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Objekttyp: Walzenkrug
Walzenkrug mit preußischem Adler
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Humpen, weiß Fayence, blau gemalt. Der preußische Adler. Deutschland XVIII. Berlin [durchgestrichen: oder Rheinsberg. verbessert:] Berlin, Fabrik Cornelius Funcke, 1699-1733. Vgl. Falke, Altberliner Fayencen Abb. 42d. Wht[?] Berliner Zinnstempel (Bär). H." Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Walzenkrug mit Lotosdekor
Kunstgewerbemuseum
Der umlaufende Dekor stellt Lotosblüten dar, darunter stark stilisierte Wellen eines Gewässers und winzige goldene Fische. Ein solcher Lotosdekor ist für Meißen selten. Die Farbigkeit ist in Grün-, Gelb- und Rottönen gehalten. Die schwarze Konturierung der Blätter und Blüten vor in weiten Teilen weiß belassenem Grund unterstreicht die Silhouettenhaftigkeit der Darstellung. Der Dekor wird gemeinhin dem Meißener Porzellanmaler Johann Ehrenfried Stadler zugeschrieben. Ein Vergleichsobjekt befindet sich im Metropolitan Museumof Art in New York.
Walzenkrug mit manganviolettem Fond
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Humpen, Grund violett gesprenkelt, in 3 Feldern Blumen. Mit Zinndeckel gelb u. violett bemalt. Berlin um 1740-55. Fabrik von J.G. Menicus. Vgl. Falke, Altberliner Fayence Abb. 52 e." Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Museum Europäischer Kulturen
Walzenförmiger Krug, von je einer Bordüre mit diamantartig geformten Buckeln gerahmter breiter Relieffries: 6-faches Vogelmotiv mit je 3 Vögeln. Geschwungener Henkel, an dessen Oberseite die Zinnmontierung ansetzt: Eichelförmiger Drücker, auf dem Deckel Inschrift: "M. Knauhsenberger." Keine Zinnmarken.
Museum Europäischer Kulturen
Braune Lehmglasur, oberes Drittel gelbbraun. Oberes und unteres Drittel mit Rillen, Bandhenkel mit Rille. Zinnmontierung (Fuß, Deckel), Drücker fehlt. Auf dem Deckel No.20. P.R. eingraviert; am oberen Krugrand ein Zinnband, im Deckel drei Zinnmarken des J. CH. Kessler - Bautzen - um 1750.
Museum Europäischer Kulturen
Grauer Scherben, vorgeritztes Rankenwerk, Dekor blau, geprägte Vogelarabesken, Bandhenkel; Deckel Zinnmontierung, Kugeldrücker, auf dem Deckel S F K 1824 eingraviert, 2 Zinnmarken des G.A.S. Winkler aus Freystadt NS., geb. 1766.
Walzenkrug mit Chinoiserien
Kunstgewerbemuseum
In Sachsen gelang es 1708 Johann Friedrich Böttger (1682–1719) und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651–1708), langwierige Versuche zur Herstellung von Porzellan mit Erfolg zu krönen. König August der Starke (reg. 1694–1733) gründete daraufhin 1710 in Dresden die erste europäische Porzellanmanufaktur, deren Produktionsstätte auf der Albrechtsburg in Meißen eingerichtet wurde. Dieser Walzenkrug gehört zu ihren frühen Meisterwerken. Gefäßtypus und Montierung erinnern an herkömmliches Tafelgerät aus Edelmetall. Die farbige Porzellanmalerei dagegen war, wie die Porzellanmasse, nicht nur ein technisches Novum, sondern sie folgte auch im exotisch-verspielten Dekor den damals modischen Chinoiserien – eine imaginierte Welt des Fernen Ostens (Abb. Detail S. 50). Der berühmte Porzellanmaler Johann Gregorius Höroldt (1696–1775) machte den Meißner Stil zum Vorbild für die nachfolgenden Manufakturen. LG
Trinke mit Freuden halt dich bescheiden.
Museum Europäischer Kulturen
Bierkrug aus Glas mit Zinndeckel und der Inschrift: "Trinke mit Freuden halt dich bescheiden. Anno 1734" Darstellung eines Paares in barocker Kleidung unter einer Girlande stehend.
