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Objekttyp: Tintenfass
Ethnologisches Museum
Vasenartiges Gefäß mit abgeflachtem Rand, auf 4 Beinen. Verziert mit ringartigen Wülsten am unteren Vasenhals und an den Beinansätzen, tauschierten Blumen am Hals und 8-zackigen Sternformen am Gefäßbauch. Anm.: Ein Beinansatz mit Loch, Bein wurde wahrscheinlich ersetzt. Am Vasenhals ein kleines Loch. Vgl. Schinkgefäße aus Afghanistan/Wichers.
Ethnologisches Museum
Kette wie bisher angegeben nicht vorhanden. Zink, mit Messingverzierungen an den Enden des Behälters und am Tintenfass. An der grünen Seidenschnur ein zerbrochenes Stückchen Bein-Dreipass. Nach Vorlage des Fotos bezeichnete Herr Prof. Özbel, Istanbul, dieses Stück als "Divit" aus Mittelanatolien, aus dem 18.-19. Jh. Er sah es als besonders interessant an, weil die Schreibhülle keinen Deckel, sondern einen Stopfen hat.
Sinnende Frau
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die unbekleidete Frau mit antikisierend hoch gestecktem Haar hat den rechten Arm gelassen auf einen verdorrten Baumstumpf gelegt. Gedankenversunken stützt sie mit der Rechten den zur Seite geneigten Kopf, während sie mit der Linken ein Gefäß in der Form eines antiken Pithos vorweist, das der Aufnahme von Tinte diente. Das angewinkelte Bein ruht auf einem Totenschädel, in dessen Nähe sich auch ein linkisch aufblickender Drache bewegt. Das Bildwerk enthält somit deutliche Verweise auf die ›Vanitas‹, die vergängliche Eitelkeit menschlichen Seins. Der Benutzer des Tintenfasses, dessen Blick die jugendliche Schönheit beim Sinnen über die rechte Formulierung gestreift haben mag, wurde auf diese Weise dazu aufgefordert, seine Arbeit im Bewusstsein des Vergehens von Zeit und Leben zu verfassen.