95 Ergebnisse
Objekttyp: Vase
Museum Europäischer Kulturen
Souveniervase als Andenken an das Ostseebad Prerow. Motiv: Wappentier: Vogel Greif, stehend.
Vase mit Haselnusszweigen
Kunstgewerbemuseum
Auf rundem Stand nach oben anschwellende Wandung, zum kurzen zylindrischen Hals allmählich wieder verjüngt. Ausgeätztes, milchig mattiertes Grundglas. Dekor: Haselnußzweige mit Blättern und Früchten, reliefiert geätzt. Sign.: Auf der Wandung reliefiert geätzt Arsall. Unter dem Boden graviert 2038. Wolfgang Hennig, Arsall, KGM Berlin, 1985 Kat. Nr. 54 MAKR
Vase mit Haselnusszweigen
Kunstgewerbemuseum
Auf rundem Stand kolbenförmiger gedrückter Gefäßkörper mit eingezogener Schulter und kurzem leicht konisch geweitetem Hals. Ausgeätztes, milchig mattiertes, grün durchscheinendes Grundglas. Dekor: Haselnußzweige mit Blättern und Früchten, reliefiert geätzt. Binnenzeichnung z.T. in Nadelätzung. Sign.: Auf der Wandung reliefiert geätzt Arsall unter dem Boden in Kopierstift 8980. Wolfgang Hennig, Arsall, KGM Berlin, 1985, Kat. Nr. 56 MAKR
Vase mit Garten-Pfingstrose
Kunstgewerbemuseum
Auf ovalem Stand nach oben anschwellende Wandung, zur ausgebogenen Mündung allmählich wieder verjüngt. Ausgeätztes milchig mattiertes rosa durchscheinendes Grundglas. Dekor: Garten-Pfingstrose mit Blüten, Knospen und Blättern, reliefiert geätzt, Binnenzeichnung z.T. in Nadelätzung. Sign.: Auf der Wandung reliefiert geätzt Arsall. Wolfgang Hennig, Arsall, KGM Berlin, 1985, Kat. Nr. 41 MAKR
Vase mit Rosenpappel und weißer Waldrebe
Kunstgewerbemuseum
Auf kurzem rundem eingezogenem Fuß bauchiger Gefäßkörper mit eingezogener Schulter und hohem konisch geweitetem Hals. Ausgeätztes innen und außen milchig mattiertes Grundglas. Dekor: Blühende Rosenpappel und weiße Waldrebe, reliefiert geätzt, Binnenzeichnung z.T. in Nadelätzung. Sign.: Auf der Wandung reliefiert geätzt Arsall unter dem Boden geritzt 4672/30, Chicago A. Wolfgang Hennig, Arsall, KGM Berlin, 1985, Kat. Nr. 42 MAKR
Vase mit Haselnusszweigen
Kunstgewerbemuseum
Auf rundem Stand nach oben anschwellende Wandung, zur ausgebogenen Mündung allmählich wieder verjüngt. Ausgeätztes milchig mattiertes rosa durchscheinendes Grundglas. Dekor: Haselnußzweige mit Blättern und Früchten, reliefiert geätzt.ohne Signatur. Unter dem Boden mit Kopierstift geschrieben 54010. Wolfgang Hennig, Arsall, KGM Berlin, 1985, Kat. Nr. 58 MAKR
Vase mit Haselnusszweigen
Kunstgewerbemuseum
Auf rundem Stand nach oben anschwellende Wandung, zur ausgebogenen Mündung allmählich wieder verjüngt. Ausgeätztes milchig mattiertes rosa durchscheinendes Grundglas. Dekor: Haselnußzweige mit Blättern und Früchten, reliefiert geätzt, Binnenzeichnung z.T. in Nadelätzung. Sign.: Auf der Wandung reliefiert geätzt Arsall. Wolgang Hennig, Arsall, KGM Berlin, 1985, Kat. Nr. 55 MAKR
Akan Vase
Museum Europäischer Kulturen
Anthrazitfarbene, zweigeteilte Vase, in der Mitte mit Bast umwickelt. Handgeformte Tonvase aus Ghana, deren Form von den traditionellen Ashanti Hockern inspiriert wurde. (Nur die kleinere Vase auf dem Foto gehört dem MEK)
Vase mit floralem Dekor
Kunstgewerbemuseum
Vase aus einem Paar (siehe B 341 a). Aus milchigem Glas mit grünem Überfang, geätzt. Flacher runder Boden, gestreckter konischer Gefäßkörper mit abgerundeter Schulter und langem, trichterförmigem Hals. Dekor: auf der Wandung Akeleiblüten mit Blättern, Schmetterlingen und Libelle. MAKR
Vase mit floralem Dekor
Kunstgewerbemuseum
Vase aus einem Paar (siehe B 341 b). Aus milchigem Glas mit rotem Überfang, geätzt. Flacher runder Boden, gestreckter konischer Gefäßkörper mit abgerundeter Schulter und langem, trichterförmigem Hals. Dekor: auf der Wandung Akeleiblüten mit Blättern, Schmetterlingen und Libelle. MAKR
Vase mit Blütenzweigen und Vogel
Kunstgewerbemuseum
Die Manufaktur Laurin in Bourg-la-Reine bei Paris war zunächst auf Fayencen und Gebrauchsware in historistischen Stilrichtungen spezialisiert. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 erregte sie mit ostasiatisch inspirierten Keramiken in „Barbotine“ (frz. Schlicker)-Malerei Aufmerksamkeit. Dabei wird eingefärbter Tonschlicker mit dem Pinsel pastos auf die Keramik aufgetragen und danach mit einer farblosen Bleiglasur überzogen. Entwickelt wurde diese Technik von Ernest Chaplet, der bis 1874 für Laurin tätig war. Vermutlich stammt auch der Entwurf dieser Vase von ihm: Sie weist einen japanisch inspirierten, skizzenhaften Dekor aus Blütenzweigen, einem Vogel und Schmetterlingen auf grau-blauem Grund auf. Erworben wurde sie für das Berliner Kunstgewerbemuseum direkt auf der Wiener Weltausstellung von 1873.// Claudia Kanowski
Vase mit Vogelmotiv
Kunstgewerbemuseum
In skizzenhaft-impressionistischer Malweise ist auf der Vorderseite ein Zweig dargestellt, auf dem ein Vogel sitzt, auf der Rückseite ein Blütenzweig mit einem Schmetterling. Die Motivik erinnert an japanische Farbholzschnitte, etwa von Hokusai, die seit den 1860er Jahren die französische Malerei wie auch die Keramik der Avantgarde in starkem Maße beeinflussten. Der Dekor ist in Schlickermalerei („Barbotine“) aufgetragen worden. Zum Teil ist er in Gold und Silber gehöht. Dies mag eine Anspielung auf die japanische Tradition sein, Sprünge in Keramiken durch Goldlack zu reparieren. Gefertigt wurde die unsignierte Vase vermutlich, wie auch andere signierte Keramiken dieser Machart im Bestand des Kunstgewerbemuseums, in der Manufaktur Laurin in Bourg-la-Reine bei Paris. Diese war zunächst auf Fayencen und Gebrauchsware in historistischen Stilrichtungen spezialisiert. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 erregte sie mit ostasiatisch inspirierten Keramiken in „Barbotine“-Malerei Aufmerksamkeit. Dabei wird eingefärbter Tonschlicker mit dem Pinsel pastos auf die Keramik aufgetragen. Entwickelt wurde diese Technik von Ernest Chaplet, der bis 1874 für Laurin tätig war. Vermutlich geht auf Chaplet auch der Entwurf dieser Vase zurück, die 1876 für das Kunstgewerbemuseum Berlin erworben wurde. Vorbesitzer war Martin Gropius (1824-1880), der Architekt des ehemaligen Gebäudes des Kunstgewerbemuseums. // Claudia Kanowski
Vase mit Sirenenhenkeln
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Vase, gedrückte Eiform mit ausladendem profilierten Fuß und Lippenrand. Zwei Sirenen dienen als Griffe. Die Reliefverzierung besteht aus einem Mittelstreifen mit Bandgeschlinge, einer oberen Zone mit Schuppenmuster und einer unteren mit Pfeifenwerk. Leichter, gelbgrauer Ton mit blauer Zinnglasur und reicher kalter Vergoldung. Hals und Fuß gekittet. (Ein ganz ähnliches Stück: Falke, Majolika, 1907, Abb.32) Die Vase ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Vase mit "Sang de bœuf"-Glasur (Ochsenblut)
Kunstgewerbemuseum
