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Objekttyp: Stickmustertuch
Museum Europäischer Kulturen
Das Stickmustertuch ist datiert: "Anno 1799" Dabei steht die Jahreszahl mit dem Monogramm der Stickerin in einem Medaillon mit zwei Engeln. Das Wort „ANNO“ ist über und unter den Engeln mit Kreuzstichen eingestickt. Auf dem Stickmustertuch befinden sich vorwiegend christliche Motive z. B. Adam und Eva unter dem Apfelbaum im Paradies, Joshua und Caleb und die Kreuzigungsszene, ebenfalls Tiere, Schiffe und Blumen. Alle Motive sind im Kreuzstich auf feinem Leinengewebe ausgeführt.
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Das bräunliche Stramin ist an den beiden Längsseiten mit rotem Band gesäumt. In bunter Wolle zwei verschiedene ABC, Blüten, Kreuz, Vogel, Kranz und die Jahreszahl 1878. Vom Vorbesitzer Großmann: "von fritz aus Prag. 1878 wahrsch. Böhmen"
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Querformat. Zwei verschiedene ABC, Kronen, Ziffern, Denke mein. Andenken. Zahlreiche Blumenvasen, Tiere, Haus, Windmühle, Kreuz, Blumen. Vom Vorbesitzer Großmann: "Friederike Hornemann geb. 1947 angefertigt etwa 1859 wahrscheinlich in Ketzin."
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Sehr viele kleine Darstellungen, Frau am Spinnrocken, Kronleuchter, nacktes Kind auf Stuhl, Hahn, Schrank, Kreuzigung, Blumen, Eckblumen, Knochenmann, zweimal im Kranz: "I C M 1808". Das Tuch ist nicht zu Ende gestickt.
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m oberen Teil des Stickmustertuches befinden sich Muster mehrerer Bordüren und Alphabethe. Im Motivteil sind gängige Motive wie die Kreuzigung Jesu, das Lamm Gottes, der Krebs, das Taubenpaar, der Papagei, die Spinnerin, der Pfau, ein Blumenkorb u.a. abgebildet. Im unteren Teil mittig ist ein Wappen mit Monogramm AMC, CHP und die Jahreszahl 1755 eingestickt. Unten links befindet sich im Ajourstich eine Granatapfelblüte. Das Mustertuch ist unvollendet.
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Das Stickmustertuch ist farbig bestickt mit gängigen Motiven zum Teil aus Sibmachers Musterbuch von 1604 (Pfau mit Rad, Lamm Gottes, Hirsch und Hase, verschiedene Bordüren). Weitere Motive sind der Löwe, der Papagei, das Lebensbaummotiv, der Pfau mit Schweif, der Schwan, der Krebs, ein Chinese u.a. Im unteren Teil befinden sich Muster verschiedener Bordüren und Alphabethe. Das Monogramm enthält die Buchstaben EDG und die Jahreszahl 1744. Der Stickgrund besteht aus Leinengewebe.
Augusta Schmid. 1834.
