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Objektbeschreibung

Konstruktion
Feinstimmung durch Sattelbrücken möglich.
4 Schwellerklappen (renforcement) im mittleren Span waren über das achte Pedal zu betätigen.

Saitenzahl: 41
Umfang: F1 - d4
Mensuren: 59 und 1394
Drehscheibenmechanik
9-späniges Korpus
Korpusschale aus massivem Nußbaum

Schäden und Restaurierungen
Die Harfe hat durch Kriegseinwirkungen so starke Schäden erlitten, dass sich eine Restaurierung nicht mehr vertreten lässt. Am Bodenrahmen eine frühere Reparatur aus Buchenholz. Das Instrument diente als Demonstrationsmodell in der Schausammlung.  Eine 5-Pfennig-Reichsmünze, geprägt in Berlin nach 1874, wurde zur Ergänzung einer fehlenden Drehscheibe eingesetzt.

Herkunft
Die Harfe wurde mit der zweiten Sammlung Paul de Wit (Kat.-Nr. 316-597) im August 1890 für das zwei Jahre zuvor gegründete Museum angekauft. 

Zuordnung
Die Harfe besitzt keine Hersteller-Signatur, sie wurde möglicherweise von einem Harfenliebhaber um die Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Sie zeigt Stilelemente der Napoleonischen Zeit, wurde aber nach der Mechanik in Anlehnung an Erard höchst dilettantisch zu einem späteren Zeitpunkt gefertigt. Ein sehr ähnliches Instrument besitzt das Musikinstrumenten-Museum in Markneukirchen, dessen Hersteller Ignaz Schröck (1842-1907) gelernter Messinginstrumentenmacher war.