Die eiförmige Vase mit geschrägtem Hals weist eine beeindruckende Farbintensität der Laufglasuren auf, changierend von Violett zu Grün und Grau. Vorder- und Rückseite differieren dabei völlig. Im Zuge der allgemeinen Begeisterung für ostasiatische Keramik, speziell auch die roten "Sang de boeuf"-Glasuren chinesischer Porzellane, traten die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin und die französische Porzellanmanufaktur in Sèvres in Wettstreit bei der Entwicklung von Farb- und Kristallglasuren. In Berlin wurde der Chemiker Hermann Seger 1878 Leiter der neu gegründeten Chemisch-Technischen Versuchsanstalt der KPM. Hier entwickelte er 1882 nach ostasiatischem Vorbild ein Weichporzellan, das nach ihm benannt wurde. Es wird bei niedrigeren Temperaturen gebrannt als Hartporzellan, sodass Glasuren mit einem breiteren Farbspektrum möglich sind. // Claudia Kanowski
Vase mit plastischen Fröschen
Kunstgewerbemuseum
Eiförmiger Vasenkorpus, weiß glasiert, mit unregelmäßigem Mündungsrand. In der oberen Partie sind vollplastische Frösche in unterschiedlichen Sitzpositionen dargestellt, in grünen, blauen und schwarzen Unterglasurfarben bemalt. // Marken: (Unterseite:) In Unterglasurblau: KVE (Firmenmarke); gestempelt: 2756/12 (Modellnummer ?) // ClKa
Vase mit Laufglasur
Kunstgewerbemuseum
Balusterförmige Vase aus roter Irdenware, im oberen Bereich des Korpus und am Hals mit einer blau-grün-gelb-braun changierenden Laufglasur überzogen. Laut Inventareintrag handelt es sich um ein Geschenk des preußischen Kronprinzens Friedrich Wilhelm, des späteren Kaisers Friedrich III. (1831-1888), und seiner Gemahlin Victoria (1840-1901), Tochter der britischen Königin, an das Berliner Kunstgewerbemuseum. Das Kronprinzenpaar hatte dem Kunstgewerbemuseum 1868, kurz nach dessen Gründung, einen Besuch abgestattet und aus diesem Anlass insgesamt 11 Gefäße der britischen Firma Minton & Co aus Stoke-on-Trent übergeben. Der Bezug zu Großbritannien war nicht nur durch die dynastische Herkunft der Kronprinzessin gegeben, sondern auch durch den Umstand, dass das Kunstgewerbemuseum (als erstes seiner Art in Deutschland) nach Vorbild des Londoner South-Kensington-Museums (heutiges Victoria & Albert Museum) gegründet worden war. // ClKa
Vase mit Bildnis einer Frau und Hirsch
Kunstgewerbemuseum
Majolica-Vase mit kugelähnlichem Körper und stark eingezogenem Hals und Fuss. Auf bläulich weissem Gründe blau bemalt, mit einzelnen grünlichen Details: Brustbild einer nach links gewendeten Frau in Profil, auf dem Haupt eine hohe Tiara, auf der entgegengesetzten Seite ein nach links schreitender Hirsch, dazwiaschen Arabesken mit Nelken in feiner linearer Stilisierung. Auf dem Halse eine Wellenranke, der Fuss weiss belassen. Zettelkartei Slg. Figdor Die Vase ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Schnurkelch "Gebirge" (Unikat)
Kunstgewerbemuseum
Kelchförmige Vase, unten schmal, nach oben hin weit ausladend, die Außenwandung mit reliefierten Graten strukturiert. Diese wurden durch das Aufbringen von Schnüren auf das Urmodell erzielt, die sich in der Negativform abdrückten - daher die Bezeichnung „Schnurkelch“. Der Dekor besteht aus gefärbten Porzellanmassen in Schwarz-, Grau-, Rot- und Grüntönen. Die Künstlerin hat die Farbmassen sukzessive in die Negativform eingegossen, geschwenkt und antrocknen lassen, so dass eine Intarsie aus Porzellan entstanden ist. Abschließend wurde von innen eine weiße Porzellanmasse eingegossen. Innen ist die Vase glasiert, außen zu einer samtigen Oberfläche poliert. Der Dekor ist abstrakt, mag aber auch Gebirgslandschaften assoziieren lassen, worauf die Titelgebung der Künstlerin abzielt. // Die Zusammenarbeit mit den Schwarzburger Werkstätten ging auf die Initiative der Berliner „Galerie Arcanum“ (Andreas Schütte und Reiner Münchow) zurück: 2012/13 entstanden 12 Modelle von Gefäßen, darunter auch Schnurkelche, für deren Fertigung Thoelke in Rudolstadt mit den