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Object type: Osterei
Give peace a chance.
Museum Europäischer Kulturen
Naturbelassenes Putenei mit schwarzem Scherenschnitt, umlaufendes Band: "Give peace a chance", zweiseitig: auf der einen Seite: Friedenstaube, auf dem Lamm sitzend, auf der anderen Seite Hund und Katze - friedlich vereint.
Museum Europäischer Kulturen
Bemaltes Hühnerei in den Farben inkarnat, rot, beige, grün, schwarz, weiß, braun. Motiv: Hirte mit zwei Ziegen, dahinter Wald und Holzhaus. Im unteren Drittel umlaufendes Musterband. Oben kleines Loch zum Anbringen des Aufhängers. Verpackt in einem kleinen Karton. Geschenk der Künstlerin auf dem 17. Europäischen Ostermarkt 2010.
Museum Europäischer Kulturen
Gefärbtes und bemaltes Osterei mit floralen Mustern (blau und weiß). Oben ein Loch für die Aufhängung. Das Osterei erhielt das Museum Europäischer Kulturen als Geschenk von der Künstlerin auf dem 16. Europäischen Ostermarkt 2009.
Museum Europäischer Kulturen
Gänseei mit schwarzem Scherenschnitt, zweiseitig: eine Seite: laufender Hahn, Rückseite: floraler Faltschnitt.
Osterei, bunt bemalt
Museum Europäischer Kulturen
Einige der Eier sind mittels eines Lochs geleert worden; andere wurden offenbar bemalt, ohne sie vorher auszupusten. Laut Svetlana Rashkieva, Ethnologin vom Nationalmuseum in Sofia, unterscheiden sich die bulgarischen Eier denen in Westeuropa vor allem dadurch, dass sie farblich zurückhaltender sind. „Auf dem Weg durch Europa, vom Nordwesten zum Nordosten, werden die Eier immer grafischer und die Griffel immer dünner. Die Triquetra oder das dreiflügelige Hakenkreuz ist eines der häufigsten Motive in Bulgarien, ein Symbol für die Sonne. Ein weiteres weit verbreitetes Motiv ist die Treppe des Lebens - eine Spirale, die sich bis zur Spitze des Eies hinaufwindet. Weitere Motive sind der Schmetterling, der die Seele und die Auferstehung symbolisiert, und die Weinrebe - ein religiöses, aber auch ein volkskundliches Symbol. In diesem Land ist das Ei nach wie vor ein rituelles Geschenk; die Verzierung wird nicht wie bei anderen Völkern aus der Holzschnitzerei, Keramik oder Stickerei übernommen. Hierzulande sind die Motive dem Osterfest entnommen und orientieren sich an der ovalen Form des Eies“. Zudem sei das Verzieren von Eiern im Gegensatz zu den westeuropäischen Ländern in Bulgarien nie zu einer Industrie geworden. (Quelle: https://bnr.bg/en/post/100397315/in-the-beginning-was-the-egg-the-tradition-of-decorated-easter-eggs-in-bulgaria, Zugriff: 20.9.2024) Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte Bulgarien erstmals während seiner 4. Sammelreise für das Museum für Völkerkunde (Abt. Eurasien) im Jahr 1938. Eindrücke seiner Reise finden sich u.a. in einem Aufsatz (Küppers, Auf den Spuren der Goten durch Bulgarien, Volk und Rasse 8 (1939), 173-179). In diesem Text wird auch der rassenbiologische Aspekt von Küppers Reisen deutlich, der neben dem Museum auch im Auftrag des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eugenik und menschliche Erblehre unterwegs war und für dieses Fotografien und Handabdrücke anfertigte. Im Jahr 1938 veranstaltete der bulgarische Ethnograf Christo Vakarelski eine Ostereier-Ausstellung in Samokov/Samokow. Eventuell waren die Eier Teil dieser Schau, was die Herkunftsangabe im Inventarbuch (Sofia, [Samokov]) erklären würde.