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Objekttyp: Tierfigur aus Stein
Ethnologisches Museum
Kleine, zoomorphe Steinskulptur. Die massive Figur scheint einen fliegenden Vogel oder eine schwimmende Schildkröte darzustellen. Das abgebildete Wesen besitzt einen übergroßen Kopf, der direkt an den Schultern ansetzt. Es hat kleine, eingetiefte Augen und einen kurzen, gedrungenen Schnabel. Sein Ober- und Unterkiefer werden durch eine gravierte Linie voneinander getrennt. Die Skulptur besitzt weit ausgebreitete Flügel oder Flossen. Ihre Oberseite wird durch ein graviertes Lineardekor verziert. Auf der konvexen Unterseite des Objekts markieren eingetiefte Linien die Ansatzstellen der Fortbewegungsorgane und des Kopfes. Die gut erhaltene Skulptur besitzt eine geglättete und polierte Oberfläche. Die Form des inventarisierten Objekts erinnert an die tönernen Gefäßflöten der Gruppe Mora Policromo (1350-800d.C.). Soziale Bedeutung: Mason vermutet, daß die meisten Skulpturen der Capelladas-Pacayas-Gruppe Lesefunde sind. Er glaubt, daß ähnlich kleine Steinfiguren bei religiösen Zeremonien verwendet wurden (1945: 271, 280). Ihre einfache Form kann eine besondere kulturelle Tradition oder mangelnde handwerkliche Fertigkeiten anzeigen. Symbolische Bedeutung: die bribrí und cabécar des kostarikanischen Hochlandes glaubten, daß sich ihr Kulturheros sibö in einen Papagay (ara macao) verwandeln könne. Für die panamaischen cuna spielten Vogelfiguren eine wichtige Rolle in Heilgesängen (Wassén 1949: 13 ff.). Auf die semantische Verbindung von Vogel-, Seelen- und Schamanenvorstellungen weisen für die bribrí und cabécar des 20. Jahrhunderts auch Bozzoli de Wille (1982: 53) und Stone (1963: 137) hin. Kulturelle Bedeutung: die Gruppe wurde zuerst von Lehmann (1913) und Mason (1945) beschrieben. Sie umfaßt kleine, massive Skulpturen, die von den Fundorten Capelladas, Pacayas (beide bei Juan Viñas) und San Isidro de Arenilla (bei San José) stammen. Die Objekte stellen zoomorphe und anthropomorphe Wesen dar, die auf einer planen Basis stehen, hocken, knien, sitzen oder liegen. Sie können vogel-, affen-, katzen-, echsen- sowie männer- oder frauenähnliche Gestalten verkörpern. Die Figuren besitzen einen großen, runden Kopf, ein flaches Gesicht und einen breiten, eingetieften Mund. Ihre relativ kurzen Arme und Beine nehmen wenige, standartisierte Haltungen ein. Die Zeitstellung der Gruppe kann nicht zweifelsfrei bestimmt werden, da ihre archäologischen Kontexte unbekannt sind. Die kaum differenzierten Typen scheinen aufgrund ihrer Gestaltung auf die Periode V (1000-500d.C.) zu verweisen. (Künne 2005)
Ethnologisches Museum
Kleine, zoomorphe Steinskulptur. Die säugetierähnliche Figur besitzt einen dünnen, langen Körper, an dem vier kurze, gedrungene Beine ansetzen. Die Hinterläufe und der kurze, aufgestellte Schwanz der Gestalt wurden nur angedeuted. Das Wesen besitzt einen großen, ovaloiden Kopf, der direkt auf seinen Schultern liegt. Das Gesichtsfeld wird durch eine gravierte Linie von den übrigen Kopfpartien abgesetzt. Es zeigt kleine eingetiefte Augen und ein breites graviertes Maul. Die Gestalt scheint zwei lange Ohren zu besitzen, die sie nach hinten legt. Die Oberfläche