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Objekttyp: Tür (Architekturelement)
Museum für Islamische Kunst
Einflügelige geschnitzte Holztür. Das breite Türblatt ist reich verziert: Das Zentrum nimmt ein großer, mit acht Rosetten besetzter achtstrahliger Flechtstern in einem Perlkreis ein, dessen Mitte von einer weiteren Rosette betont wird. Der Kreis wird von zwei antithetischen Drachen mit aufgerissenen Mäulern eingefasst, die auf ein kleines Medaillon gerichtet sind, in dem Bearbeitungsspuren darauf schließen lassen, dass dort ursprünglich eine menschliche Büste vorhanden war. Die Drachen haben kleine Flügel und ihre schlangenartigen Leiber sind mehrfach verknotet. In den unteren Zwickeln des Rechteckfeldes stehen zwei nach außen blickende Greife auf einem Fries aus Rundmedaillons, die mit kreuzförmigen Blattmustern gefüllt sind. Schlangendrachen und Greife sind vor dichtem, vegetabilem Flechtdekor wiedergegeben. Den oberen Abschluss des Rechteckfeldes bildet ein Inschriftenfries. In dem spitzbogigen Feld darüber stehen zwei Löwen, deren Köpfe en face wiedergegeben sind, und die ein wappenartig gestaltetes Rankenwerk mit demselben Rundmedaillon wie im unteren Abschlussfries flankieren. Das Mittelbrett aus Flügelnuss ist zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt worden; die Seitenteile sind aus Nussbaum geschnitzt. Die Tür stammt vermutlich aus einem Palast oder sonstigen repräsentativen Gebäude eines Lokalfürsten. Eine sehr ähnliche Tür mit Löwen und Greifen aus der anatolischen Stadt Karaman lässt vermuten, dass auch die Drachentür daher stammen könnte.
Museum für Islamische Kunst
Zweiflügelige geschnitzte Tür aus Nussbaumholz. Beide Türflügel sind oben mit Inschriften und einem geometrischen Flechtwerk in rechteckigen Rahmen verziert. Das Gegenstück zum Inschriftenfries oben bildet unten eine mit Blätterranken besetzte Kassette. Der Flechtdekor setzt sich aus polygonalen Formen zusammen, die jeweils mit durchbrochenen komplexen Blatt- und Blütenformen gefüllt sind. Das Flechtwerk ist so angeordnet, dass sich aus den beiden Türhälften in der Mitte ein zehnstrahliger Stern ergibt, der von einem Kreis aus fünfstrahligen Sternen umgeben ist. Die tief geschnitzte Inschrift befasst sich mit der Vergänglichkeit des Lebens. Den äußeren Rahmen bildet eine schmale Blattranke mit kleinen Blüten und Knospen. Eine aufsteigende Ranke verziert die Schlagleiste. Zudem sind Metallbeschläge aus schmalen Rauten mit Rosetten dazwischen erhalten. Die Tür stammt wie I. 2672 aus der als Mausoleum genutzten Beyhekim-Moschee in Konya; sie befand sich zwischen der Vorhalle und einer der beiden Grabräume. Die Errichtung des Mausoleums wird dem Leibarzt des seldschukischen Fürsten Kilic Arslan IV. (gestorben 1266) zugeschrieben.
Museum für Islamische Kunst
Zweiflügelige geschnitzte Tür aus Nussbaumholz. Beide Türflügel sind mit Inschriften und einem geometrischen Flechtwerk in rechteckigen Rahmen verziert. Der Flechtdekor setzt sich aus polygonalen Formen zusammen, die jeweils mit durchbrochenen, einfacheren und komplexeren Blatt- und Blütenformen gefüllt sind. Die tief geschnitzte Inschrift gibt den Anfang von Sure 9, Vers 18 des Koran wieder. Alle Rechteckfelder werden von einem Rankenfries eingefasst, der aus engen sichelförmigen Blättern sowie kleinen Blatt- und Blütenknospen besteht. Die Tür stammt wie I. 661 aus der als Mausoleum genutzten Beyhekim-Moschee in Konya; sie befand sich zwischen der Vorhalle und einer der beiden Grabräume. Die Errichtung des Mausoleums wird dem Leibarzt des seldschukischen Fürsten Kilic Arslan IV. (gestorben 1266) zugeschrieben.
Museum für Islamische Kunst
Zweiflügelige Tür mit Elfenbein- und Silbereinlagen sowie mit erhaltener Schlagleiste. Beide Flügel sind durch fein geschnitzte Rahmen gegliedert, die jeweils drei rechteckige Kassetten umschließen (die untere rechte fehlt). Auf den Rahmenleisten wechseln sich Vierpassmedaillons mit Tieren und längliche Kartuschen ab, die mit Blütenranken- und Wolkenbändern gefüllt sind. In den Zwickeln befanden sich durchbrochene Einlagen aus Elfenbein, von denen aber nur noch wenige erhalten sind. Die hochrechteckigen mittleren Kassetten waren mit einem Muster aus Flechtsternen verziert; die kleineren Kassetten tragen zweizeilige Inschriften im nastaʿlīq-Duktus. In der oberen wird der Name der Stifterin dieser Tür genannt: Kūlūm Āqā Ḫānim bint Šādī Bīk Warsāq. Gleichberechtigt daneben findet sich der Name des Meisters Ḥabīb Allāh, was auf sein hohes Ansehen deutet. Vermerkt ist auch das Datum 999 H (1590 n.Chr.).