21 Ergebnisse
Objekttyp: Weste
Herrenweste mit Ärmeln
Kunstgewerbemuseum
Die Kunst der französischen Seidenwebereien demonstriert diese kragenlose Weste mit ihrem "à disposition" gewebten Dekor. Das Muster zeigt Blütenstände in bunter Seide und Blätter aus Silberlahn, die von einem ebenfalls aus Silberlahn gewebten Band gehalten werden. Daneben stehen in Reihen versetzt kleine blaue Blütenknospen vor dem Ton in Ton gemusterten Fond. ChrW
Herrenweste aus Goldlamé
Kunstgewerbemuseum
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert wurden die Westen zunehmend kürzer und gerader getragen. Von besonderer Pracht ist diese kragen- und ärmellose Weste aus Goldlamé, einem Gewebe, in dem Metallfäden oder Metalllahn von Webkante zu Webkante verarbeitet wird. Die Vorderkanten dieser Weste und die Taschenpatten sind schlicht, doch sehr effektvoll mit einer Borte aus facettierten Glassteinen, konturiert von roten Pailletten und Bögen aus blauen Pailletten, besetzt. Der strenge Charakter dieser Borte wird von den regelmäßigen Längsstreifen aus Metallpailletten aufgegriffen, die die Vorderteile zieren. Die luxuriösen Materialien kontrastieren den schlichten Dekor. Der geschlossene Rücken ist aus maisgelbem Leinen gearbeitet, die Weste ist mit gelbem Seidentaft gefüttert. ChrW
Bestickte Weste mit ruhendem Löwen
Kunstgewerbemuseum
Die raffinierten Dekore bestickter Herrenwesten und ihre kunstvolle Ausführung in den französischen Textilzentren Lyon und Paris illustriert diese bestickte Herrenweste. Ein in seiner Höhle ruhender Löwe ist ihr zentrales, in feinster Seidenmalerei ausgeführtes Motiv, das sich über die Westenschöße und Taschenpatten erstreckt. Die Vorlage zu dieser Stickerei hat sich im Musée des Tissus et des Arts Décoratifs in Lyon erhalten. In den 1780er Jahren wurde die Weste verändert um sie der Mode der kürzeren Westen mit hohem Stehkragen anzupassen. Hierfür hat man die Schöße mit den dazugehörigen Taschenpatten sorgfältig von der ursprünglichen Weste getrennt und mit den Vorderteilen einer anderen Weste kombiniert, wie die unterschiedlichen Bordüren zeigen. Ein Beleg, wie sehr die wertvollen Seidengewebe geschätzt wurden. ChrW
Rote Seidenweste mit Ärmeln
Kunstgewerbemuseum
Kragenlose, knapp knielange Schoßweste mit langen Ärmeln. Sie ist vollständig aus rotem Seitenatlas gefertigt und vollständig gefüttert. . Die Kanten der Vorderteile, die Ärmelsäume und Taschenpatten zeigen reiche Metallstickerei. Es sind in Gruppen zusammengefasste lange, lanzettförmige Blätter, die von Guirlanden überspielt werden. Dazwischen stehen unregelmäßige fünfstrahlige Blüten und einzelne Blätter. ChrW
Gilet mit Windrädchendekor
Kunstgewerbemuseum
Das Gilet mit geradem Abschluss hat einen kurzen Stehkragen und kleine Revers. Es kombiniert einen à disposition gewebten geometrischen Dekor aus Dreiecken, die einander windrädchenförmig zugeordnet sind mit gestickten Partien. Hierfür wurde das gewebte Muster an den Vorderkanten, dem unteren Rand und dem Streifen über den Tascheneingriffen ausgesetzt und diese Partien mit einem antikisierenden Dekor bestickt. ChrW
Ethnologisches Museum
Jacke, goldfarbenes Kordelgeflecht mit grünen Fäden und Bordüren auf rotem Samt. Spiegelstickerei mit Plastikringen.