Porzellanmassen und Farbkörpern der Schwarzburger Werkstätten arbeitete. Von den Schnurkelchen wurden 9 Exemplare ausgeführt, wobei jedes Exemplar durch die komplizierte Intarsientechnik ein Unikat darstellt. // Klare Formen und die Arbeit mit gefärbten Massen kennzeichnen das keramische Schaffen von Bärbel Thoelke. Dabei entwickelt sie eine Idee kontinuierlich weiter und legt zugleich eine große Experimentierfreude und größtes handwerkliches Geschick an den Tag. Im Bestand des Berliner Kunstgewerbemuseums befinden sich bereits etliche Arbeiten aus früheren Schaffensphasen von ihr. // Claudia Kanowski
Doppelkürbisvase mit Pflanzen- und Lochfelsdekor
Kunstgewerbemuseum
Den Typus der Doppel- oder Flaschenkürbisvasen übernahmen die europäischen Fayencekünstler aus Ostasien. Entwickelt wurde diese Gefäßform aus der Kalebasse, einer Kürbisfrucht, die getrocknet als Flasche diente. In Ostasien wurde den Früchten magisches Potential zur Vernichtung von Übel zugeschrieben. Der Dekor ist ostasiatisch inspiriert. Die stilisierten, asymmetrisch angeordneten Blütenmotive (Chrysanthemen, Päonien, Passionsblumen) und der Lochfelsen verweisen nach China, während der Farbdreiklang aus Schwarz, Gold und Eisenrot japanische Imari-Porzellane aufgreift. Im Bestand des Kunstgewerbemuseums befindet sich eine im Dekor eng verwandte Flötenvase (Inv. Nr. 1928,17). Entstanden sind beide Vasen in der fürstbischöflichen Fuldaer Fayencemanufaktur, der Schöpfer war Adam Friedrich von Löwenfinck. Er war einer der begabtesten Porzellan- und Fayencemaler des 18. Jahrhunderts. Ausgebildet an der Meißener Porzellanmanufaktur, floh er 1736 nach Bayreuth, 1741 ging er weiter nach Fulda, 1746 nach Höchst und 1749 nach Straßburg/Haguenau. // ClKa
Museum Europäischer Kulturen
Betont ausgeformter Stand, hoher, gebauchter Gefäßkörper. Der Schwerpunkt liegt etwas unter der halben Gefäßhöhe, ohne formale Absetzung übergehend in eingezogene Halszone. Nach außen gebogener Rand, der durch Fingerdrücke gewellt ist. Scherben ziegelrot, mittelfein, etwas griffig. Außen unter dem Rand in gelb ein umlaufender Streifen aufgemalt, auf der Bauchung große Flecken, umrahmt von mehreren Punkten. Glasur fehlt. Das Gefäß ist einmal gebrannt. Dabei haben sich wahrscheinlich im Ofen befindliche Glasurdämpfe stellenweise niedergeschlagen und zu einer wohl noch nicht beabsichtigten Glasierung geführt.
Museum Europäischer Kulturen
Kleine, gebauchte, zum Stand hin stark eingezogene Vase. Weißer Scherben, außen mit blauem, schuppenförmigem Dekor, dazwischen braune Dreiecke.
Museum Europäischer Kulturen
Vase, kaffeebraun und kobaltblau dekoriert. Ränder der geomerischen Ornamente breit goldrandig betont. Unten kugelig, nach oben weit trichterförmig. Im Boden Fabrikmarke: Cadinen (Trockenstempel) / 439/:363 (schwarz) / brg (gold).
Museum Europäischer Kulturen
Konische Vase, zum Rand hin breiter auslaufend. Verstärkter Rand, weißer Scherben, Boden glasiert. Innen weiß, außen Schwämmeldekor in blau mit ockerfarbenen Punkten und verstärkter, undekorierter Rand.
Museum Europäischer Kulturen
Bauchige Form mit Standring. Abfallende Schulter, fast gerader, am Rande etwas ausschwingender, abgeschrägter Hals. Bandhenkel vom tiefen Halsrand zur Bauchung, leicht nach links geschwungen. Weißer Scherben. Außen und innen braune Lehmglasur, gekratztes Dekor aus sich im Mittelteil verzweigenden und überschneidenden Linien, so dass ein Rhombenmuster entsteht. Zwischen den Linien, auf Hals und Bauchung ausgekratze Rhomben. Auf dem glasierten Boden eingeritzt: "B / CR 1 J 14".
