79 Ergebnisse
Objekttyp: Teller (Gefäßkeramik)
Museum für Islamische Kunst
Teller auf drei Füßen, die als Löwenfiguren gestaltet sind. Im Spiegel drei sitzende Personen unter Ranken. Um den Rand umlaufend ein Buchstabenfries. Außen drei persische Inschriften in Rahmen.
Museum für Islamische Kunst
Der große und sehr schwere Teller ist außen leuchtend blau glasiert, während das Innere in gold- und kupferbrauner Lüstermalerei schimmert. Dafür wurde die Schale bemalt und zweifach gebrannt; vor dem zweiten Brand wurde auf die fertige Glasur eine hauchdünne Mischung mit Metallpartikeln (v.a. Kupferoxide), aufgetragen, die beim Brennen mit wenig Sauerstoff den metallischen Glanz, Lüster, ergaben. Um einen Rand mit Kreissegmenten schließt sich ein konzentrisches Band mit Blattmotiven an. Den gesamten Mittelteil nimmt ein nach links gewandter Adler ein, der so groß wiedergegeben ist, dass er über den Spiegel hinausragt und seine Klauen auf dem Schmuckband stehen (teilweise ergänzt). Um ihn herum sind gegenständige Blätter und geschwungene Blattranken dargestellt, über seinem Kopf ist ein dunkelblauer Glasurtropfen. Den Erwerb der Schale verdankt das Museum dem Mäzen und Kunstförderer Eduard Simon. Der Cousin des sehr berühmten Mäzens der Berliner Museen, James Simon, war selbst kein Sammler islamischer Kunst; er gehörte jedoch von 1913 – 1928 der Sachverständigenkommission des Museums für Islamische Kunst an und ermöglichte den Ankauf mehrerer wichtiger Objekte. Zu diesen gehören u.a. ein kleiner Silberkrug (I. 2210) und eine mit Silber- und Elfenbeineinlagen verzierte Holztür (I. 1383). Im Jahr 1928 verlor er auf Grund der wirtschaftlichen Lage fast sein gesamtes Vermögen; im August 1929 nahm er sich 65jährig das Leben.
Museum für Islamische Kunst
Großer Teller mit galoppierendem Reiter im Spiegel; auf dem schmalen Rand umlaufend eine arabische Inschrift.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit den breiten Rand ausfüllender Inschrift in großen Buchstaben. Etwa ein Drittel ergänzt.
Museum für Islamische Kunst
Großer, etwa zu drei Vierteln erhaltener Teller mit breitem Rand. Im Spiegel erscheint ein durch den Anguss geritztes Quadrat, dessen Ecken durch Palmettblüten betont sind; dazwischen sind baumartige Formen eingeritzt. Der gesamte Grund ist innen und außen mit grünen Tupfen bedeckt; nur der Boden außen blieb unglasiert. Dieser Teller wurde bei den Ausgrabungen in Samarra (Irak) gefunden und belegt, zusammen mit anderen chinesischen Importstücken, den im 9. Jahrhundert florierenden Fernhandel. Chinesisches Porzellan und Keramik waren begehrte Handelswaren; im Gegenzug gelangte unter anderem ʿabbasidisches Glas bis nach China. Lokale Keramikwerkstätten des ʿAbbasidenreiches imitierten die chinesischen Waren und entwickelten neue Techniken und Formen.
Museum für Islamische Kunst
Großer Teller mit geradem gewelltem Rand. Der dichte Dekor zeigt drei sich einander zuwendende Reiter auf galoppierenden Pferden. Unter ihnen ist ein Gewässer mit Fischen zu sehen; um sie herum flattern zahlreiche Vögel, die in spiraligen Ranken wiedergegeben sind. Über ihnen sind zwei fliegende antithetische Genien zu sehen. Alle Figuren sind in reich gemusterte Gewänder gekleidet; auch die Felle der Pferde sowie Sattel- und Zaumzeug sind kleinteilig gemustert. Um den inneren Rand, auf dem oberen Rand sowie unter dem äußeren Rand sind längere persische Inschriften aufgemalt bzw. aus dem Lüsteruntergrund ausgespart. Nach Lesung von Annemarie Schimmel beziehen sie sich teilweise auf das dargestellte Geschehen, nämlich auf Aufbruch und Abschied. Die so genannte Lüstermalerei wurde im 9. Jahrhundert im Irak entwickelt. Dafür wird ein Objekt zweifach glasiert und gebrannt, wobei die zweite Glasur Metalloxide enthält, zum Beispiel Kupferpartikel. Diese verbinden sich beim zweiten Brand mit wenig Sauerstoffzufuhr (reduzierender Brand) mit der Glasoberfläche der ersten Glasur und bewirken so den charakteristischen metallischen Schimmer.
