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Objekttyp: Taufkleid
Museum Europäischer Kulturen
Von Hand genähtes, trapezförmiges Tragekleid. Rosagestreifter Baumwollstoff, über und über mit roter Stickerei bedeckt, vorn 2 hellblaue Rosetten, mit Baumwolleinen abgefüttert.Stoffgrund mit feinem weißen Leinen unterlegt und über die geamte Fläche in rot-violottem Seiden- nd Leinengarn bestickt. Stickerei in Stil-, Platt und Knötchenstich ausgeführt. Gesamte Kleid mit einem weißen Schleierleinen abgefüttert und mit einem großen "L" in blauem Kreuzstich versehen. Kanten mit einem schmalen Leinenbändchen eingefasst. Keine Verschlussmöglichkeit (mehr) erkennbar. Vermutliche Zweitverwendung des Materials. Ornamentik der Stickerei, in Flechtbändern, Blumenbouquets, Blüten und Nelken, ist dem Rokoko zuzuordnen. Taufkleid aus Restmaterial eines bestickten Kleidungsstückes aus dem 18. Jahrhundert gefertigt. Verwendung des Kleides als Taufkleid nicht direkt überliefert. Schnittkonstruktion deutet jedoch darauf hin.
Karl Dürr, Berlin
Museum Europäischer Kulturen
Das Taufkleid besteht aus zwei Teilen. Das Unterkleid ist zartrosa, ohne Ärmel und wird oben durch zwei Knöpfe geschlossen. Das Überkleid ist weiß (vergilbt) und ebenfalls ärmellos. An den Kanten und den Ärmelausschnitten ist es durch gleichfarbige Rüschen verziert. Es ist hinten offen und wird durch Bindebänder, die hinten kreuzweise gebunden werden vorn geschlossen. Vorn sind die Bindebänder durch rosa Bänder verlängert. Unter dem Halsausschnitt befinden sich untereinander zwei rosa Blüten. Die Taufe fand im Juli 1962 in der Dannenberger Kirche statt (Dannenberg bei Bad Freienwalde).