Ethnologisches Museum
aus rotbraun-gemustertem Samt, innen mit hellblauer Seide gefüttert. kleiner Stehkragen, mongol. Seitenschluß, weite Ärmellöcher.
Ethnologisches Museum
Ärmellose Weste, Applikationen auf der Gürtelpartie aus dunkelbranem Leder (stilisierte Fledermäuse Rahmen je ein chineisches Schriftzeichen 衡 (Heng, ein Familienname mit der Semantik "Gewicht, Bedeutung").
Ethnologisches Museum
Weste aus roter und weißer Seide und weißem Baumwollfutter. Die Knöpfe sind aus roten Baumwollschnüren geflochten. Solche Westen sind aus verschiedenen osmanischen Städten der Levante gegen Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. In Damaskus wurden solche Westen in dieser Zeit unter einer Jacke (Mitan) getragen, oft von städtischen Bewohnern. Datenbank: Weste
Museum Europäischer Kulturen
Leicht wattierte Weste aus verschiedenen schwarz-weiß gemusterten Baumwoll- und Polyesterstoffen mit weißem Dederonfutter. Die unterschiedlichen quadratischen, rechteckigen und trapezförmigen Stoffteile sind in Patchworktechnik zusammengenäht und die Ränder gepaspelt. Die leicht taillierte Weste hat einen spitzen Halsausschnitt, läuft unten spitz aus und ist auf drei schwarze Knöpfe zu schließen. Die Weste gehört zu der Wendejacke mit der Ident.Nr. I (26 G) 144/1987. Die Modegruppe Dippoldiswalde unter der Leitung von Barbara Wachholz war Teil der staatlich geförderten Freizeitbetätigung in der DDR (damals „künstlerisches Volksschaffen“ genannt). Es war eine Gemeinschaft textil interessierter Frauen und Männer, die sich regelmäßig in ihrer Freizeit trafen, um eigene Modeentwürfe zu entwickeln und präsentieren. Die Mode-Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen getragen. Durch Materialien und Farben wurden in den Kollektionen Bezüge zur Region hergestellt, beispielsweise durch die Verwendung „bezirkstypischer“ Textilien wie Frottee aus Großschönau oder Blaudruck aus Pulsnitz. Über Kontakte zu den umliegenden Firmen konnten sie Mängelware, welche beispielsweise Druckfehler aufwies, als Kiloware von Stoffzuschnitten günstig erwerben. Die verfügbaren Materialien bestimmten die einzelnen Themen und Entwürfe der Modekollektionen, unter anderem auch die häufige Verwendung der Patchworktechnik.
Museum Europäischer Kulturen
Weste in Patchworktechnik aus blau-weiß-rot gemusterten, diagonal angeordneten Baumwollstoffen. Die Stoffe stammen aus der Zeit zwischen 1920 und 1982. Die Weste hat eine verschlusslose, klassische Westenform mit spitz zulaufenden, blau eingefassten Enden. Sie ist wattiert und mit einem rot gemusterten Baumwollstoff gefüttert. Die Schnittform entspricht der Weste mit der Ident.Nr. I (27 D) 256/1988. Die Modegruppe Dippoldiswalde unter der Leitung von Barbara Wachholz war Teil der staatlich geförderten Freizeitbetätigung in der DDR (damals „künstlerisches Volksschaffen“ genannt). Es war eine Gemeinschaft textil interessierter Frauen und Männer, die sich regelmäßig in ihrer Freizeit trafen, um eigene Modeentwürfe zu entwickeln und präsentieren. Die Mode-Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen getragen. Durch Materialien und Farben wurden in den Kollektionen Bezüge zur Region hergestellt, beispielsweise durch die Verwendung „bezirkstypischer“ Textilien wie Frottee aus Großschönau oder Blaudruck aus Pulsnitz. Über Kontakte zu den umliegenden Firmen konnten sie Mängelware, welche beispielsweise Druckfehler aufwies, als Kiloware von Stoffzuschnitten günstig erwerben. Die verfügbaren Materialien bestimmten die einzelnen Themen und Entwürfe der Modekollektionen, unter anderem auch die häufige Verwendung der Patchworktechnik.
