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Objekttyp: Tonpfeife (fragmentiert)
Ethnologisches Museum
IV Ca 2621m Fragment einer Geräuschpfeife (Tubus abgebrochen). Grauer Scherben, Reste von roter Bemalung. Späte Postklassik (ca. 1350-5121 n. Chr.). Herkunft Hochtal von Mexiko. Sammlung Uhde. Geräuschpfeifen des gleichen Typs wurden in Quetzalcoatl geweihten Opferdepots von Tlatelolco, Mexiko-Stadt, aufgefunden. Die Instrumente wurden auch in das Endstück der Griffs aztekischer Räucherkellen eingebaut, die Xiuhcoatl („Feuerschlange“) symbolisieren. Das Windgeräusch, das sie produzieren, wurde möglicherweise mit den kalten Obsidianmesser-Winden der Unterwelt in Verbindung gebracht. Neben Totenschädeln (Mictlantecuhtli?) sind in diesen Instrumenten auch Eulen dargestellt, die als Nachttiere ebenfalls mit der Unterwelt assoziiert waren. (Adje Both, 2004)
Vogelgestalt
Ethnologisches Museum
Kleine, zoomorphe Gefäßflöte mit aufgeblähtem Resonanzkörper und zwei massiven Füßen. Die Keramik besitzt vier Grifflöcher und ein kurzes, konisches Mundstück. Am Kinn des dargestellten Wesens befindet sich eine bandförmige Öse, die wahrscheinlich zur Aufhängung diente. Das Instrument wurde geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und leicht poliert. Grundierung und Bemalung sind leicht erodiert. Das Objekt besitzt eine Fraktur und mehrere kleine Abplatzungen. Die Keramik besitzt eine hellbraune Grundfarbe, die rot und schwarz-braun bemalt wurde. Die Objektform erinnert an ein avimorphes Wesen. Auf seinem Rücken befindet sich ein rechteckiges Bildfeld, das schraffierte, schwarz-braune Dreiecke zeigt. Sie scheinen die Strukturen von Textil- oder Flechtwerk zu imitieren. Das Bildfeld wird von breiten, roten Linien begrenzt. Das Mundstück ist rot bemalt. Die Unterseite des Objekts blieb unverziert. Nach Lothrop 1926: highland polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: die Keramik der Mora Gruppe wurde im Nordwesten von Costa Rica hergestellt und nach dem Zentralen Hochland und der Atlantikregion des Landes gehandelt. Sie verwendet darstellerische Elemente (sitzende anthropomorphe Figuren mit Kopfschmuck, Matten-Motiv, Kan-Kreuz), die auch aus der Maya-Keramik (Copador-Gruppe) des Clásico Tardío (900-600d.C.) bekannt sind. Die Variante ist mit den Gruppen Gillén Negro sobre café claro (1350-1000d.C.) und Palmira Policromo (1350-1000d.C.) verwandt. (Künne 2004)
Vogelgestalt
Ethnologisches Museum
Sehr kleine, zoomorphe Gefäßflöte mit aufgeblähtem Resonanzkörper und zwei massiven Füßen. Am Körper befinden sich zwei Grifflöcher und ein kurzes, konisches Mundstück. Das Instrument wurde geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und leicht poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Der Kopf des dargestelleten Wesens ist fragmentiert. Die Keramik besitzt eine hellbraune Grundfarbe, die rot und schwarz-braun bemalt wurde. Die Objektform erinnert an ein avimorphes Wesen. Auf seinem Rücken befindet sich ein rechteckiges Bildfeld, das schraffierte, schwarz-braune Dreiecke zeigt. Sie scheinen die Strukturen von Textil- oder Flechtwerk zu imitieren. Das Bildfeld wird von breiten, roten Linien begrenzt. Das Mundstück ist rot bemalt. Die Unterseite des Objekts blieb unverziert. Nach Lothrop 1926: highland polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: die Keramik der Mora Gruppe wurde im Nordwesten von Costa Rica hergestellt und nach dem Zentralen Hochland und der Atlantikregion des Landes gehandelt. Sie verwendet darstellerische Elemente (sitzende anthropomorphe Figuren mit Kopfschmuck, Matten-Motiv, Kan-Kreuz), die auch aus der Maya-Keramik (Copador-Gruppe) des Clásico Tardío (900-600d.C.) bekannt sind. Die Variante ist mit den Gruppen Gillén Negro sobre café claro (1350-1000d.C.) und Palmira Policromo (1350-1000d.C.) verwandt. (Künne 2004)
Ethnologisches Museum
Fragment einer Geräuschpfeife (Tubus abgebrochen). Grauer Scherben. Späte Postklassik (ca. 1350-5121 n. Chr.). Herkunft Hochtal von Mexiko. Sammlung Uhde. Geräuschpfeifen des gleichen Typs wurden in Quetzalcoatl geweihten Opferdepots von Tlatelolco, Mexiko-Stadt, aufgefunden. Die Instrumente wurden auch in das Endstück der Griffe aztekischer Räucherkellen eingebaut, die Xiuhcoatl („Feuerschlange“) symbolisieren. Das Windgeräusch, das auf ihnen produziert werden kann, wurde möglicherweise mit den kalten Obsidianmesser-Winden der Unterwelt in Verbindung gebracht. Neben Totenschädeln (Mictlantecuhtli?) sind in diesen Instrumenten auch Eulen dargestellt, mit der Unterwelt assoziierte Nachttiere. Bei diesem Fragment ist der Totenschädel plastisch gut herausgearbeitet. Am Hinterkopf befindet sich eine Vorrichtung zur Befestigung einer Halsschnur. (Adje Both, 2004)