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Gräfin Henriette von Egloffstein


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Object Description

Um die Mitglieder der berühmten Künstlerfamilie besser voneinander unterscheiden zu können, wurden diese immer wieder mit biographischen Abbreviaturen versehen. So auch bei Johann Friedrich August geschehen, der man als „Leipziger-Tischbein“ deklarierte, weil dieser im Jahr 1800 zum Direktor der Leipziger Kunstakademie berufen worden war.
Die Dargestellte (1773–1864) lebte seit der Trennung von ihrem Ehemann und Vetter Graf Leopold von Egloffstein (1766–1830) im Jahr 1800 einige Zeit mit den Töchtern in Weimar. Dort gehörte sie zu Goethes Gesellschaftszirkel. Mit dem Scherznamen „Olympia“ versehen, tauchte die Gräfin in damaligen Tagebüchern und Korrespondenzen auf. Nach der offiziellen Scheidung 1803 ging sie im Jahr 1804 eine zweite Ehe mit dem Forstmeister Carl Freiherr von Beaulieu-Marconnay (1777–1855) ein. Die Familie lebte seither in Misburg bei Hannover. Die thüringische Residenz Weimar blieb aber stets für die Gräfin ein bedeutender Ort, denn auch ihr Bruder Gottlob hatte sich dort als Oberkammerherr im eigenen Haus an der Esplanade niedergelassen.
Das routiniert gemalte Bildnis wurde von Tischbein in ein Oval gesetzt. In der für den Maler charakteristischen Arbeitsweise ist es fest aus der Farbe aufgebaut. Dabei erinnert das helle Kolorit an die Qualität von Pastellkreiden.

SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. rechts im Grund: F. Tischbein. / p: 1795.