Lohan (luohan 羅漢)
Objektbeschreibung
Ab dem 7. Jahrhundert verehrte man in China die Schüler des historischen Buddha für ihr vorbildhaftes asketisches Leben. Solche Skulpturen wurden in Gruppen zu 16, 18 oder gar 500 aufgestellt, ohne die einzelnen Figuren näher zu bestimmen. Als Buddha-Schüler erkennbar sind sie an ihrem geschorenen Kopf und der Mönchskleidung. Legenden berichten, dass die Schüler in der Welt verweilen und die buddhistische Lehre hüten, bis der zukünftige Buddha Maitreya erscheint und ein neues Zeitalter beginnt.
Vermutlich gehörten diese Holzskulptur zu einer größeren Figurengruppe von Buddha-Schülern. In Chinas Chan-buddhistischen Tempeln waren solchen Gruppen eigene Hallen gewidmet. Die legere Sitzhaltung und der Gesichtsausdruck der Figuren verweisen darauf, dass die Mönche frei von allen gesellschaftlichen Zwängen waren. So wird das Mönchstum hier als Weg der Befreiung idealisiert.
Vermutlich gehörten diese Holzskulptur zu einer größeren Figurengruppe von Buddha-Schülern. In Chinas Chan-buddhistischen Tempeln waren solchen Gruppen eigene Hallen gewidmet. Die legere Sitzhaltung und der Gesichtsausdruck der Figuren verweisen darauf, dass die Mönche frei von allen gesellschaftlichen Zwängen waren. So wird das Mönchstum hier als Weg der Befreiung idealisiert.
Autorin: Bernadette Bröskamp
Ausstellungskatalog „Ahnen, Göttinnen und Helden, Skulpturen aus Asien, Afrika und Europa“ 2023, Deutscher Kunstverlag, Seite 74-75.