Walzenkrug mit fliegendem Adler und Devise "NON SOLI CEDIT"
Kunstgewerbemuseum
Der zylindrische Krug ist mit einem manganvioletten Spritzfond dekoriert. Ausgespart ist eine von vegetabilen C-förmigen Ornamenten eingerahmte Kartusche in Blaumalerei auf weißem Grund: Sie zeigt den zur Sonne fliegenden preußischen Adler unter der Devise "NON SOLI CEDIT" (Nicht einmal der Sonne weicht er) und der Königskröne, dem Motto Friedrich Wilhelms I. (1688-1740, reg. ab 1713). Der obere und untere Rand ist durch eine breite, blau-weiße Borte akzentuiert, die seitlich des Henkels in Lambrequingehängen ausläuft. Der Boden ist durchgehend weiß glasiert und eingewölbt. Die Berliner Fayencemanufaktur von Cornelius Funcke war technisch experimentierfreudiger als die Wolbeer'sche Manufaktur und brachte einige Neuerungen auf den Markt: so entwickelte sie um 1701 auch den manganvioletten Spritzfond. Marke: Die Fayence ist unbezeichnet; auf dem Deckel eingraviert: C. E. und 171 (vermutlich nicht ursprünglich) Lit.: Kat. Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen", S. 55 und Kat. Nr. 90 (Vgl.) ClKa
Walzenkrug mit Adler und Reichsapfel
Kunstgewerbemuseum
Eine Beschreibung des Krugs findet sich im Kat. KGM 1976, Fayencen, Kat. Nr. 59: "Walzenkrug mit Henkel und Zinnmontierung. Am Boden Drahtrillen und Glasurfleck. Die Schauseite zeigt den in Blau gemalten preußischen (?) Adler auf gegittertem Postament, in der rechten Klaue den Reichsapfel, sonst jedoch ohne die zugehörigen Requisiten Krone und Szepter. Schnabel und Krallen des Vogels gelb. Seitlich des Adlers am Rand in der Fußzone stilisierte Pflanzenmotive nach Delfter Vorbild, begrenzt durch feine, umlaufende Doppel- und Dreifachlinien. In das Deckelinnere ist die Berliner Stadtbeschau in Gestalt des Bärenschildes geschlagen, begleitet von der zweimal gestempelten Marke des Meisters CHB mit einem Schwan, der seine Jungen füttert." Das Adlermotiv und das Berliner Beschauzeichen haben zu einer Zuschreibung des ungemarkten Krugs nach Berlin geführt. Im zitierten Katalog von 1976 wird der Krug der Fayencemanufaktur Cornelius Funcke zugeschrieben, doch ist auch eine Ausführung in der zweiten erfolgreichen Berliner Manufaktur, Gerhard Wolbeer, denkbar. Wolbeer war kurfürstlicher Lakai, hatte 1697 die holländische Fayenceunternehmerin Anna Molin, Witwe des ersten Berliner Fayenciers, geheiratet, leitete seit 1699 den Betrieb und verfügte über gute Verbindungen zum Berliner Hof. Lit.: Kat. Fayencen, Kunstgewerbemuseum Berlin 1976, Kat.nr. 59; Kat. "Herrliche Künste und Manufacturen", Kunstgewerbemuseums Berlin 2001 (nicht dieses Stück). ClKa / MAKR
Walzenkrug mit Chinesen im Kampf mit Drachen und Löwen
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Walzenkrug, Porzellan, mit silbervergoldetem Deckel und Fußreif. Bunte Bemalung: zwei gewappnete Chinesen im Kampf mit zwei Drachen und einem Löwen (?) links und rechts von einem dicken Bambusstamm mit beblätterten und blühenden Trieben. Seitlich rechts rotblühende Mumezweige an knorrigem Stamm, links in der Luft Drache und Schmetterling. Der Boden angedeutet durch grünen Rasen und braunem Erdstreifen. Rot eingefaßte purpurne Rautengitterborten mit halben roten Päonienblüten. - Stilistisch Adam Friedrich v. Löwenfinck nahestehend. Hauptwerk der flächenhaften Chinoiserie im Kakijemon Stil. Schwertermarke einmal in Scharffeuerblau am Rand des unglasierten Boden, eine in blauer Schmelzfarbe in der Mitte. Am Fußreif: Dresdener Beschau Meisterzeichen Jahresbuchstabe N=1738 (?) im Deckel: SW" Das Stück war während des II. Weltkrieges im Schloßkeller III verlagert und gilt als verschollen. MAKR
Walzenkrug mit Deckel und Fuß aus vergoldetem Silber
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Walzenkrug mit Deckel und Fußbeschlag aus vergoldetem Silber. Scharffeuerblau gespritzter Grund, vierpaßförmige Aussparung mit buntem Hafenbild, umrahmt von Goldstreifen mit Goldspitzen. Seitlich auf Konsolen silberne (schwarz oxydierte) Chinesenfiguren. Am oberen Rand Goldspitzenbordüre mit silbernem (schwarz oxydierten) Rosetten. Zwischen Henkel und Bildrahmen drei Vögel und ein Schmetterling in Gold und Silber. Am Henkelrücken Spitzenbordüre in Gold, Purpur und Eisenrot. blasse Schwertermarke am unglasierten Boden Montierung ohne Beschau und Meistermarke (Dresden ?) Laut inliegendem Zettel "Geschenk des Grafen Razinski aus seiner Sammlung. " aus Slg. Fritz Clemm, Versteigerung Lepke, 3. Dez. 1907, Nr. 56, Abb. Taf. 13. Ausst. Palais Redern, Berlin 1906." Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR