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Object type: Ansteckschmuck
Brosche "AMITÉ"
Kunstgewerbemuseum
Die spitzovale Brosche zeigt in ihrem hellblauen Inneren das Wort AMITIÉ auf weißem Grund, gerahmt von einem mit kleinen Diamantrosen besetzten Rahmen an einem Schleifenband. Um das hellblaue Spitzoval schmiegt sich ein zierliche Lorbeerkranz in Gold vor weißem Grund, den äußeren Rahmen bildet dunkelblauer Emailgrund mit aufgesetzten Diamanten im Rosenschliff. Diese "mode au firmament" war 1785/86 ein neuer Trend der Pariser Juweliere, wie im Januar 1786 das Journal des Luxus berichtete. Hierfür wurden einzelne kleine Diamanten auf einen dunkelblauen Emailgrund gesetzt. Die kühlprächtige Eleganz unserer Freundschaftsbrosche wird maßgeblich von dieser "mode au firmament" bestimmt. Ein perlbesetztes Schleifenband bekrönt die Brosche, nach unten bilden perlbesetzte Lorbeerzweige den Abschluss. Die Rückseite der Brosche zeigt unter Glas eine Haarlocke.
Brosche "Ghiotto"
Kunstgewerbemuseum
Neun unregelmäßig gerundete, mittig gelochte Scheiben von leicht unterschiedlicher Größe sind auf zwei Ebenen mit Stegen untereinander verbunden. Im Zentrum des Schmuckstücks lächelt ein Eselskopf mit abgeknicktem Ohr. Inspiration war für Manfred Bischoff Giottos "Geburtsszene Christi" in der Arenakapelle in Padua, aber auch eine italiensiche Süßigkeit aus Mandeln udnZucke, die in Italien "Ghiotto" genannt werden. CW
Brosche "Kauernde"
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Brosche "Kauernde", hochrechteckig, am Silberblech oberhalb schmale Silbermontur, sowie auf der Oberfläche horizontale Auflagen länglicher Silberteile mit Ritzungen, unten gerahmt geschnittene Alabasterfigur einer kauernden Frau, Stempel 835, Nadel montiert MAKR
Brosche "Liegende"
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Brosche "Liegende", querrechteckig, Silberblech mit zwei montierten dünnen Silberhülsen sowie blauem gefaßten Glasstein, zarte florale Ritzungen, eingefaßt geschnittene Alabasterfigur einer liegenden Frau, aufgestützt auf den Arm, Nadel montiert; unsigniert MAKR
Brosche "Strukturen"
Kunstgewerbemuseum
Früher hatte Gabriele Putz ihre latente Neigung zum Plastischen in figürlichen Collagen, die sie sehr materialintensiv mit Gold und edlen Steinen ausstattete, ausgelebt. Weniger prätentiös gelang die Symbiose von Alabaster und Silber im Ansteckschmuck mit kleinen Bildhauertorsi. (siehe G 542 und G 543) Hier stellt sie eine andere bildplastische Arbeit vor, ganz ohne literarisches Genre, ohne Historie, ohne Pointe, sondern einfach einen Ausschnitt aus einem Rapport mit dekorativen Mustern, eingebunden in ein diagonales Raster. Der Einfall, das grafische Thema auf einer sanft gewölbten Gesamtform sich abspielen zu lassen, montiert zu doppelter Ansicht, wie ein Kissen, dazu die fein gravierten Motive in den Rautenfeldern und die zeichnerisch aufgearbeitete Treibarbeit, das alles verät die deutliche Reife ihres künstlerischen Ausdrucks. Christiane Keisch, Kunsthandwerk der Gegenwart, Zeitgenössische Arbeiten aus der DDR in der Sammlung des Berliner Kunstgewerbemuseums, 1989/1994, S. 114 MAKR