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Objekttyp: Tier (Mumie)
Oberteil eines Widderschädels (Mähnenschaf?)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieser Widderschädel stammt entweder aus einem Grab oder aus einer sogenannten Gründungsgrube eines Gebäudes in Ägypten. Dort war es seit frühester Zeit üblich beim Bau eines bedeutenden Bauwerks Tieropfer, Werkzeuge en miniature und andere kleinformatige Objekte in einer Grube niederzulegen. Diese Gruben finden sich häufig unter den Ecken, dem Eingang oder in dessen unmittelbarer Nähe dazu und manchmal auch verteilt unter den Außenmauern. Tieropfer spielten sowohl in der ägyptischen als auch in der nubischen Bestattungskultur eine bedeutende Rolle. In Nubien wurden neben Rindern hauptsächlich Ziegen oder Schafe geopfert, welche sich zumeist in großen Gruppen in unabhängigen Opfergruben, wie zum Beispiel bei der nubischen „C-Gruppen-Kultur“ (ca. 2200-1500 v. Chr.), fanden. In den nahezu zeitgleich zu datierenden Gräbern der Kerma-Kultur jedoch waren Tieropfer ein beständiger Teil der Grabausstattung. Sie lagen in einer Anzahl von bis zu sechs Opfertieren direkt vor dem Bett, auf dem der Verstorbene aufgebahrt war.
Katzenmumie
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Ägypter betrachteten bestimmte Tiere als lebendige Manifestationen eines Gottes. Diese Tiere wurden nach ihrem Tod ordnungsgemäß mumifiziert und für das ewige Leben begraben. Im ersten Jahrtausend v. Chr. wurden viele Tiere, die mit bestimmten Göttern in Verbindung gebracht wurden, speziell in Tempelbezirken als gleichzeitige Avatare dieses Gottes aufgezogen und dann mumifiziert und für das ewige Leben in Katakomben beigesetzt. Katzen waren als heilige Tiere besonders beliebt und stellten die Göttin Bastet dar. Diese Mumie in der Form einer Katze ist in grobe Leinenbinden gewickelt, der Kopf wurde durch die Binden nachgebildet. Die getrocknete Leinenumhüllungen weisen Flecken auf, vermutlich Körperflüssigkeiten der darin enthaltenen organischen Überreste. I. Regulski