Jhs. und längst nicht mehr haltbar. Die Antikensammlung. Altes Museum, Pergamonmuseum 3. Aufl. (2007) S. 109 Nr. 59 (M. Maischberger).
Griechische Terrakotte: Hydrophore
Antikensammlung
Böotische Arbeit in Nachahmung eines attischen Typs.