des gut erhaltenen Objekts ist geglättet. Calvo Mora et al. (1995: 97, no. 82) bilden eine nahezu identische Grünsteinminiatur ab, die sie zwischen 500d.C. und 500a.C. datieren. Soziale Bedeutung: Mason vermutet, daß die meisten Skulpturen der Capelladas-Pacayas-Gruppe Lesefunde sind. Er glaubt, daß ähnlich kleine Steinfiguren bei religiösen Zeremonien verwendet wurden (1945: 271, 280). Ihre einfache Form kann eine besondere kulturelle Tradition oder mangelnde handwerkliche Fertigkeiten anzeigen. Kulturelle Bedeutung: die Gruppe wurde zuerst von Lehmann (1913) und Mason (1945) beschrieben. Sie umfaßt kleine, massive Skulpturen, die von den Fundorten Capelladas, Pacayas (beide bei Juan Viñas) und San Isidro de Arenilla (bei San José) stammen. Die Objekte stellen zoomorphe und anthropomorphe Wesen dar, die auf einer planen Basis stehen, hocken, knien, sitzen oder liegen. Sie können vogel-, affen-, katzen-, echsen- sowie männer- oder frauenähnliche Gestalten verkörpern. Die Figuren besitzen einen großen, runden Kopf, ein flaches Gesicht und einen breiten, eingetieften Mund. Ihre relativ kurzen Arme und Beine nehmen wenige, standartisierte Haltungen ein. Die Zeitstellung der Gruppe kann nicht zweifelsfrei bestimmt werden, da ihre archäologischen Kontexte unbekannt sind. Die kaum differenzierten Typen scheinen aufgrund ihrer Gestaltung auf die Periode V (1000-500d.C.) zu verweisen. (Künne 2005)
Ethnologisches Museum
Sehr kleine, zoomorphe Steinskulptur. Das stehende, säugetierähnliche Objekt besitzt einen gedrungenen Körpers, an dem vier kurze Beine ansetzen. Auf dem Rücken der Gestalt befinden sich zwei runde Eintiefungen, die von einem Steinbohrer stammen. Das Wesen hat einen vorgestreckten, kugelförmigen Kopf, der direkt auf den Schultern ansetzt. Es besitzt zwei kleine, eingetiefte Augen und ein breites, halb geöffnetes Maul. Sein langer Schwanz hängt schlaff zwischen den Hinterläufen herab. Kopf und Unterleib der unvollendeten Skulptur sind geglättet. Soziale Bedeutung: Mason vermutet, daß die meisten Skulpturen der Capelladas-Pacayas-Gruppe Lesefunde sind. Er glaubt, daß ähnlich kleine Steinfiguren bei religiösen Zeremonien verwendet wurden (1945: 271, 280). Ihre einfache Form kann eine besondere kulturelle Tradition oder mangelnde handwerkliche Fertigkeiten anzeigen. Kulturelle Bedeutung: die Gruppe wurde zuerst von Lehmann (1913) und Mason (1945) beschrieben. Sie umfaßt kleine, massive Skulpturen, die von den Fundorten Capelladas, Pacayas (beide bei Juan Viñas) und San Isidro de Arenilla (bei San José) stammen. Die Objekte stellen zoomorphe und anthropomorphe Wesen dar, die auf einer planen Basis stehen, hocken, knien, sitzen oder liegen. Sie können vogel-, affen-, katzen-, echsen- sowie männer- oder frauenähnliche Gestalten verkörpern. Die Figuren besitzen einen großen, runden Kopf, ein flaches Gesicht und einen breiten, eingetieften Mund. Ihre relativ kurzen Arme und Beine nehmen wenige, standartisierte Haltungen ein. Die Zeitstellung der Gruppe kann nicht zweifelsfrei bestimmt werden, da ihre archäologischen Kontexte unbekannt sind. Die kaum differenzierten Typen scheinen aufgrund ihrer Gestaltung auf die Periode V (1000-500d.C.) zu verweisen. (Künne 2005)
