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Object Description

Früher hatte Gabriele Putz ihre latente Neigung zum Plastischen in figürlichen Collagen, die sie sehr materialintensiv mit Gold und edlen Steinen ausstattete, ausgelebt. Weniger prätentiös gelang die Symbiose von Alabaster und Silber im Ansteckschmuck mit kleinen Bildhauertorsi. (siehe G 542 und G 543) 
Hier stellt sie eine andere bildplastische Arbeit vor, ganz ohne literarisches Genre, ohne Historie, ohne Pointe, sondern einfach einen Ausschnitt aus einem Rapport mit dekorativen Mustern, eingebunden in ein diagonales Raster. Der Einfall, das grafische Thema auf einer sanft gewölbten Gesamtform sich abspielen zu lassen, montiert zu doppelter Ansicht, wie ein Kissen, dazu die fein gravierten Motive in den Rautenfeldern und die zeichnerisch aufgearbeitete Treibarbeit, das alles verät die deutliche Reife ihres künstlerischen Ausdrucks.
Christiane Keisch, Kunsthandwerk der Gegenwart, Zeitgenössische Arbeiten aus der DDR in der Sammlung des Berliner Kunstgewerbemuseums, 1989/1994, S. 114
MAKR