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Objekttyp: Zepter
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "häuptlingsscepter dsglchn [wie III C 1605 = Majakalla] 63 cm". [SM8HF]
Ethnologisches Museum
Eintrag im historischen Hauptkatalog: Fetisch aus Holz geschnitzt. Benguela (Mozambetes)
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Cimpava (Scepter aus Loango)". [SM8HF]
Zeremonialstab, sog. Zepter Karls des Großen aus der ehem. Reichsabtei Werden
Kunstgewerbemuseum
Der achtkantige Zeremonialstab besteht aus einer Handhabe, zwei Schaftstücken und einer Bekrönung in der gerippten Form eines Streitkolbens mit acht Schlagblättern. Zwischen diesen Teilen befinden sich vier facettierte Knäufe. Schmale Zierreifen aus vergoldetem Silber verdecken die Stöße der einzelnen Jaspisteile. Dem Schaft sind zwei silbervergoldete Manschetten angelegt, um Bruchstellen im Stein zu sichern. Während eine Eichel den oberen Abschluss des Stabes bildet, ist am unteren Ende der Handhabe das Monogramm Karls des Großen (* 748, Reg. 768–814) eingraviert, das dem Werk seinen ehrwürdigen Namen eingebracht hat. Ein Achatstab im Kunsthistorischen Museum Wien ist dem Berliner Exemplar sehr eng verwandt, er zeigt jedoch keine Montierungen. Zeichnungen aus der Zeit um 1573 und gegen 1753 sowie stilkritische und materialanalytische Untersuchungen haben den Nachweis erbracht, dass die Silberfassungen am Berliner Stab das Resultat von drei verschiedenen Bearbeitungsphasen sind. Erst mit der zweiten – im Zeitraum zwischen den beiden Zeichnungen erfolgten – Veränderung der Montierung erhielt er durch das Karlsmonogramm auf der erneuerten Kalotte der Handhabe sein Signum als angebliches Zepter Karls des Großen. Die früheste Erwähnung als Zepter Karls findet sich in den um 1600 entstanden Werdener Klosterannalen: „Karls Zepter, aus Jaspis gefertigt dessen sich die Äbte bei den fürstlichen Amtshandlungen und bei den Belehnungen der Großen bedienen. Dabei wird es bei der Eidesleistung zur größeren Bekräftigung des Treueversprechens mit der Hand berührt.“ Eine Zeichnung im Lehensbuch des Abtes Heinrich Duden (Abbatiat 1573–1601) zeigt am unteren Abschluss der Handhabe abweichend vom heutigen Zustand eine segmentierte Kalotte ohne Karlsmonogramm, die man als Werk des 16. Jahrhunderts ansprechen möchte. Es ist zweifelhaft, ob diese älteste Silbermontierung des Werkes auch seine ursprüngliche war oder ob sie womöglich selbst schon das Resultat einer ersten Umarbeitung des zunächst ohne eine zierende Metallfassung geschaffenen – dem Wiener Stab dann einst tatsächlich zwillingshaft ähnlichen – Werkes darstellt. Heinrich Duden beschreibt in einer wohl im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts entstandenen „Nota de usu sceptorum“ den Gebrauch des „sceptrum maius ex iaspide factum“, das dem Abt bei Prozessionen vom Marschall voran getragen und bei Belehnungen von Personen hohen Standes benutzt wurde. Vielleicht spiegelt sich in der sprachlichen Wandlung von dieser rein deskriptiven Bezeichnung des Werkes hin zur historisierenden Benennung als „Caroli sceptrum“ in den nur wenige Jahrzehnte jüngeren Klosterannalen eine Übertragung der auf dem angeblichen Gründungsprivileg beruhenden Werdener Karlstradition auf das Lehenszepter aus Jaspis, die schließlich zur Anbringung jener so nachdrücklich um Legitimationsstiftung bemühten Gravur des Karlsmonogramms geführt hat. In seiner Funktion als Lehenszepter, als Insignum weltlicher Macht, kann der Zeremonialstab den reichsunmittelbaren Werdener Fürstäbten nur vom Kaiser selbst verliehen worden sein. Die Hypothese in ihm ein Geschenk des kaiserlichen Lehensherren an die Abtei Werden anlässlich der Abtswahlen der Jahre 1520 oder 1540 zu sehen, erscheint nicht abwegig. Vielleicht war eine solche Insignienverleihung der Anlass für die Anbringung einer ersten Silbermontierung an dem älteren Jaspisstab. LL
