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Objekttyp: Wandverkleidung (Architekturelement)
Museum für Islamische Kunst
Musterplatte. Quadratische dunkelgrau und rosa marmorierte und anpassende drei- und sechseckige hell marmorierte Marmorplatten sind zusammengefügt. Die einzelnen Marmorplatten wurden während der Ausgrabungen in Chirbat al-Minya gefunden und nachträglich auf diese Weise zusammengeführt. Die Platten könnten sowohl als Wandverkleidung, oder auch als Bodenbelag gedient haben. Sie wurden durch Fundteilung an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.
Museum für Islamische Kunst
Hälfte einer achteckigen Wand- oder Deckenverkleidung. Das Achteck ist aus einzelnen geschnitzten und bemalten Brettern zusammengesetzt, mit Zargen verbunden und genagelt. Das Zentrum nehmen mehrere konzentrische Ringe und Kreise ein, während die Mitte von einem kleinen Knauf betont wird. Auf der breiten äußeren Leiste verläuft ein roter Streifen; die innere ist mit einem sogenannten Lorbeerstab blau auf weiß bemalt. Ein schwer zu erkennendes Dreiecksmuster verläuft auf dem Rand des Innenkreises. Die Wände und Decken der Paläste in Samarra, aber auch die der Privathäuser waren mit dicht gemusterten Paneelen und Friesen verkleidet. Zumeist handelt es sich um in Stuck geschnittene vegetabile und geometrische Motive. In den Palästen wurden aber auch kostbare Holz- und Marmorpaneele verbaut.
Museum für Islamische Kunst
Teil einer zinnenförmigen Wandverkleidung. Die kleine Zinne ist vierfach abgetreppt und weist einen geraden oberen Abschluss auf; auf dem Mittelteil war ein knospenförmiges, zweifach durchbohrtes Ornament angebracht (Sam 660). Vgl. auch die Darstellung von Zinnenfriesen am Hausmodell/Taburett Sam 1082 a und b sowie Sam I. 174. Gefunden im sogenannten Tau-förmigen Saal im Dar al-Khilafa. Die Wände und Decken der Paläste in Samarra, aber auch die der Privathäuser waren mit dicht gemusterten Paneelen und Friesen verkleidet. Zumeist handelt es sich um in Stuck geschnittene vegetabile und geometrische Motive. In den Palästen wurden aber auch kostbare Holz- und Marmorpaneele verbaut.
Aleppo-Zimmer
Museum für Islamische Kunst
Die hölzerne Wandverkleidung stammt aus dem Haus Wakil in der syrischen Stadt Aleppo. Dort schmückte sie den Empfangsraum (arab. qāʿa) im Haus des christlichen Kaufmanns ʿIsa ibn Butrus. Zwei Inschriften nennen die Jahre 1009 H. (1600/1601) bzw. 1012 H. (1603) muslimischer Zeitrechnung, in denen der Besitzer (wahrscheinlich) persische Künstler beauftragte, diesen Raum auszumalen. Während die Paneele aus Zedernholz gearbeitet sind, bestehen die Türen und Fensterläden aus Nussbaumholz mit Buchsbaumeinlagen. Neben mehreren Darstellungen Marias mit dem Jesuskind weisen vor allem Szenen des einen Hauptpaneels in der dem Eingang gegenüberliegenden Wand auf den christlichen Auftraggeber hin: das Letzte Abendmahl, der Tanz der Salome vor König Herodes, aber auch die Opferung Isaaks, die im Islam und im Judentum einen hohen Stellenwert hat. Insgesamt lässt sich die Malerei in den Themen und ihrer Ausführung weitgehend der zeitgenössischen islamisch-osmanischen Kunst zuordnen. Der thronende Herrscher, Jagddarstellungen oder Szenen aus berühmten Liebesgeschichten wie die von Laila und Madschnun, Akrobaten und eine Vielzahl von Tieren wie Pfauen, Enten und Tauben sind in üppiger Farbigkeit wiedergegeben. Bemerkenswert sind auch die Fabelwesen ostasiatischen Ursprungs, wie Drache, Phönix und Qilin, ein geschupptes Tier mit Rehgeweih: Sie versprechen Glück, Frieden und Wohlergehen. Die Malereien des Aleppo-Zimmers sind in ihrer Komposition und Farbigkeit symmetrisch verteilt. Etwa 200 Inschriften finden sich im Aleppo-Zimmer: Segenswünsche für das Zimmer, seine Bewohner und seine Besucher, Psalmen und kurze Sinnsprüche. Die meisten sind auf Arabisch, einige wenige auf Persisch geschrieben. 1912 erwarb Friedrich Sarre das Aleppo-Zimmer für das Museum von der Familie Wakil, die ihr Haus modernisieren wollte. Damit besitzt das Museum für Islamische Kunst die älteste bekannte und vollständig erhaltene Wandvertäfelung dieser Art. Aber das Aleppo-Zimmer ist nicht nur als Kunstwerk von herausragender Qualität zu sehen, sondern dokumentiert auch eindrucksvoll einen Ausschnitt städtischer Wohnkultur und die Beziehungen zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften.
Museum für Islamische Kunst
Großes geschnitztes und weiß, blau und rot bemaltes Holzpaneel. Das aus mehreren Holzschichten und Leisten bestehende Paneel stammt von der Deckenverkleidung. Der Dekor des unteren Brettes besteht aus einer Art rot konturierter Leiste mit einer vierblättrigen Blüte im zentralen runden Medaillon. Die beiden Enden zeigen Knospenformen und kleine Dreiblätter. Alle einfassenden Leisten sind mit Wellenranken auf weißem Grund bemalt. Gefunden am quadratischen Hof hinter den Vorsälen im Dar al-Khilafa. Die Wände und Decken der Paläste in Samarra, aber auch die der Privathäuser waren mit dicht gemusterten Paneelen und Friesen verkleidet. Zumeist handelt es sich um in Stuck geschnittene vegetabile und geometrische Motive. In den Palästen wurden aber auch kostbare Holz- und Marmorpaneele verbaut.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständiger Teil einer bemalten zinnenförmigen Wandverkleidung. Die vertikale Achse nimmt ein langer Stängel ein, aus dem ein mehrpassiges Palmettblatt wächst und der auf beiden Seiten von nach innen eingerollten Blattformen eingefasst wird. Der Trennfries zwischen Stängel und Blattformen zeigt ein vertikales Band aus roten Rauten, die schwarz und weiß konturiert sind und einen hellblauen Punkt in der Mitte haben. Alle eingetieften Rillen sind dunkel bemalt. Die äußeren abgeschrägten Leisten sind weiß mit Resten hellblauer Kreise (?). Dazu gehören I. 56/64 a und I. 56/64 b.
Museum für Islamische Kunst
Musterplatte. Sechseckige hellgraue, weiße, rot marmorierte und braun marmorierte Marmorplatten sind zusammengefügt. Die einzelnen Marmorplatten wurden während der Ausgrabungen in Chirbat al-Minya gefunden und nachträglich auf diese Weise zusammengeführt. Die Platten könnten sowohl als Wandverkleidung als auch als Bodenbelag gedient haben. Sie wurden durch Fundteilung an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.
Museum für Islamische Kunst
Sechsstrahlige sternförmige Marmorplatte, die mit anderen polygonalen Marmorplatten zu einem großflächigen Muster zusammengefügt wurde. Die Marmorplatte wurde während der Ausgrabungen in Chirbat al-Minya gefunden. Sie könnte sowohl als Wandverkleidung oder auch als Bodenbelag gedient haben. Sie wurde durch Fundteilung an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.
Museum für Islamische Kunst
Schmales geschnitztes Holzbrett. Das vermutlich horizontal angebrachte Brett zeigt eine Abfolge von drei Kelchblüten, die über zwei Voluten dreifach aufgefächert sind. Dieses Muster wurde, in Marmor ausgeführt, als Sockelverkleidung sowie als Stuckpaneel an den Wänden im Thronsaal verwendet. Gefunden in den mittleren Vorsälen im Dar al-Khilafa. Die Wände und Decken der Paläste in Samarra, aber auch die der Privathäuser waren mit dicht gemusterten Paneelen und Friesen verkleidet. Zumeist handelt es sich um in Stuck geschnittene vegetabile und geometrische Motive. In den Palästen wurden aber auch kostbare Holz- und Marmorpaneele verbaut.