Museum Europäischer Kulturen
Weste in Patchworktechnik aus schwarz-weiß gemusterten, diagonal angeordneten Baumwollstoffen. Die Stoffe stammen aus der Zeit zwischen 1920 und 1982. Die Weste hat eine verschlusslose, klassiche Westenform mit spitz zulaufenden Enden und schwarz eingefassten Kanten. Sie ist wattiert und weiß gefüttert. Die Schnittform entspricht der Weste mit der Ident.Nr. I (27 D) 257/1988. Die Modegruppe Dippoldiswalde unter der Leitung von Barbara Wachholz war Teil der staatlich geförderten Freizeitbetätigung in der DDR (damals „künstlerisches Volksschaffen“ genannt). Es war eine Gemeinschaft textil interessierter Frauen und Männer, die sich regelmäßig in ihrer Freizeit trafen, um eigene Modeentwürfe zu entwickeln und präsentieren. Die Mode-Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen getragen. Durch Materialien und Farben wurden in den Kollektionen Bezüge zur Region hergestellt, beispielsweise durch die Verwendung „bezirkstypischer“ Textilien wie Frottee aus Großschönau oder Blaudruck aus Pulsnitz. Über Kontakte zu den umliegenden Firmen konnten sie Mängelware, welche beispielsweise Druckfehler aufwies, als Kiloware von Stoffzuschnitten günstig erwerben. Die verfügbaren Materialien bestimmten die einzelnen Themen und Entwürfe der Modekollektionen, unter anderem auch die häufige Verwendung der Patchworktechnik.
Gelbe Herrenweste mit blauer Stickerei
Kunstgewerbemuseum
Prachtvoll gestaltete Westen waren ein essentieller Bestandteil der modischen Herrengarderobe. Diese ärmel- und kragenlose Weste hat eine kunstvolle Stickerei aus aufsteigenden Ranken mit exotischen Blüten und Fruchtständen in Blau- und Cremetönen, in der reichlich verwendeter silberfarbener Metalllahn zusätzliche Akzente setzt. Ihre geschwungenen Taschenpatten zeigen eine passend abgestimmte Stickerei. Inspiriert wurde diese Stickerei von den Dekoren Delfter Fayencen, die ihrerseits auf asiatische Motive zurückgehen. ChrW
Museum Europäischer Kulturen
Die Weste ist aus schwarzem Filzgewebe zusammengenäht. Die Vorderseite ist durchgehend mit Applikationen besetzt. Alle Verzierungen sind identisch und symmetrisch zur imaginären Knopfleiste. Die Verzierungen bestehen aus verschieden farbigen Aufnähern aus Kunstwildleder, Holzperlen, Metallringen und Lederposamenten. Die Ornamentik der Weste ist inspiriert von einem kasachischen Frauenhalsschmuck. Die Arbeit entstand im Zirkel für künstlerische Textilgestaltung Potsdam. Der Zirkel war eine wegweisende Gemeinschaft des textilen "Volkskunstschaffens" in der DDR. Alle Entwürfe und Ausführungen (auch der Schmuckelemente) wurden in schöpferischer Tätigkeit der Zirkelmitglieder unter Anleitung von Frau Ingeborg Bohne-Fiegert geschaffen. Die Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen des textilen Volkskunstschaffens getragen. Blusen, leichte Sommerkleider u.ä. waren auch im täglichen Gebrauch.
Jacke, ärmellos
Museum Europäischer Kulturen
Weste mit bunten Quasten besetzt, aus Seidengarn und mit Stickerei an der Passe und an den Taschenschlitzen. Der Sammler G.A. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten.