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Objekttyp: Turkmenen-Teppich (Knüpfteppich)
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener sogenannter Turkmenenteppich. Der rotgrundige Teppich zeigt ein Rautenmotiv, das sich wiederholt über den ganzen Teppich erstreckt. Jede Raute beinhaltet vier stilisierte rote Blüten auf dunklem Grund und ist von zwei Bordüren umgeben, die ebenfalls stilisierte Blüten aufweisen, einmal auf einem blauen und einmal auf einem roten Grund. Die geometrisch angeordnete Komposition ist von zwei Bordüren umrahmt, die ebenfalls mit Blüten verziert sind, wobei der Begleitstreifen Oktagone aufweist. Reste der Kelimkante sind auf einer der Schmalseiten erhalten. Diese Art von Teppichen wurde von nomadischen oder halbnomadischen Stämmen hergestellt und war für den Eigenbedarf bestimmt.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Tekke-Teppich, benannt nach dem Stamm, der ihn herstellte. Auf einem, für Turkmenen-Teppiche typischen roten Grund in neun Reihen, je vier nebeneinander gereihte, achtpassförmige Motive zu erkennen, die als Göls bezeichnet werden. Weitere kleinere kreuzförmige Göls sind in den Zwischenräumen zu sehen. Umrandet wird die Komposition von einer Bordüre, die rechteckige Felder aufweist, mit Kreuzmotiven gefüllt. An den Schmalseiten sind weitere Teppichkanten befestig, die mit Zickzack- und Pfeilmuster verziert sind. Anhand der Göls können die Teppiche dem jeweiligen Stamm zugeordnet werden, der die Teppiche fabriziert hat. Es kann dementsprechend als Etikett des Stammes bezeichnet werden.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Turkmenen–Teppich. Auf einem roten Grund wiederholt sich in einfacher Reihung in drei Reihen nebeneinander ein Motiv, welches zwei am Rücken verbundene stilisierte Tiere aufweist, die jeweils in die entgegengesetzte Richtung schauen. Der Körper aus dem die beiden Köpfe entspringen erscheint rautenförmig. Vier blaue Spiralen umgeben das Motiv. Die Räume zwischen dem sich wiederholenden Motiv sind mit Füllornamenten versehen. Umgeben ist die Komposition von einer gelbgrundigen Bordüre mit stilisierten Rosetten. Eine Nebenbordüre weist ein reziprokes Zinnenmuster auf. Die Schmalseiten sind mit jeweils einer sogenannten Schürze, einem Abschlussstreifen versehen, der verschiedenfarbige Streifen aufweist.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Turkmenen-Teppich. Das rot-grundige Feld ist mit sogenannten Göl-Motiven versehen, die sich in diagonalen Reihen angeordnet sind. Zwei verschiedenfarbige Reihen sind zu erkennen, die sich abwechseln. Die hellgrundige Hauptbordüre zeigt auf ihrer Schmalseite mit Zacken besetzte Rauten, während die Längsseite mit einer stilisierten Rollblattranke, die an eine Rautenform erinnert verziert ist. Die Zusatzbordüren an der Schmalseite sind ebenfalls mit einem Göl-Muster dekoriert, wobei die Göls hier in Form von Medaillons erscheinen. Typisch für diese Art von Teppichen ist ein rotfarbiger Grund, auf dem Göl-Motive erscheinen. Die Göl-Motive auf diesen Teppichen sind unterschiedlich und weisen jeweils auf einen bestimmten turkmenischen Stamm hin.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener sogenannter Tekke-Ensi. Auf einem für Turkmenen-Teppiche typischen roten Grund, ist eine Art ausgerichtete viereckige Nische zu erkennen, die in mehrere viereckige Felder geteilt ist. Die Felder sind durch horizontale Linien geteilt, die Y-förmige Ornamente mit Tierköpfen aufweisen. Die Bordüre ist mit stilisierten Wellenranken und Hakenmotiven versehen. Als Ensi wird ein Türvorhang bezeichnet, der vor der eigentlichen Zelt-Tür hängt. Turkmenen-Teppiche werden normaler Weise nach den Namen des turkmenischen Stammes benannt, hier Tekke. Vergleichbar mit 1887,04
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Turkmenen-Teppich, wahrscheinlich ein Ensi, bezeichnet nach der Funktion des Teppichs. Ensi wird der Türvorhang genannt, der vor der eigentlichen Zelt-Tür hängt. Das Mittelfeld des Teppichs ist in vier rechteckige Felder mit horizontalen Linien geteilt, auf denen Y-förmige Ornamente stehen, die in Tierköpfen enden. Drei vertikale und ein horizontaler Streifen teilen die Felder. Ein rotgrundiger, mit einer Art stilisiertem Baum verzierter, vertikaler Streifen wird von zwei blaugrundigen Streifen mit einer stilisierten Wellenranke und gezackten Blättern flankiert. Der breite horizontale Streifen weist ein mit Rauten- und Haken besetztes Muster auf. Umrahmt wird die Komposition von zackenbesetzten Oktagonen, die wiederum von einer Bordüre umschlossen werden, die Sechsecke mit hakenbesetzten Kreuzen und Rauten sowie Sterne aufweist. Die äußere Nebenbordüre ist ebenfalls mit Haken besetzten Motiven versehen. Ein grüner Streifen an der unteren Schmalseite zeigt X-Motive mit stilisierten Blüten.
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Vollständig erhaltener Turkmenen-Teppich. Auf dem für Turkmenen-Teppiche typischen roten Grund sind je drei oktogonförmige Motive in sechs Reihen, einfach angeordnet. Diese Motive, die sogenannten Ersari-Göls, wurden nach dem Turkmenenstamm der Ersari benannt und sind ein typisches Merkmal ihrer Teppiche. Sie sind mit rautenförmigen Sternen mit stilisierten Blütenenden besetzt. Dieser Stern füllt auch die Räume zwischen den Göls. Weitere kleine Füllornamente sind zu sehen. Umrahmt ist die Komposition durch eine Hauptbordüre mit zinnenbesetzten Zickzackmuster. Die Nebenbordüren weisen die gleiche Musterung auf.
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Vollständig erhaltener Tekke-Teppich, nach dem Stamm der Tekke, der ihn herstellte, benannt. Auf einem, für Turkmenen-Teppiche typischen roten Grund sind jeweils drei in sieben Reihen angeordnete große achtpassförmige Motive zu erkennen, die als Göls bezeichnet werden. Weitere kleine kreuzförmige Göls sind in den Zwischenräumen zu sehen. Umrandet wird die Komposition von einer Hauptbordüre, die rechteckige Felder aufweist, gefüllt mit Sternoktagonen. Sie wird von zwei Nebenbordüren umrahmt, die Hakenmotive in wechselnder Farbigkeit aufweisen. Die Göl-Motive sind als Art „ Etikett“ eines Stammes anzusehen. Jeder Stamm besitzt seine eigenen Motive.
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Vollständig erhaltener Sarik-Teppich, benannt nach dem Stamm der Sarik. Auf einem für Turkmenen-Teppiche typischen roten Grund sind jeweils zwei in sechs Reihen angeordnete große achtpassförmige Motive zu erkennen, die als Gülli-Göls bezeichnet werden und mit kreuzförmigen Motiven gefüllt sind. Weitere kleine Göls sind in den Zwischenräumen zu sehen. Umrandet wird die Komposition von einer Bordüre, die rechteckige Felder, gefüllt mit Kreuzmotiven aufweist. Die Göl-Motive sind als Art „ Etikett“ eines Stammes anzusehen. Jeder Stamm besitzt seine eigenen Motive.
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Vollkommen erhaltener Knüpfteppich. Auf für Turkmenen-Teppichen typischem rotem Grund sind vier viereckige Muster zu erkennen, die mit weißen Bändern umrahmt sind. Die Bänder sind mit verschiedenfarbigen Zackenrauten verziert. Jedes Viereck ist, mit „Y“-Formen gefüllt, die mit Tierköpfen enden. Das Feld um die Vierecke ist ebenfalls mit Zackenrauten umgeben. Die weiße Bordüre weist die gleiche Farbe sowie Muster auf, wie die weißen Bänder. Auf einer Schmalseite sind zwei Bordürenkanten mit Zickzackmuster zu erkennen.
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Vollständig erhaltener Turkmenen-Teppich. Auf einem rot-braunem Grund sind Sechseckformen (C-Göls), versetzt gereiht erkennbar. Die Sechseckformen unterscheiden sich zum Teil farblich. Die Hauptbordüre mit hellem Grund ist mit geometrischen Motiven und Zickzackmuster versehen sowie mit stilisierten Blüten. Eine weitere Bordüre an den Schmalseiten weist ebenfalls ein Zickzackmuster mit verschiedenen Farben auf. Typisch für diese Art von Teppichen ist der rotfarbige Grund, auf dem Göl-Motive erscheinen. Die Göl-Motive auf diesen Teppichen sind unterschiedlich und weisen jeweils auf einen bestimmten turkmenischen Stamm hin.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Turkmenen-Teppich. Auf dunkelrotem Grund sind in versetzter Reihung rautenförmige hakenbesetzte Motive in verschiedenen Farben zu erkennen, die wiederum mit Pfeilmuster und kleinen Rauten gefüllt sind. Es handelt sich bei den Motiven um sogenannte Dyrnak Göls, die für den Yomud-Stamm bekannt sind. Die Komposition wird von einer Bordüre umrahmt, die gereihte Pfeilspitzenmotive aufweist. Die Schmalseiten zeigen weitere Bordüren, sogenannte Schürzen, die mit stilisierten Bäumen versehen sind.
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Vollständig erhaltener Turkmenen-Teppich. Auf dem, für Turkmenen-Teppiche typischen roten Grund, ist in einfacher Reihung ein sich wiederholendes oktogonales Motiv zu erkennen, ein sogenanntes Göl. Jeder Stamm besitzt ein anderes Muster, so dass es als Markenzeichen jedes Stammes gelten kann. Die Zwischenräume sind mit einem sich wiederholenden sogenannten Nebengöl gefüllt, der die Form einer abgetreppten Raute annimmt. Die Hauptbordüre weist verzierte, angereihte Rechtecke auf und wird von mehreren Mitläufern umschlossen. Die zwei Schmalseiten sind mit Abschlussstreifen, sogenannten Schürzen, versehen, die mit stilisierten Blumen versehen sind.
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Vollständig erhaltener sogenannter Ersari-Teppich, nach dem Stamm benannt, der ihn hergestellt hat. Auf rotem Grund sind drei vertikale Reihen von jeweils sechs unregelmäßigen achteckförmigen Göls zu erkennen, die als Ersari-Göls bezeichnet werden. Weitere rautenförmige Göls aus Ranken mit Sternblütenenden verzieren die Zwischenräume. Die Bordüre besteht aus stilisierten Rosetten, während die Mitläufer mit einem zerbrochenen Rankenmotiv und einem Zickzackmuster versehen sind. Die Ersari-Göls sind eine Art „Etikett“ des Stammes, dem man dadurch den Teppich zuordnen kann.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener sogenannter Baschir-Teppich, der nach der Stadt Baschir im heutigen Turkmenistan benannt ist, aus deren Gegend dieser Teppich stammen soll. Auf dunkelblauem Grund ist das sogenannte Herati- Muster abgebildet, welches aus symmetrisch angeordneten stilisierten Blüten besteht. Die kraftvolle rote Farbe dominiert die Blüten, wobei noch weiter verschiedene Blau-, Grün- und Gelbtöne vertreten sind. Das Zentrum und die Ecken sind mit Oktagonen verziert, die mit stilisierten Blüten gefüllt sind. Die Komposition wird von mehreren Bordüren umschlossen. Die Hauptbordüre besteht aus stilisiert angereihten Vierpässen in verschieden Farben und wird von zwei rotgrundigen identischen Nebenbordüren eingefasst, die jeweils ein stilisiertes Boteh-Muster aufweisen. Die äußerste Randbordüre ist mit Pfeilspitzmotiven versehen. Getrennt werden die verschiedenen Bordüren von gelbgrundigen Mitläufern.