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Holzszepter". [SM8HF]
Ethnologisches Museum
An den Frauenfiguren auf dieser Insignie sind die für den westlichen Blick leicht zugängliche, idealisiert-naturalistische Gestaltung und die organischen Formen erkennbar, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wertschätzung der Luba-Plastik bei europäischen Sammlern begründeten. Die Macht war bei den Luba nicht straff in den Händen des Königs konzentriert, sondern innerhalb einer komplizierten Hierarchie von Würdenträgern, abhängigen lokalen Oberhäuptern und religiösen Spezialisten verteilt. Durch die Verwendung wirkungskräftiger und wertvoller Materialien wie Eisen und Kupfer und durch ihre auf die Ahnen und die weiblichen Prinzipien des Königtums anspielende Ikonographie dienten die Insignien als materielle Erweiterungen der spirituellen und weltlichen Macht der höchsten Amtsinhaber. In der Öffentlichkeit erschienen die Herrscherstäbe nur während der aufwendigen Initiationsrituale, in deren Verlauf die künftigen Oberhäupter mit der sakralen Macht des Königtums und der Ahnen erfüllt wurden. / P.I. [SM8HF]
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "häuptlingsscepter 53 cm Majakalla". [SM8HF]
Ethnologisches Museum
Eintrag im historischen Hauptkatalog: (Szepter aus Bronze)" Desgl. wohl Yoruba ´Aschanti´" Form: Ein Mann zwischen fünf Vögeln Erhaltungszustand: Gut.KB-116
Ethnologisches Museum
Der politischen und ökonomischen Expansion der zahlreichen Chokwe-Häuptlingstümer im 19. Jahrhundert aufgrund der Beteiligung am Weltmarkt-Handel entsprach die Blüte und stilistische Differenzierung der höfischen Kunst. Verglichen mit den anderen hier gezeigten Chokwe-Figuren wirkt der Herrscherkopf, der das Zepter krönt, mit der aufgeblähten, breiten Nase und dem leicht lächelnden Mund realitätsnäher und weniger der menschlichen Welt entrückt. Trotzdem handelt es sich dabei nicht um ein auf physiognomische Ähnlichkeit abzielendes Porträt im europäischen Sinn, sondern um einen besonderen Stil innerhalb der Chokwe-Kunst. Besonders hervorgehoben sind die Attribute, die die soziale Person mit ausmachen. Die volutenförmigen Linien der Palette unterhalb des Kopfes werden in einer für die Formsprache der Chokwe typischen Weise durch die schwungvollen Wölbungen der Kopfbedeckung – eines der wichtigsten Herrschaftskennzeichen – wieder aufgenommen. Die Messingnägel, die im Handel als Tauschmittel dienten, weisen auf den Reichtum des Besitzers hin. / P.I. [SM8HF]
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Geschnitzter Stock aus Holz, 52 cm lang. vergl. III C 1249 [mit Bleistift ergänzt] Kioko [mit Bleistift ergänzt] Westafrika, Reisen des Hernn Dr. Buchner.". [SM8HF]
Reiter
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "desgl. [wie III C 1302 = Geschnitzter Stock aus Holz] vergl. III C 1373 [mit Bleistift ergänzt] desgl. [wie III C 1302 = Westafrika, Reise des Herrn Dr. Buchner.] Songo" [SM8HF]