Museum für Islamische Kunst
Flacher Teller mit niedriger Wandung und schmalem Rand; die Bodenfläche füllt eine geschwungene Ranke mit Blüten und Knospen sowie weitere Ranken mit kleinen Blättern und Blüten. Auf der Außenseite sechs Blattornamente zwischen konzentrischen Kreisen.
Museum für Islamische Kunst
Teller; im Spiegel eine hockende Raubkatze, deren Schwanz unter dem linken Hinterbein nach oben gezogen ist; auf dem schmalen Rand fünf Kringel.
Museum für Islamische Kunst
Großer Teller mit der Darstellung eines Paares vor Ranken; die Frau spielt Harfe, der Mann hält einen Becher in seiner Linken, zwischen ihnen befindet sich eine große Pflanze. Um den Innenrand umlaufend eine persische Inschrift: "Es sprach . . . wahrlich ich bin die Rose, die sich schmückt(?) ... In der Zeit der Rosen sind diese Blumen mein Heer und ich ihr Sultan und mein Dorn meine Waffe und mein Blatt die Wange der Schönen, aber in ihrem Gesichtsschleier (sieht man keine Sünde?) ... und er sprach: bei den Menschen habe ich eine Stätte, und ich sage nicht: alle Blumen sind mein Heer und ich bin der edelste und vornehmste Fürst! Denn schon wurde die Stätte des Friedhofs übermächtig und gab uns mehr Trauer und es dauerte lange, und wir ... mit der Absicht, nicht mit dem Körper, das weißt du. So erinnere dich daran und lass die Zwischenzeit der Trägheit." (Lesung A. Schimmel)
Museum für Islamische Kunst
Kleiner Teller mit geschwungenem Rand, so dass die Form an eine geöffnete Blüte erinnert. Die sehr dünne Wandung, die weiße Glasur und die elegante Form weisen auf chinesische Vorbilder der T'ang-Zeit hin.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit schwarzer, blauer und grüner floraler Unterglasurbemalung.. Das Bolus-Rot ist als Schlickerbemalung erhaben aufgetragen. Der Dekor geht von einer zentralen Blüte aus, die von dynamisch geschwungenen Wolkenbändern umfangen wird. Diese wird axialsymmetrisch von fedrigen Blättern, Hyazinthen, Tulpen und Rosettblüten flankiert, die in der Ausrichtung die Rundung des Randes nachzeichnen. Gebrauchskeramiken aus der westanatolischen Stadt Iznik (das antike Nicäa) in der heutigen Türkei gehören zu den bekanntesten Zeugnissen osmanischer Kunst, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auch von Europäern gesammelt werden. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts werden in Iznik verschiedenartige Gefäße mit einem hellen, harten Scherben (Quarzfritte) hergestellt, auf den in unterschiedlichen Farben vor allem florale Dekore aufgetragen und mit einer transparenten farblosen Glasur überzogen wurden. Orientieren sich die frühen Iznik-Waren an chinesischem Blau-Weiß-Porzellan, so nimmt im Laufe des 16. Jahrhunderts die Palette an Farben und Dekoren deutlich zu. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts tritt zu Blau, Grün, Mangan und Schwarz ein charakteristisches, kräftiges Rot (sog. Bolus-Rot), das zumeist als Schlicker aufgetragen wurde und sich plastisch abhebt.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit mehrfarbiger floraler Unterglasurbemalung. Im Spiegel ist eine große Kompositblüte von verschiedenen Zweigen und Ranken umgeben. Außen sind alternierend blaue Blütenköpfe und kleine Pflanzen aufgemalt.
Museum für Islamische Kunst
Großer Teller mit runder Wandung und ebenem, zwölffach geschwungenem Rand, der im Spiegel mit einer Rosette verziert ist; darum sind fünf große Blumenvasen angeordnet. Auf dem inneren Rand verläuft ein Wellenmuster mit kleinen Spiralmustern. Auf der Unterseite fünf kleine Blumensträuße.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit Lüsterbemalung: im Inneren sind verschieden große Blütenstauden verteilt, um den Rand ein Flechtband. Auf der Außenseite sind sechs große, rautenförmige Medaillons aufgemalt mit kleinen Pflanzenmotiven dazwischen.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit blauer und Lüstermalerei im chinesischen Stil (floraler Dekor).
Museum für Islamische Kunst
Großer Teller mit flacher, breiter Wölbung und schmalem Rand, dekoriert mit Blättern und Blüten.
Museum für Islamische Kunst
Großer Teller mit floralem Dekor und persischen Inschriften. Im Spiegel ist eine Staude mit Kompositblüte dargestellt. In der Wandung sind zwei durch Rankenbänder getrennte Friese von acht und zehn Kartuschen mit persischen Versen wiedergegeben. Das Gefäß ist durch eine Inschrift auf [1]108 datiert. Die Teile des Tellers sind alt mit Metallklammern zusammengefügt.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit runder Wandung und floraler schwarzer Bemalung unter dunkelgrüner Glasur: im Spiegel ist eine Palmettblüte zu sehen, umgeben von Blattranken. Auf der Außenseite einfache Ranken.
Museum für Islamische Kunst
Flacher Teller auf Ringfuß aus grauweißem, hart gebranntem Material. Im Spiegel ist über seladonfarbenem Anguss eine Zypresse zwischen Blütendekor wiedergegeben. Darstellungen von Zypressen sind in der osmanischen und safawidischen Kunst beliebt.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit flachen Rand in mehrfarbiger Bemalung unter transparenter farbloser Glasur. Der gesamte Spiegel wird von einer Tierkampfszene zwischen Panther und Stier und floralem Dekor aus Fiederblättern und Blüten gefüllt. Tierkampfszenen sind in der islamischen Kunst weit verbreitet. Häufig ist der Kampf zwischen Löwe und Stier dargestellt, ein Motiv, das sich auch im mittelalterlichen Architekturdekor, insbesondere in der Türkei, Syrien und Nordirak nachweisen lässt. Es lässt sich bis in den vorislamischen Alten Orient zurückverfolgen. Auf diesem Teller ist die Darstellung leicht modifiziert: der Löwe, der den Stier hier von hinten angreift und ihm in den Rücken beißt, ist durch einen Panther ersetzt. Unklar ist, ob mit der Veränderung der Ikonographie auch eine Bedeutungsveränderung einhergeht. Gebrauchskeramiken aus der westanatolischen Stadt Iznik (das antike Nicäa) in der heutigen Türkei gehören zu den bekanntesten Zeugnissen osmanischer Kunst, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auch von Europäern gesammelt werden. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts werden in Iznik verschiedenartige Gefäße mit einem hellen, harten Scherben (Quarzfritte) hergestellt, auf den in unterschiedlichen Farben vor allem florale Dekore aufgetragen und mit einer transparenten farblosen Glasur überzogen wurden. Orientieren sich die frühen Iznik-Waren an chinesischem Blau-Weiß-Porzellan, so nimmt im Laufe des 16. Jahrhunderts die Palette an Farben und Dekoren deutlich zu. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts tritt zu Blau, Grün, Mangan und Schwarz ein charakteristisches, kräftiges Rot (sog. Bolus-Rot), das zumeist als Schlicker aufgetragen wurde und sich plastisch abhebt.
Museum für Islamische Kunst
Flacher Teller mit breitem Rand: Spiegel und Rand sind mit abwechselnd blauen und roten Blüten (Nelken) verziert. Im oberen Teil des Randes befinden sich ein herzförmiges Wappen und die Initialen A T mit einem Kreuz. Diese beziehen sich vermutlich auf den polnischen Gesandten Andrzej Taranowski, der sich 1574 mit Sultan Murad III. zu Friedensverhandlungen traf.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit ebenem Rand, im Spiegel ein nach rechts gewandter Vogel zwischen Fiederblättern und Blüten.
Museum für Islamische Kunst
Großer Teller mit flacher Wandung und ebenem Rand, dekoriert mit Fiederblättern und Blüten; auf der Außenseite kleine Spiralformen und Knospen.
Museum für Islamische Kunst
Teller mit breitem Rand; im Spiegel eine Art Malteserkreuz, auf dem Rand ein Wellenband mit Kreisen.
Museum für Islamische Kunst
Teller der so genannten Sultanabad-Ware mit einem Hasenpaar mit gepunktetem Fell im Spiegel, umgeben von dichtem Blätterwerk; die Innenwandung ist mit 16 vertikalen Elementen dekoriert, abwechselnd mit Lotosblüten und Blütenranken.