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Objekttyp: Teller
Ethnologisches Museum
Teller Blau, türkis, weiß. Angaben von Frau Dina Grigorjewna, Kunst-Museum Taschkent: fraglich, evtl. Rischtan, Ura Tube, Chodjent. Die Tradition, Blumen aus der Erde kommend als Motiv zu nehmen, ist sehr alt, bis zu den Timuriden zu verfolgen. Usbekistan-Katalog S. 334, Abb. 676: Teeschalen und Teller, glasierte Irdenware mit türkisfarbener, kobaldblauer und manganfarbener Malerei unter transparenter Glasur. Rischtan (?), 18./19. Jh. Der Teller mit seiner locker ausgeführten Staude ist iranisch beeinflusst.
Teller mit Küstenlandschaft und Hirten ("Chine de commande")
Kunstgewerbemuseum
Die Tellerfahne ist mit einem an Meißener Porzellane erinnernden Goldspitzendekor sowie blauen und roten Ornamenten dekoriert. In drei Reserven sind purpurfarbene chinesische Landschaften dargestellt. Der Spiegel zeigt eine Küstenlandschaft. Rechts im Vordergrund erscheint eine Landschaft mit Hirten und Schafen sowie einem europäisch gekleideten Aristokratenpaar zwischen Bäumen, dahinter ein Hausgiebel. Im linken Bildfeld eine Bucht mit einem Schiff und zwei kleineren Booten. Im Hintergrund ist eine Felsenlandschaft mit einer chinesischen Stadt mit Pagode dargestellt. Im 17. und 18. Jahrhundert exportierte China große Mengen seines Porzellans nach Europa. Die „Ostindischen Handelskompagnien“ agierten als Vermittler. Geliefert wurden die Porzellane meist an Händler aus Holland, England und anderen Handelsnationen, die sie dann weiter verkauften. Chinesische Maler dekorierten die Porzellane in Werkstätten in der Nähe der Hafenstadt Guangzhou (Kanton). Als Vorlagen dienten oftmals europäische Druckgrafiken. Dabei verbanden sie die ihnen fremden Motive aus Europa mit eigenen Bildvorstellungen. // ClKa
Teller mit Monatsdarstellung: August
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am linken Bildrand, unten mittig die Aufschrift "AOVST". Ernteszene in einer Landschaft, darüber, in einem Wolkenkranz, die Rückenfigur eines knienden Engels, der schon im Kupferstich Delaunes das übliche Sternbild der Jungfrau ersetzt hat. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesitzer, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Flacher Teller mit Arabesken-Dekor
Kunstgewerbemuseum
Teller, scheibenförmig, mit flacher, aus geätzter Form gegossener Reliefverzierung. Am Rande ein breiter Fries mit geometrischen Bandverschlingungen und kleinen Arabeskenranken. In der Mitte eine von einem Blattstab eingefasste Rosette mit ähnlichen Motiven und eine Kanne mit den verbundenen Initialen NH. (Hintze II, Nr. 109 k)
Teller mit Monatsdarstellung: November
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am rechten Bildrand, mittig die Aufschrift "NOVE/ BRE". Ein Schäfer schlägt mit einem Stecken Eicheln von einem Baum herunter, unter dem sich eine Herde von Hausschweinen versammelt hat, eine Frau ist über einem Baumstumpf in Schlaf gesunken. Darüber, in einem Wolkenkranz, das Sternbild des Schützen in Gestalt eines Kentauren. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Womöglich waren seine Kupferstiche, ihre positive Zeichnung des Landlebens, Ausdruck einer (protestantischen) Kritik am Lebensstil des französischen Hofes und am italienischen Einfluß darauf. Der Vorbesitzer, Karl Ferdinand Freidrich von Nagler erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Flacher Teller mit Auferstehung Christi
Kunstgewerbemuseum
Teller mit Verzierung in Reliefguss. Im Boden, eingefasst von einem schmalen Blattstab, die Auferstehung Christi mit der Unterschrift CHRISTVS IST AVF ER STANTEN VO DEN TOTN. Auf dem Rand zwischen Vasen mit Blattranken sieben durch schmale Blattstäbe gebildete Rundmedaillons mit dem hinter dem Doppeladlerwappen thronenden Kaiser und den sechs Kurfürsten, die hinter ihren Wappenschilden stehen. Modell I der drei einander ähnlichen Auferstehungsteller. (Hintze II, Nr. 182 c)
Brotteller mit Motto "Waste not Want not" und Dekorbändern
Kunstgewerbemuseum
Runder Teller, Spiegel in der Mitte mit verschiedenen, in einen Kreis geschlossenen Dekorbändern verziert, von deren äußerem Rand acht radial abstehende Kornähren ausgehen. Der Spiegelrand ist mit einem weiteren Dekorrand abgesetzt. Auf dem Tellerrand ist ein erhabener, umlaufender Schriftzug in gotisierenden Lettern "Waste not Wand not" aufgebracht, dazwischen befinden sich Rosetten. Der Dekor besteht aus drei Keramikfarben: Blau, Beige, Dunkelrot // Augustus Welby Northmore Pugin war Architekt und Gestalter. Er zählt zu den führenden Vertretern der Neogotik in Großbritannien. Ihm ging es um die Wiederbelebung und Neuinterpretation mittelalterlicher Vorbilder. Im Rahmen von Aufträgen für die Ergänzung historischer Fußböden war es in den 1840er-Jahren zur Zusammenarbeit mit der keramischen Manufaktur Minton & Co. in Stoke-on-Trent gekommen. Minton war auf Baukeramik spezialisiert und hatte die mittelalterliche Technik der Einlegearbeit bei Fliesen wieder aufgegriffen ("inlaid / encaustic tiles"). Dabei werden mehrere, verschiedenfarbige Keramikmassen ineinandergefügt. Pugin lieferte Entwürfe für Fliesen, aber auch für diesen Teller, der sich großer Beliebtheit erfreute. Er wurde in drei Farben (wie hier), aber auch in sechs Farben ausgeführt und war erstmals 1849 auf der "Exhibition of British Manufacturers" ausgestellt. Auf der Londoner Weltausstellung 1851 war er in einer weiteren Variante in Majolika zu sehen, ausgestellt in Pugins neumittelalterlichem "Medieval Court". // Das Sprichwort „Waste not, want not“ findet seinen Ursprung im England des 16. Jahrhunderts und ruft moralisierend dazu auf, schonend mit Ressourcen umzugehen. Auf der Fahne eines bürgerlichen Brottellers angebracht, mahnt die Inschrift im Speziellen vor übermäßigem Konsum von Lebensmitteln, um Mangel zu vermeiden und nimmt damit konkret Bezug auf die sog. Hungry Forties in den 1840er Jahren, in denen in England u.a. durch Getreidemissernten starke Nahrungsmittelknappheit herrschte. Weitere Exemplare des Tellers befinden sich im Londoner Victoria & Albert Museum und im New Yorker Metropolitan Museum. // Lit.: Katalog Kunstgewerbemuseum Berlin (Barbara Mundt): Architekten als Designer. Beispiele aus Berlin, Berlin 1998, S. 18, Kat. Nr. 11 // C.Kanowski/A.-K. Illmann
Teller mit Monatsdarstellung: September