Vase mit farbiger Lackmalerei
Kunstgewerbemuseum
Die Vase besteht aus einer gedrückten Kugelform, ohne Fuß mit kurzem Hals. Den Dekor bilden drei umlaufende Streifen. Zwei sind bemalt mit gelben Blattranken auf olivgrün und rot, der obere ist mit einem Ornament in Gelb und Rot auf olivgrün verziert. MAKR
Vase mit Panorama auf Potsdam, vom Babelsberg aus (sog. "Riesen'sche" Vase in Kraterform)
Kunstgewerbemuseum
Die Vase gehörte zu einem dreiteiligen Vasensatz, den König Friedrich Wilhelm III. von Preußen dem ältesten Sohn des französischen Königs Louis-Philippe, Ferdinand Philippe d’Orléans, Duc de Chartres (1810-1842), anlässlich von dessen Verlobung mit Herzogin Helene zu Mecklenburg-Schwerin (1814-1858) geschenkt hat. Da diese dynastische Verbindung auf Vermittlung des preußischen Hofes zustande gekommen war, fand die Verlobung im Jahr 1836 in Berlin statt. Die Motivwahl mit Berlin-Potsdamer Panoramen mag als ein Hinweis auf diesen Umstand verstanden worden sein. Die kraterförmige Vase hat einen zylindrischen Gefäßkörper, eine leicht ausladende Lippe und eine im unteren Drittel gedrungene Kuppa. Die beiden seitlichen Henkel verbinden Kuppa und Wandung. Sie sind zweiteilig und bestehen jeweils aus einem unteren Akanthusblatt und zwei daraus hervorwachsenden, Akanthusvoluten aus vergoldetem Biskuitporzellan, in deren Mitte sich jeweils eine Rosette befindet. Den zentralen Blickfang bildet die feine Panoramamalerei. Dargestellt ist eine umlaufende, vom Babelsberg aus gesehene Ansicht von Potsdam. Wichtige Bauten wie die Garnisonkirche, das alte Rathaus, die Zichorienmühle, das Marmorpalais, die alte Glienicker Brücke und Schloss Glienicke sind zu erkennen und werden durch Staffagefiguren in eine lebendige Momentaufnahme der Zeit um 1836 eingebunden. Gesäumt wird die Bildzone oben und unten durch einen gemalten Rosetten- und Perlstabfries. Den Fuß ziert eine grün-weiß-rote Kannelurenornamentik. Die montierten Einzelteile der Vase werden durch vergoldete Bronzeringe miteinander verbunden. Der eingezogene Fuß steht auf einer quadratischen Plinte. Unterhalb der Lippe, der Kuppa und am Fußrand befinden sich vergoldete Akanthus- und Palmettenfriese. Neben der Panoramamalerei ist die Ornamentik besonders hervorzuheben: An der unteren Vasenkuppa befindet sich ein in Grisailletechnik gemalter Grotesken-Rankendekor, der von einem Goldfond umgeben ist. Im KPM-Archiv hat sich der dazugehörige Dekorentwurf von dem Berliner Architekten Carl Gottlieb Boetticher erhalten. Den Dekor hat Boetticher von einem griechischen Krater aus der Sammlung Hamilton abgeleitet, der 1834 publiziert wurde. Eine ähnliche, aus floralen und figurativen Elementen bestehende Ornamentik wurde auch in den „Vorbildern für Fabrikanten und Handwerker“ von Wilhelm Beuth publiziert, an denen Boetticher seit 1830 mitarbeitete. Lit.: Claudia Kanowski, in: Details! 100 Lieblingswerke im Kunstgewerbemuseum, Dresden, Berlin 2018, S. 167 ClKa
Duftvase (Potpourri) aus chinesischem Porzellan mit französischer Rokokomontierung
Kunstgewerbemuseum