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Das Stickmustertuch von Augusta Schmid entstand 1834 nach Vorlagen der sogenannten Berliner Wollstickerei (Berlin Wool Work). Im oberen Teil sind mit schwarzer Wolle das Alphabeth mit kleinen und großen Buchstaben im Kreuzstich gestickt, wechselnd mit farbigen Girlanden und einem Rahmen, ebenfalls im Kreuzstich. Im unteren Teil befindet sich zentral eine Landschaft mit Hundemotiv, eingerahmt von 14 Musterentwürfe im Plattstich einer typischen Berliner Wollstickerei. Das Stickmustertuch ist auf eine Unterlage genagelt und in einem Holzrahmen montiert. Die kleinen Nägel verdeckt ein olivgrünes Band. Berliner Wollstickerei – Berlin Wool Work; eine vergessene Technik Nachdem der Kunstverleger A. Phillipson in Berlin 1804 die ersten handkolorierten Mustersammlungen auf gerastertem Papier veröffentlichte, kam es in den kommenden Jahrzehnten zu einer wahren Flut von Erzeugnissen aus farbiger Wollstickerei, die unter dem Begriff „Berlin Wool Work“ in ganz Europa, besonders im viktorianischen England und auch in Übersee bekannt wurden. Ausgehend von Berlin nahmen auch Verlage aus anderen Städten, wie Nürnberg und Wien solche Stickvorlagen in ihr Programm auf. In Berlin waren im Jahr 1840 ungefähr 1200 Heimarbeiterinnen mit dem Kolorieren der Muster beschäftigt. Der großen Vielfalt der Vorlagen entsprachen auch die Produkte. Waren es zuerst vor allem Girlanden und Kränze aus Rosen, Tulpen, Nelken, Vergissmeinnicht und Eichenlaub, die Stühlen, Teppichen, Kissen, Beuteln und anderen Heimtextilien ihr Aussehen verliehen, wechselten die Motive später zu Freundschaftsenblemen, Tempeln, Tieren, Geschichts- und Landschaftsdarstellungen. Durch die große Nachfrage nach Stickmustern konnte sich auch eine breite Begleitindustrie entwickeln. Neben der Entstehung von Wollfärbereien, Kanevasfabriken und Tapisseriemanufakturen in Berlin entstand auch eine Industrie, die farbige Wollgarne in einer breiten Palette herstellte. Immer mehr Arbeiterinnen verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem Sticken, aber auch Frauen aus dem Bürgertum traten für das so genannte „Nadelgeld“ in Konkurrenz zu den Bedürftigen. Mit der industriellen Produktion geriet die Tapisseriestickerei zur Massenware. In den letzten Jahrzehnten des 19.Jh. geriet die Technik, da nicht mehr modisch, in Vergessenheit. Das Museum Europäischer Kulturen bewahrt in seiner Textilsammlung einen großen Bestand an Stickvorlagen und Erzeugnissen dieser textilen Epoche, und möchte mit der kleinen Auswahl in der Vitrine darauf hinweisen.
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Schmales, langes Leinentuch. Alles in Kreuzstich. Auf der oberen Hälfte sind sieben verschiedene Bordüren, zwei ABC und Ziffern in rot und blau. Auf der unteren in den verschiedensten, teilweise verblassten, Farben zahlreiche Kleindarstellungen: Hirsche, Vasen, Herz mit Säge, Störche, Kronen, Lamm Gottes usw.. Im Kranz ist ein Monogramm "EEB 1704". Nach Angaben der 75jährigen Vorbesitzerin stammt das Tuch aus dem Besitz ihrer Mutter, die vor der Ehe in Döbeln, Sachsen, lebte.
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Das fast quadratische Tuch ist an 3 Rändern mit verschiedenen Alphabeten bestickt. Die obere Hälfte des Innenfeldes ist mit blumengefüllten Vasen und Rosetten bestickt. Bei sieben Rosetten ist nur das linke obere Viertel gestickt. Ein Monogramm "IK" "HG" ist in schwarz, eines "NH" in rot gestickt - außerdem die Jahreszahl "1838".
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Das Tuch ist gazeähnlich, aus handgesponnener Wolle. An zwei Seiten Webkanten. Bunte Kreuzstichstickerei. Im Oberstreifen 3 Alphabete, darunter 2 kleine Alphabete und zahlreiche figürliche Darstellungen: In der Mitte von Engeln gehaltenener Kranz mit "I L 1834", Hirsch, Papageien, paarige Vögel, Kronen, Eichkater, Stadttor mit Löwen, zwischen 2 Frauen Herz mit Säge und Anker. Auf dem Herz ebenfalls "I L".
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Ein gelblich weißer Seidenstoff ist mit rohfarbenem Leinenband eingefasst. Stickerei in bunter Seide bzw. Seidenchenille. Dargestellt: Bild mit Haus am Bach, Dorfbild mit Kirche, Hirsch, an der Ausrüstung eines Jägers vorbeispringend, Freundschaftstempelchen, Insekt und Blumenkorb. Alles in farbiger Seide, Flachstich. Zwei Rosenzweige in Chenille.