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am linken Bildrand, unten Aufschrift "SEPTEMBRE". Bäuerliche Tätigkeiten: Aussaat, Sammeln und Eggen in einer Landschaft, im Himmel darüber, in einem Wolkenkranz, ein Skorpion, eigentlich das Sternbild des Monats Oktober. Die Tierkrieszeichen wurden offensichtlich vertauscht. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesitzer, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Teller mit Monatsdarstellung: Oktober
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am rechten Bildrand, unten rechts Aufschrift "OCTOBRE.". Weinlese in einer Landschaft mit Bäumen und Gebäuden, das Sternbild der Waage, eigentlich das des September, ist fast völlig abgerieben. Womöglich wurde einmal versucht, den Fehler in der Wiedergabe der Tierkreiszeichen zu korrigieren. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesistzer, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Teller mit Monatsdarstellung Mai und dem Wappen Chaspoux de Verneuil
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller. Homogenes, schwarz wirkendes Grundemail, Malerei mit starken Weißhöhungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Details in Gold. Auf der Oberkante des Tellerrandes Wappen der französischen Familie Chaspoux de Verneuil. An der Unterkante im Spiegel die Inschrift "MAY". Auf der Vorderseite Schäferszene in einer Landschaft, darüber in einem Wolkenkranz das Sternbild des Stiers. Auf der Rückseite das Brustbild Kaiser Trajans im Profil mit der Umschrift "TRAIANVS QVATORZIEME AMPEREVR". Die orthographischen Eigenheiten werden mit dem Limousiner Dialekt in Verbindung gebracht, könnten aber auch dem "franco-veneto" entstammen, einem norditalienischen Dialekt, der im frühen 16. Jahrhundert im Einflußbereich Frankreichs gesprochen wurde. Die ikonographische Vorlage für die Monatsdarstellung lieferte die zweite Kupferstichfolge des Etienne Delaune aus dem Jahre 1568. Bei diesem Teller handelt es sich wohl um einen Dessertteller eines mehrteiligen Services, aus dem verschiedene Teile bekannt sind.
Schweizer Wappenteller mit Wilhelm Tell
Kunstgewerbemuseum
Teller mit Verzierung in Reliefguss. In der Mitte der Apfelschuss des Wilhelm Tell. Auf dem Rand die dreizehn Wappen der alten Schweizer Orte mit Namensbeischriften; zwischen den Wappenschilden Fruchtbündel auf gekörntem Grund und drei in die Form geschnittene Marken. Um das Mittelbild und auf der inneren und äußeren Randkante schmale Blattstäbe. (Hintze VII, Nr. 2416)
Flacher Teller mit Erschaffung der Eva
Kunstgewerbemuseum
Teller mit Verzierung in Reliefguss. In der Mitte, eingefasst von einem Blattstab, die Erschaffung der Eva. Auf dem Rand vier langovale Medaillons mit allegorischen Darstellungen der Jahreszeiten; im Medaillon des Frühlings rechts am Sockel die Bezeichnung C E und links neben dem Fuss 1621. Zwischen den Medaillons Maskarons mit Fruchtbündeln, blasenden Putten, Libellen und Rollwerk. An der inneren Randkante ein Blattstab, an der äusseren eine feine Perlenschnur und ein Eierstab. (Hintze II, Nr. 161 l)
Flacher Teller mit Blumenrand
Kunstgewerbemuseum
Teller mit Verzierung in Reliefguss. Auf dem and grosse Blumenzweige auf gekörntem Grund. An der Randkante ein schmaler Blattstab. Der Boden unverziert. (Hintze II, Nr. 313 c)
Teller
Kunstgewerbemuseum
Teller von schmuckloser, glattrandiger Form mit leicht gewulstetem Rand. Auf der Fahne Inschrift etwa halb umlaufend: WILHELM KÖRING REGEDRUT MESGEDE 1736.
Teller mit Monatsdarstellung: April
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am linken Bildrand, unten links Aufschrift "AVRIL". Schäferszene in einer Landschaft. Darüber in einem Wolkenkranz Kopf und Schultern eines lagernden Stieres, Sternbild des Monats April. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- und Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesitzer, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Prunkteller mit Falknerin
Kunstgewerbemuseum
Großer Teller mit flachem Spiegel und niedriger, steiler Wandung, flacher Fahne und gekniffenem Rand. Das Hauptmotiv bildet eine auf einem Pferd reitende Dame in modischer Kleidung mit einem Falken auf der rechten Hand. Im Hintergrund auf einer Wiese ein Baum mit Samenfrüchten. Das Bildfeld ist mit einem braungelben Stab umrandet. Die Fahne des Tellers ist mit einem Rankendekor versehen, darin in vier ovalen Reserven ein wildschweinartiges Fabelwesen mit Horn, zwei Hunde und ein Hase, was zur Jagdmotivik passt. Es handelt sich um eine sehr frühe figürliche Darstellungen auf Majolika. Die klare Trennung zwischen zentralem Bildfeld im Spiegel und den Ranken-/Tiermotiven der Fahne steht exemplarisch für die eigenständige europäische Majolikamalerei, wie sie sich in Montelupo bei Florenz um 1460 entwickelt hat. // Lit.: Tjark Hausmann 1976, Kat. Nr. 83; Kat. KGM 1985, Nr. 54; Kat. Florenz 2002, "Capolavori della Maiolica"..., S. 118ff. // ClKa
Flacher Teller mit Dankopfer des Noah
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller mit Verzierung in Reliefguss. In der Mitte das Dankopfer Noahs mit der Unterschrift NOE + GIENG + AVS + DER + ARCH + GETR + OST + OPFERDT 16 GOTT 19. Auf dem Rand zwischen Vasen und Blumenranken vier langovale Felder mit Szenen aus der Genesis: oben die Erschaffung der Eva, links die Ermahnung vor dem Baum der Erkenntnis, unten der Sündenfall, rechts die Vertreibung aus dem Paradies. Im Feld mit der Erschaffung der Eva die in die Form gechnitzte Meistermarke des Paulus Öham d.Ä. Ein Guss dieses Modells von Hans Spatz II im Kunstgewerbemuseum unter Inv. Nr. O-1969,34. (Hintze II, Nr. 191, 258 a)
Teller mit Monatsdarstellung: Juni
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am rechten Bildrand, unten mittig die Aufschrift "IVING". Schäferszene in einer Landschaft: Schafschur, im Hintergrund Häuser und eine Stadtmauer, darüber in einem Wolkenkranz ein Krebs, Sternbild des Juni. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesitzer, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Flacher Teller mit Genesis-Darstellungen
Kunstgewerbemuseum
Teller, scheibenförmig, mit Verzierung in Reliefguss. Abguss eines Modells von Jacob Koch II (Hintze II, Nr. 149 c). In der Mitte die Halbfigur eines Herrschers oder Propheten mit Unterschrift DRINCK VND IS GOTS NICHT VOR GIS. Auf dem Rand vier Rundmedaillons mit Szenen aus der Genesis:oben Erschaffung der Eva, rechts Ermahnng vor dem Baum der Erkenntnis, unten Sündenfall, links Vertreibung aus dem Paradies. Zwischen den Medaillons weibliche Hermen und Laubranken. (Hintze II, Nr. 210 b)
Teller mit Monatsdarstellung: Februar
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am rechten Bildrand. Auf einer Bodenkachel Aufschrift "IFEVR/IER". Häusliche Szene vor dem Kamin. Darüber, in einem Wolkenkranz, das Sternzeichen der Fische. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesitzer dieser unvollständigen Tellerfolge, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Flacher Teller mit Auferstehung Christi
Kunstgewerbemuseum
Teller mit Verzierung in Reliefguss. In der Mitte, eingefasst von einem schmalen Blattsatab, die Auferstehung Christi. Auf dem Rand, getrennt durch geflügelte Engelsköpfchen, Voluten und Blattornamente auf gekörntem Grund, zwölf hochovale Felder, darin Engel mit den Leidensattributen. An der äusseren Randkante ein schmaler Blattstab. Abuss des Modells Hintze II, Nr. 257 c von Hans Spatz II. (Hintze II, Nr. 312 b)
Teller mit Monatsdarstellung: Januar
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, unbezeichnet. Auf einer Bodenkachel Aufschrift "IANV/IER". Mahlzeit im Innern eines Hauses vor dem Kamin. Darüber, in einem Wolkenkranz, das Sternzeichen des Wassermanns. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesitzer dieser unvollständigen Tellerfolge, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Teller mit Urteil des Paris ("Chine de commande")
Kunstgewerbemuseum
Im 17. und 18. Jahrhundert exportierte China große Mengen seines Porzellans nach Europa. Die „Ostindischen Handelskompagnien“ agierten als Vermittler. Geliefert wurden die Porzellane meist an Händler aus Holland, England und anderen Handelsnationen, die sie dann weiter verkauften. Chinesische Maler dekorierten die Porzellane in Werkstätten in der Nähe der Hafenstadt Kanton (Guangzhou). Dabei verbanden sie die ihnen fremden Motive aus Europa mit eigenen Bildvorstellungen. Dargestellt ist die antike Geschichte des Parisurteils: Paris überreicht den Apfel der in der Mitte stehenden Aphrodite als schönster Göttin. Hera und Athena gehen leer aus. Als Vorlage diente ein Kupferstich, der vermutlich auf ein Gemälde aus dem Umkreis von Jan Brueghel d. J. (1616-1678) zurückging. Die Geschichte war dem chinesischen Maler jedoch fremd. Athena in Rückenansicht schien er wegen ihres Helms für einen Mann gehalten zu haben. Der Apfel wird zu einem undefinierbaren Gegenstand. // ClKa
Flacher Teller mit Dankopfer des Noah
Kunstgewerbemuseum
Teller mit Verzierung in Reliefguss. In der Mitte das Dankopfer Noahs mit der Unterschrift NOE GIENG AVS DER ARCH GEDROS OPERD GOT und Stechermonogramm W*F. Auf dem Rande zwischen Vasen mit Ranken und je zwei kleinen Engelsköpfchen vier langovale Felder mit Szenen aus der Genesis: oben Erschaffung der Eva, rechts Ermahnung, unten Sündenfall, links Vertreibung aus dem Paradieas. (Hintze II, Nr. 154 d)
Teller mit Monatsdarstellung: Mai
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am rechten Bildrand, unten mittig die Aufschrift "MAY". Gartenszene mit musizierenden Frauen, älteren Männern in einem Pavillion und einem Reiterpaar. Darüber in einem Wolkenkranz zwei sitzende Kinder, das Sternbild der Zwillinge. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesitzer, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Teller mit Monatsdarstellung: Dezember
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller, monogrammiert am rechten Bildrand, unten Aufschrift "DECEMBRE". Vor einem Gebäude ein Bauerpaar beim Schweinschlachten , darüber in einem Wolkenkranz das Sternbild des Capricorns. Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet. i. Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Womöglich waren bereits Delaunes Kupferstiche, ihre positive Zeichnung des Landlebens, Ausdruck einer (protestantischen) Kritik am Lebensstil des französischen Hofes und am italienischen Einfluß darauf. Der Vorbesitzer, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt. SN
Müchen - Weltstadt mit Herz - Metropolis with a Heart. 1972.
Museum Europäischer Kulturen
Reliefartige Darstellung der Münchener Frauenkirche, des Rathauses und der St.Peter-Kathedrale. "Frauenkirche" with city hall and cathedral "St. Peter" in Munich. Inschrift auf der Vorderseite des Tellers: Müchen - Weltstadt mit Herz - Metropolis with a Heart. An der Oberseite des Tellers stehend die olympischen Ringe, rechts und links flankiert von den Zahlen 19 bzw. 72. Hergestellt wurde der Teller von der Firma W. Goebel, Bavaria. Er trägt die Nummer L Mün 47.
Durch Not und Tod.
Museum Europäischer Kulturen
Andenken-Teller an den Ersten Weltkrieg. Gedenkorte: Lüttich, Antwerpen, Namur, Tannenberg, Lodz, Longwy, Maubeuge. Motiv: "Deutsche Eiche", Eisernes Kreuz. Zwei Portraits: Ludendorff (links), Hindenburg (rechts).