"Die Porzellanvase erhält ihre prachtvolle Wirkung durch die Kombination von tiefschwarzer Glasur und goldener Bemalung. Sie entstand in China und wurde in Frankreich umgearbeitet. In einem riskanten Verfahren hat man hierfür den kugeligen Teil einer Vase zerschnitten. Das so zerteilte Porzellan wurde mittels einer aufwändigen Bronzemonierung zu einer Duftvase (Potpourri) umfunktioniert. Durch die Perforierungen im Ring zwischen beiden Teilen konnte der Duft der eingefüllten Kräuter- und Blütenmischung entströmen. In den Schlössern des 18. Jahrhunderts waren Potpourrivasen beliebt. In einer solch kostbaren Ausführung waren sie jedoch schon damals sehr selten. Wegen ihrer glänzenden Oberfläche wurden die schwarzen, Lack imitierenden chinesischen Porzellane in Europa als „mirror black“ oder „Spiegelschwarz“ bezeichnet und waren hoch begehrt. Die in den runden Reserven in zartem Rot und Gold auf die schwarze Glasur gemalten Blütenzweige stehen für die Vier Jahreszeiten: Päonie (Frühjahr), Lotos (Sommer), Chrysantheme (Herbst) und Pflaume (Winter). Überaus kunstvoll ist auch die französische Rokoko-Montierung in Form von Rocaillen, Zweigen, Knospen und Blättern. Der Vorbesitzer der Vase, der britische Flottenadmiral Sir Johan Edmund Commerell (1829–1901), hatte beruflich sowohl mit dem Osmanischen Reich als auch mit China zu tun. Aus dem Kunsthandel ist eine zweite, fast formgleiche Potpourrivase bekannt, die aus dem Besitz von Ismail Pascha (1830–1895), dem Khedive der osmanischen Provinz Ägypten, stammt. Denkbar ist es, dass beide Potpourrivasen bereits im 18. Jahrhundert von einem Pariser „marchand mercier“, einem Zwischenhändler, an einen reichen Kunden in der Türkei verkauft wurden, der sowohl Gefallen am westlichen Rokokostil als auch an ostasiatischer Porzellankunst fand." Claudia Kanowski, in: Details! 100 Lieblingswerke im Kunstgewerbemuseum, Dresden (Sandsteinverlag) / Berlin (Staatliche Museen) 2018, S. 135. ClKa
Vase in quadratischer Form mit optischem Dekor
Kunstgewerbemuseum
Die Vase ist von annähernd quadratischer Form, in Draufsicht ist der Querschnitt rautenförmig. Sie hat zwei Öffnungen. Der geometrische Dekor aus verschiedenfarbigen Streifen nimmt die Form auf und täuscht optisch eine zusätzliche Dreidimensionalität vor. So wirkt die vordere Öffnung durch den Dekor wie ein aufgesetzter Ausguss, ist aber de facto aus der Rautenform ausgeschnitten. Der Dekor entstand durch das Auflegen verschiedenfarbiger, dünner Keramikschichten, die teils mit einer Feldspatglasur glasiert, teils unglasiert sind, was den optischen Effekt verstärkt. Die Farben sind in Blau-, Beige- und Grautönen gehalten. Auf der Unterseite ist die Vase mit den ligierten Initialen der Künstlerin, "AB", und der Jahreszahl 11 signiert. //Antje Brüggemann (1941-2023) studierte in den 1960er Jahren Keramik an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Prof. Bontjes van Beek und an der Hochschule für bildende Künste Kassel bei Walter Popp. Seit 1970 lebte und arbeitete sie in Bad Hersfeld. Sie wurde vielfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet und ist Mitglied der „Gruppe 83, deutsche Keramiker“. // Die Gefäße von Antje Brüggemann haben Objektcharakter.Sie sind aus Feinsteinzeug gebaut und weisen häufig einen illusionistischen Dekor auf, der Räumlichkeit vortäuscht. So entsteht ein raffinierter Dialog zwischen der realen dreidimensionalen Form und dem geometrischen Dekor. // Im Bestand des Kunstgewerbemuseums ist Antje Brüggemann bereits mit keramischen Objekten aus den 1980er Jahren vertreten (Inv. Nr. W-1980,48; W-1983,7; W-1985,24). Mit der von der Julius-Lessing-Gesellschaft (Verein der Freunde des Kunstgewerbemuseums) ermöglichte Erwerbung der Vase kommt nun eine jüngere Arbeit der Künstlerin hinzu. // Kurz vor ihrem Tod im Jahr 2023 hat Antje Brüggemann dem Kunstgewerbemuseum Berlin 14 weitere Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen geschenkt, so dass sich nun ein repräsentativer Überblick über ihr künstlerisch-keramisches Schaffen von den 1960er bis in die 2010er Jahre ergibt. // ClKa