Ethnologisches Museum
Kleine, zoomorphe Steinskulptur. Die massive, bimorphe Figur hat einen langen, echsenähnlichen Körper, der auf vier abgeflachten Beinstümpfen ruht. Das dargestellte Wesen besitzt einen vorgestreckten, katzenähnlichen Kopf, der direkt auf den Schultern ansetzt. Die Skulptur hat ein breites, geschlossenes Maul und kleine, runde Augen. Ihr langer, dünner Schwanz liegt auf dem Rücken. Das leicht erodierte Objekt besitzt eine plane Basis, die zur Aufstellung dient. Die inventarisierte Figur stellt wahrscheinlich ein mythisches Wesen dar. Soziale Bedeutung: Mason vermutet, daß die meisten Skulpturen der Capelladas-Pacayas-Gruppe Lesefunde sind. Er glaubt, daß ähnlich kleine Steinfiguren bei religiösen Zeremonien verwendet wurden (1945: 271, 280). Ihre einfache Form kann eine besondere kulturelle Tradition oder mangelnde handwerkliche Fertigkeiten anzeigen. Kulturelle Bedeutung: die Gruppe wurde zuerst von Lehmann (1913) und Mason (1945) beschrieben. Sie umfaßt kleine, massive Skulpturen, die von den Fundorten Capelladas, Pacayas (beide bei Juan Viñas) und San Isidro de Arenilla (bei San José) stammen. Die Objekte stellen zoomorphe und anthropomorphe Wesen dar, die auf einer planen Basis stehen, hocken, knien, sitzen oder liegen. Sie können vogel-, affen-, katzen-, echsen- sowie männer- oder frauenähnliche Gestalten verkörpern. Die Figuren besitzen einen großen, runden Kopf, ein flaches Gesicht und einen breiten, eingetieften Mund. Ihre relativ kurzen Arme und Beine nehmen wenige, standartisierte Haltungen ein. Die Zeitstellung der Gruppe kann nicht zweifelsfrei bestimmt werden, da ihre archäologischen Kontexte unbekannt sind. Die kaum differenzierten Typen scheinen aufgrund ihrer Gestaltung auf die Periode V (1000-500d.C.) zu verweisen. (Künne 2005)
Ethnologisches Museum
Sehr große, zoomorphe Steinskulptur. Das liegende, katzenähnliche Wesen besitzt einen großen, kugelförmigen Kopf, der direkt mit den Schultern verbunden ist. Die Gestalt hat kleine, knubbenförmige Ohren, runde, eingetiefte Augen und einen breiten, geschlossenen Mund. Ihr langer, dünner Schwanz liegt auf dem Rücken. Die kurzen, gedrungenen Beine der Figur sind angewinkelt. Die Oberfläche der gut erhaltenen Skulptur ist geglättet und leicht poliert. Das Objekt verfügt über eine abgeflachte Basis, die zur Aufstellung dient. Das inventarisierte Wesen ist auf wenige, diagnostische Elemente reduziert worden. Es besitzt keine individualisierenden Attribute. Soziale Bedeutung: Mason (1945: 280) vermutet, daß die meisten Skulpturen der Capelladas-Pacayas-Gruppe Lesefunde sind. Ihre einfache Form kann eine besondere kulturelle Tradition oder mangelnde handwerkliche Fertigkeiten anzeigen. Symbolische Bedeutung: raubkatzenähnliche Darstellungen sind in Mesoamerika seit dem Olmekischen Horizont (1200-300a.C.) bekannt. Nach Seler (1902-03: 115f., 172) galten jaguarähnliche Wesen (ocelotl) im zentralmexikanischen Hochland als Unterweltdämonen, die danach trachteten die Tagessonne zu verschlingen. In der tradierten Mythologie des südlichen Zentralamerika treten katzenähnliche Gestalten als Akteure der Dunkelheit auf (Salazar 1980: 22; Stone 1962: 173). Sie besitzen verschlingende