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Objekttyp: Stoffmalerei
Mandala des Vajrasattva
Museum für Asiatische Kunst
Auf dieser Stoffmalerei ist ein Mandala (tib. kyilkhor) des Vajrasattva dargestellt. Im Zentrum dieses Mandala tanzt der Ur-Buddha (adi-buddha) Vajrasattva in Vereinigung mit seiner Partnerin. Aus ihm heraus emanieren die fünf transzendenten Buddhas, die um das tanzenden Paar herum dargestellt sind. Weitere Kreise zeigen andere Gottheiten, göttliche Musikanten und Tänzerinnen. Das Bild wurde vermutich nur selten herausgeholt und ist deshalb in sehr gutem Zustand. Ein Mandala („Kreis“) stellt für Buddhisten eine Meditationshilfe und den Daseinsbereich einer Gottheit dar, die in der Mitte eines nach kosmologischen Prinzipien aufgebauten Palastes thront. Der Meditierende versucht mittels geistiger Konzentration die äußeren drei Kreise, die Sphären der Reinigung (Körper - Flammenkreis, Wort - vajra-Mauer und Geist-Lotosblütenkranz) zu durchdringen, in den Palast einzutreten, und sich letztendlich mit der im Zentrum sitzenden Initiationsgottheit zu vereinen. SM8HF
Guru Rinpoche "Der Kostbare Lehrer" (Padmasambhava)
Museum für Asiatische Kunst
Ein Thangka (tibetisches Rollbild) mit Darstellung von Padmasambhava (Guru Rinpoche -„der kostbare Lehrer“) Padmasambhava „Der aus dem Lotos Geborene“ oder "Guru Rinpoche", der kostbare Meister, wie ihn die Tibeter nennen, ist der große Heilige, der im 8. Jh. die Lehren des Buddha nach Tibet brachte. Er unterwarf die lokalen Dämonen und Geister und integrierte sie als Schutzgottheiten in das tibetische Pantheon. Mit Padmasambhavas Hilfe wurde im 8. Jh. das erste Kloster (Samye) in Tibet errichtet. Vor Padmasambhavas Wirken in Tibet (8. Jh.) war der Buddhismus nur in den oberen Schichten der tibetischen Gesellschaft verbreitet. Erst durch Padmasambhavas Einbezug lokaler Rituale und Traditionen, sowie der Integration einheimischer Götter und Dämonen als Schutzgottheiten in den Buddhismus, wurde die Lehre auch in Teilen der breiten Bevölkerung akzeptiert. SM8HF
Shakya Gyelpo (Guru Rinpoche als Zweiter Buddha)
Museum für Asiatische Kunst
Ein Thangka (tibetisches Rollbild) mit einer Darstellung von Padmasambhava als „Zweiter Buddha“. Diese Bezeichnung bezieht sich auf sein Wirken zur Verbreitung des Buddhismus in Tibet. Das Bild gehört zu einer Reihe von 8 Thangkas, welche die verschiedenen Aspekte Padmasambhavas darstellen. Hier ist er mit typischen Merkmalen von Shakyamuni ausgestattet, wie gelängte Ohrläppchen und eine Weisheitserhebung (ushnisha) auf dem Kopf. Padmasambhava „Der aus dem Lotos Geborene“ oder "Guru Rinpoche", der kostbare Meister, wie ihn die Tibeter nennen, ist der große Heilige, der im 8. Jh. die Lehren des Buddha nach Tibet brachte. Er unterwarf die lokalen Dämonen und Geister und integrierte sie als Schutzgottheiten in das tibetische Pantheon. Mit Padmasambhavas Hilfe wurde im 8. Jh. das erste Kloster (Samye) in Tibet errichtet. Vor Padmasambhavas Wirken in Tibet (8. Jh.) war der Buddhismus nur in den oberen Schichten der tibetischen Gesellschaft verbreitet. Erst durch Padmasambhavas Einbezug lokaler Rituale und Traditionen, sowie der Integration einheimischer Götter und Dämonen als Schutzgottheiten in den Buddhismus, wurde die Lehre auch in Teilen der breiten Bevölkerung akzeptiert. SM8HF