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Objekttyp: Trinkhorn
sog. Greifenklaue
Kunstgewerbemuseum
Eine aufwändige Montierung aus vergoldetem Kupfer verwandelt das Horn eines Wisents in ein ebenso funktionales wie imposantes Trinkgefäß. Die becherförmige Mündung, zwei das Horn umfassende Manschetten sowie die Einfassung der Spitze mit dem bekrönenden Abschluss in Form einer von Eichblättern getragenen Eichel sind durch zwölf Scharnierspangen untereinander verbunden. An den Manschetten setzen ein kleiner Sockel und zwei schlanke zoomorphe Stützfüße an, die dem Gefäß einen sicheren Stand verleihen. Unterhalb der Lippe erscheint vor schraffiertem Untergrund in spätgotischen Minuskeln die Inschrift „melchior baltasar caspar“. Sie ermöglicht die Identifikation dieses Trinkhorns mit jenem „Horn von den heiligen 3 Königen“ , das in dem 1665 durch Johann Gregor Memhardt (1607–1678) erstellten Inventar der kurfürstlichen Kunstkammer in Berlin erwähnt ist. Damit zählt das Horn zu den wenigen erhaltenen Werken, die bereits seit dieser Zeit im Bestand der Kunstkammer der Hohenzollern nachzuweisen sind. Eine mit dem Berliner Trinkhorn eng verwandte Greifenklaue befindet sich in der Sammlung der Abegg-Stiftung in Riggisberg. Wie beim Berliner Exemplar erscheinen die Namen der Heiligen Drei Könige in großen Buchstaben als Umschrift an der Mündung. Die Konstruktion der Montierung gleicht jener am Horn des Kunstgewerbemuseums ebenfalls, jedoch ist hier der Beschlag der Spitze in Verlust geraten. 1689 vermerkte ein Eintrag im Berliner Kunstkammer-Inventar, das „Horn von den heil. 3 Königen, worin sie Weihrauch und Myrrhen, nebst einer Schaale, worin sie Gold geopfert haben sollen […] kommt aus einem Kloster in Ungarn“. Dagegen wird das Trinkhorn der Berliner Kunstkammer in einer bislang in diesem Zusammenhang unbeachtet gebliebenen Erwähnung im Thesaurus Brandenburgicus 1696 ausdrücklich als das „dänische Horn“ (lat. cornu Danicum) bezeichnet. Diese Lokalisierung legt auch die seitlich in das Horn geritzt Inschrift „JOCHUMUS DANNEWOLLT 1564“ nahe, die vielleicht auf den damaligen Besitzer des Gefäßes verweist. LL
Horn
Kunstgewerbemuseum
Das Büffelhorn besitzt drei Beschläge aus poliertem Messing. Am Mündungsbeschlag erscheint zwischen zwei schlichten Doppelprofilen vor schraffiertem Hintergrund in spätgotischer Zierminuskel die Inschrift "•veni•san(c)tus•spiri(t)us" (Komm, Heiliger Geist). Die Mittelmanschette zeigt ein Wellenrankenornament. Die Hornspitze ist durch eine geschlossene, in einem Knauf endende Hülse gefasst. An der Wandung erscheint zwischen schlichten Strichornamenten der gravierte Kopf eines Königs, darunter die schwer zu deutende Inschrift "•c•l•u•fini". Das Gefäß zählt zu der Gruppe schlichter Trinkhörner ohne Füße oder Ständer und ohne verbindende Spangen zwischen den Beschlägen. Wichtigstes Indiz für die Entstehung der Beschläge in der Mitte des 15. Jahrhunderts ist die charakteristische Form der von zwei Bändern gleichsam "durchflochtenen" Inschrift. LL
Ethnologisches Museum
Geschichte der Flasche (vgl. Aktenvorgang E.1126/1868, Bl. 5 (Stumm) und Aktenvorgang E 954/1868): "Das vorliegende Trinkhorn wude von mir (Stumm, A. d. V.) während des Sturmes und der Einnahme von Magdala durch die Engländer am 13. April 1868, im Zelte des Kaisers Theodoros von Abyssinien aufgefunden, ... Als einer der ersten, welche die Umzäunung der Festung, in der sich Theodors mit 19 Begleitern eingeschlossen hatte, überkletterten und in dieselbe eindrangen fand ich die Leiche des Kaisers, augenscheinlich kaum wenige Augenblicke, nachdem Theodoros sich durch einen Pistolenschuß das Leben genommen hatte, nicht weit von dem Eingang des Zeltes liegen, das sich durch Größe und Pracht sofort als das des Kaisers erkennen ließ. Ein Diwan und eine Menge übereinander gehäufter Decken nahmen das Innere ein, und auf erterem lag das genannte Trinkhorn, noch halb mit Araki gefüllt, augenscheinlich das letzte Gebrauchsstück des durch seine Trunksucht bekannten Kaisers. - Der Verschluss des Trinkhorns bestand aus einem Holzstöpsel mit Messingknopf, welcher letztere wärend des Transports nach der Küste verloren ging, und von mir später in Deutschland, der ursprünglichen Form entsprechend in ... (unleserlich) Silber restauriert wurde." Florenz den 1. Dezember 1868. Gez. Stumm, Second-Lieutnant à la suite des Hannoverschen Husaren-Regiments Nr. 15. (Brief an Wilhelm I. von Preußen). Das Trinkorn, Geschenk Stumms an den preußischen König, wurde der ethnolog. Sammlung übergeben. (Vgl. AKt. 954/68): "... von dem Gefährten des Rohlfs, dem Lieutnant Stumm, ...: ein Trinkhorn von Büffelhorn mit Lederüberzug, welches an dem aus Metall gefertigtem Mundstück die Inschrift : "Trinkhorn des Kaisers Theodoros von Abissinien - Magdala 13. April 1868," trägt und mit einem Pfropfen von Holz mit metallener Kugel versehen ist. Mit Rücksicht darauf, dass diese Gegenstände auch für das größere Publikum von Interesse sind, haben Seine Majestät der König beschlossen, dieselben - vorbehaltlich Allerhöchst ihres Eigentumsreich - der ethnographischen Sammlung der Museen zu überweisen. ..." (Brief des Geheim Kabinets-Rathes von Mühler an den Generaldirektor der Kgl. Museen, Dr. von Olfers.) Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Trinkhorn von Büffelhorn mit Lederbezug. Mundstück aus Metall mit Inschrift: 'Trinkhorn des Kaisers Theodors von Abessinien' L: 62 cm, Abessinien". [SM8HF]
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornmündungsbeschlag, U-förmiger Querschnitt, offene Enden, durch klammerartigen Beschlag mit 1 Niet zusammengehalten. Erhaltung: Bronzepatina, verbogen. Objektgeschichte: unbekannt. Kontext: unbekannt
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornmündungsbeschlag, runder, nach unten offener Querschnitt, offene Enden, Hornreste. Erhaltung: Bronzepatina, Oberfläche beschädigt, Beschlag fehlt, Hornreste. Objektgeschichte: unbekannt. Kontext: unbekannt
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornmündungsbeschlag, runder, nach unten offener Querschnitt, offene Enden durch klammerartigen Beschlag zusammengehalten, Hornreste. Erhaltung: Bronzepatina, Hornreste. Objektgeschichte: unbekannt. Kontext: unbekannt
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornmündungsbeschlag, runder, nach unten offener Querschnitt, offene Enden, größere Hornreste. Erhaltung: 2 Fragmente, Bronzepatina, größere Hornreste. Objektgeschichte: unbekannt. Kontext: unbekannt
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornmündungsbeschlag, runder, nach unten offener Querschnitt, offene Enden, Hornreste. Erhaltung: Bronzepatina, Beschlag fehlt, Hornreste. Objektgeschichte: unbekannt. Kontext: unbekannt
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornmündungsbeschlag, runder, nach unten offener Querschnitt, offene Enden. Erhaltung: Bronzepatina, Beschlag fehlt, beschädigt. Objektgeschichte: unbekannt. Kontext: unbekannt
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, U-förmiger Querschnitt, mit erhaltenen Hornresten; beschädigt, Hornreste erhalten. Kontext: Gräberfeld, Grab 91, Grabungskampagne 1911
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, U-förmiger Querschnitt; beschädigt. Kontext: Gräberfeld, Grab 91, Grabungskampagne 1911
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, U-förmiger Querschnitt, mit erhaltenen Hornresten; 2 Bronzefragmente, Horn erhalten. Kontext: Gräberfeld, Grab 177, Grabungskampagne 1912
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, rund, im Querschnitt U-förmig, im Beschlag haben sich Hornreste erhalten; 2 Bronzefragmente mit Hornresten. Kontext: Gräberfeld, Grab 34, Fundkomplex g
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, U-förmiger, an der Oberseite facettierter Querschnitt, an einer Stelle offen, auf dem Randbeschlag sitzt klammerartiger Beschlag mit Verzierung in Form senkrechter Strichgruppen, Beschlag wurde unten von zwei Nieten zusammen gehalten, im Randbeschlag noch Hornreste; vollständig, Hornreste erhalten. Kontext: Gräberfeld, Streufunde bei Gräbern 115/133, Grabungskampagne 1911
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, U-förmiger, an der Oberseite facettierter Querschnitt, an einer Stelle offen, an diesen Enden senkrechte Strichverzierung, Facettierung des runden Beschlages wird durch entsprechende eingravierte Linien unterstützt, ursprünglich an zwei Stellen des Beschlages klammerartige Ösen, die unten zusammengenietet sind, mit erhaltenen Hornresten; Bronze vollständig, Horn erhalten. Kontext: Gräberfeld, Grab 224, Grabungskampagne 1913
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Fragment Trinkhornbeschlag (?), U-förmiger Querschnitt; Fragment. Kontext: Gräberfeld, Fundkomplex/Grab 52 (Pappe)
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, fast runder Querschnitt, Ansatz des Horns vollständig erhalten; Bronzering vollständig, Horn erhalten. Kontext: Gräberfeld, Grab 152, Grabungskampagne 1912
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Fragment eines Trinkhornbeschlages (?); Fragment. Kontext: Gräberfeld, Streufund
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, U-förmiger Querschnitt; nur zur Hälfte erhalten. Kontext: Gräberfeld, Grab 65
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, rund, im Querschnitt U-förmig, im Beschlag haben sich eine geflochtene Kordel und Hornreste erhalten; 5 Fragmente, im Bronzebeschlag Reste einer Kordel aus Schnur (Textil) und vom Horn. Kontext: Gräberfeld, Grab 23, Fundkomplex a
Trinkhornbeschlag
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Trinkhornbeschlag, U-förmiger Querschnitt, mit erhaltenen Hornresten; Bronze beschädigt, Hornreste erhalten. Kontext: Gräberfeld, Grab 174, Grabungskampagne 1912