Qualitäten und werden mit Feuer, Wasser und Steinen assoziiert (Bozzoli de Wille 1979). Die bimorphe Qualität vieler Feliden scheint mit dem Konzept ritueller Verwandlung verbunden zu sein. Kulturelle Bedeutung: die Gruppe wurde zuerst von Lehmann (1913) und Mason (1945) beschrieben. Sie umfaßt kleine, massive Skulpturen, die von den Fundorten Capelladas, Pacayas (beide bei Juan Viñas) und San Isidro de Arenilla (bei San José) stammen. Die Objekte stellen zoomorphe und anthropomorphe Wesen dar, die auf einer planen Basis stehen, hocken, knien, sitzen oder liegen. Sie können vogel-, affen-, katzen-, echsen- sowie männer- oder frauenähnliche Gestalten verkörpern. Die Figuren besitzen einen großen, runden Kopf, ein flaches Gesicht und einen breiten, eingetieften Mund. Ihre relativ kurzen Arme und Beine nehmen wenige, standartisierte Haltungen ein. Die Zeitstellung der Gruppe kann nicht zweifelsfrei bestimmt werden, da ihre archäologischen Kontexte unbekannt sind. Die kaum differenzierten Typen scheinen aufgrund ihrer Gestaltung auf die Periode V (1000-500d.C.) zu verweisen. (Künne 2005)
Ethnologisches Museum
Tiefe, vierbeinige Steinschale. Das skulpturierte Objekt stellt eine stehende Raubkatze dar, deren Rumpf als Behälter gestaltet wurde. Auf der Außenseite der Schalenwand befinden sich zwei umlaufende, gravierte Friese. Das hochständige Panel zeigt zwei Bänder, die ineinander verschlungen sind (Guilloche-Motiv). Der tiefständige Fries bildet mehrere, horizontale Wellenlinien ab. An der Nahtstelle beider Panele setzt ein mittelständiges Kopfprotomen an. Es hat zwei kleine aufgestellte Ohren, runde Augen, verzierte Schläfen und ein halb geöffnetes Maul. Das plastisch dargestellte Wesen besitzt einen gekrümmten Schwanz, der mit geometrischen Gravuren versehen wurde. Er bildet einen großen, vertikalen Rundhenkel, der sich unterhalb des Schalenbodens bis zur Ansatzstelle des gegenständigen Kopfprotomens verlängert. Die vier tiefständigen Beine des gut erhaltenen Objekts besitzen gravierte, geometrische Verzierungen. An der linken Schalenwand befindet sich eine große Fehlstelle. Die beinständigen Gravuren scheinen die Verzierungen der Schalenwand zu imitieren. Symbolische Bedeutung: das Guilloche-Motiv gilt in der Keramik der Region Gran Nicoya als diagnostischer Anzeiger für die späte Phase des Policromo Medio (1350-800d.C.) Es wird häufig (Ferrero 1975: 405) als zwei Schlangenleiber interpretiert, die ineinander verschlungen sind. Dasselbe Dekor kann aber auch Textil oder Flechtwerk symbolisieren. Kulturelle Bedeutung: ähnliche Objekte treten in der Region Gran Nicoya und im Zentralen Hochland von Costa Rica auch als Keramiken auf. Sie gehören in der Regel zum Formeninventar der Gruppe Birmania Policromo (1350-1000d.C.). (Künne 2005)
Ethnologisches Museum
Karteikarte: Tierfigur aus Stein: Jaguar(?), kniend, linker "Arm" und Schwanz abgebrochen, dgl. Teil des rechten "Arms", beide "Arme" waren wohl hinter dem Kopf aufrecht skulptiert, aus blasiger Lava.
"Vogel"
Ethnologisches Museum
Karteikarte: Vogel aus Stein: bräunlich, gut gearbeitet, unrealistisch dicke Beine, sitzend; gebogener Schnabel, auf dem Kopf ovale und scheibenartige "Haube", vorspringende runde Augen