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Leicht vergilbtes, locker gewebtes Leinen. Keine Buchstaben, nur bildliche Darstellungen. Blütenranken, Blütenborten, Füllhorn, Blumentopf, Landschaften, Monument unter einer Trauerweide u.s.f.. In der Mitte Rosenkranz mit Monogramm "M F 1828". Vorbesitzer: "Maria Fischer, geb. 1818 Brünn" 1828".
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Mehrfarbige Stickerei auf Leinen. "Am oberen Rande: Regina Maria. Aurichen. 1.7.6.9." Die oberen zwei Drittel des Tuches mit kleinformatigen Rosetten, Blütensprossen, bildlichen Darstellungen wie Lamm Gottes, stehende und sitzende Spinnerin (letztere mit tierähnlichem Kopf) Hahn, Eule, Hirsche, Eichhörnchen u.a. In 2 Rahmenrosetten ebenfalls Jahreszahl 1769. Am unteren Rande 2 verschiedene Alphabete, Ziffern und 1769. Bemerkung von Großmann: "Erhalten aus Altenburg (Thür.)."
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Das quadratische Leinengewebe ist mit farbigen Seidengarnen im Kreuzstich völlig bedeckt. Nicht nur christliche Motive zieren den Stickgrund. Neben dem Lebensbaummotiv mit Adam und Eva und Josua und Caleb, sind auch beliebte Motive der Zeit wie Hund, Hirsch, Krebs und Reh, der Papagei auf einem Zweig, Vasen mit Blumen, ein Barockpaar, das Schiff und ein Haus zu finden. Den Rand verzieren verschiedene Bordüren. Oben befindet sich in einem Blütenkranz das Monogramm "ARW anno 1741", darüber das Alphabet mit den Zahlen von eins bis zehn.
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Der unterste Teil mit ABC, Ziffern, schmalen Borten. Oben bildliche Darstellungen, u.a. Schiffe, Spinnerin. Krebs, Schwan, Blumenvasen, Blütensprosse, drei gekrönte Kränze, der mittlere mit Namen "I.F.Schmid". Vorbesitzer: "Aus Altrüdnitz/Neumark. Geschenk einer 71jährigen Dame 1930 Maria Matzdorf, von der Urgroßmutter um 18oo"
Museum Europäischer Kulturen
Vergilbtes, locker gewebtes Leinen ist auf festes Leinen gelegt und mit rotem, zackig gelegtem Band gerahmt. Verteilt mehrere ABC, Monogramme. Oben breite Blütenborte, unten Mitte Blumenarrangement mit Garbe, Sense und Harke. Daneben die Jahreszahl. Vorbesitzer: "Ort und Schule sind nicht mehr zu ermitteln, vermutlich Berlin 1822".
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Schmaler Hohlsaum, zwei verschiedene ABC, "Alles mit Gott so hats keine Not" und Monogramm "E.K. 1897" Vorbesitzer: "Elsbeth Krüger Seminarschule am Lehrerinnenseminar Dresden".
Zum Andenken an die Schulzeit Maria Brehm
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Stickgrund: rohweißes Wollgewebe, Stickmaterial: Seidengarn in grün/gelb/rosa/blau/braun/grau/rot, mit rot/blauer Kordel eingefaßt, mit cremefarbener Seide gefüttert; Darstellung: - Blütenalphabet (BlumenABC), - ein großes und ein kleines Alphabet, 3 verschiedene Kanten, - Einzelmotive: Vase, Wagen, Lyra und Gärtnerinnenmotiv, - Text: "Zum Andenken an die Schulzeit Maria Brehm 1833"
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Leinen, weiß, umlaufender Hohlsaum, Kreuzstichstickerei. Im oberen Drittel 11 Alphabete und 4 Zahlenreihen in Rot. Im Hauptfeld 1 Blütenalphabet (BlumenABC), 1 weiteres Alphabet, Schrift "Verferdigt / im Arbeitshaus / für Freiwillige / von / Juliane Caroline Grohmann", "Leipzig", "1838", eine breite Rosenkante, Stickmaterial im Hauptfeld Seide in Grün, Braun, Blau, Rot.