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Objekttyp: Harfe
Ethnologisches Museum
Wie Nr. 305. [Objekt Ident. Nr. III C 33223] Der Boden ist allerdings vollrund, der Hals ein aufgebogener Rundholzstab und der Kopffortsatz angeleimt. Nur eine runde Membranöffnung im hinteren Deckenabschnitt. Acht linksständige, schlanke Flankenwirbel aus Holz mit abgesetzten Wirbelköpfen. Die acht Saiten aus pflanzlichem Material sind nur als Fragment erhalten (alle inzwischen ersetzt). An den Augen der Kopfplastik Spiegelglasaufsätze. Keine zusätzliche Schnurausspannung und kein Brandmuster. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
ingombe
Ethnologisches Museum
Ein Holzkorpus in Form eines langen Zylinders mit rechteckigem Öffnungsausschnitt. Eine Baumrindenmembran. Die Ränder sind mit Rotangstreifen über den Korpusboden hinweg gegeneinandergespannt und an der Rückseite mit Rotangwicklungen um einen großen, angeschnitzten und annähernd zylindrischen Fortsatz herum zusammengefaßt. Als Hals ein stärker aufgebogener Rundholzstab mit hakenförmig erweiterter Spitze. Er ist über einen an der Stirnseite angeschnitzten, massiven und aufwärts gerichteten Bodenvorsprung mit Rotang aufgeschnürt. Die Saiten aus pflanzlichem Material sind nur fragmentarisch erhalten. Acht spindelförmige Flankenwirbel aus Holz (einer fehlt). In der Membran zwei diagonal angeordnete, rechteckige Öffnungen. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Ethnologisches Museum
Als Instrumentenkorpus eine längliche, an den Schmalseiten zum Boden hin gerundete Holzschale mit rechteckigem Öffnungsumriß. Eine den Resonator und den an der Stirnseite angeschnitzten, trichterförmigen Tüllenfortsatz ganz umhüllende Haut, die an der Außen- und Unterseite in mehreren Nähten zusammengebunden ist. Als Hals ein leicht aufgebogenes, an den Wirbelperforationen etwas abgeflachtes, dünnes Rundholz. Tüllenschäftungsform. Die Wirbel fehlen. Von den fünf Saiten aus gedrehtem tierischem Gewebe ist eine vollständig erhalten. In der Membran und der Saitenhalterleiste sechs Perforationen. Im vorderen Deckenabschnitt zusätzlich eine seitliche, rechteckige Membranöffnung. Dort, wo der Hals in den Korpus eintritt, ist er durch Stoffumwicklungen verdickt. aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Einfache diatonische Harfe
Musikinstrumenten-Museum
Saitenzahl: 36 Umfang: G1 - g3 Mensuren: 107 und 1155 Kastenkorpus Je 4 Schallochgruppen in der Decke. Oberer Stangenabschluß mit geschnitztem Frauenköpfchen. Versuch, das kleine Instrument als Einfachpedalharfe auszuführen. Schäden und Restaurierungen Der hintere Teil des Unterklotzes wurde zu einem späteren Zeitpunkt in Eiche eingesetzt - möglicherweise nach dem nicht geglückten Versuch, eine Pedalmechanik anzubringen. Unmittelbar über dem Eichenteil wurde der dreiteilige Boden mit Holznägeln aufgebracht. Die Halsoberseite ist am Ende über die Schulter ausgeflickt. Querrisse in der Resonanzdecke. Die Harfe wurde 1948 durch die Berliner Firma Josef Löffler & Sohn instandgesetzt. Ein Restaurierungsprotokoll ist nicht vorhanden. Herkunft Die Harfe wurde mit der ersten Sammlung Paul de Wit, Leipzig, für das neugegründete Museum gegen Ostern 1888 angekauft.
Einfachpedalharfe
Musikinstrumenten-Museum
Konstruktion Feinstimmung durch Sattelbrücken möglich. 4 Schwellerklappen (renforcement) im mittleren Span waren über das achte Pedal zu betätigen. Saitenzahl: 41 Umfang: F1 - d4 Mensuren: 59 und 1394 Drehscheibenmechanik 9-späniges Korpus Korpusschale aus massivem Nußbaum Schäden und Restaurierungen Die Harfe hat durch Kriegseinwirkungen so starke Schäden erlitten, dass sich eine Restaurierung nicht mehr vertreten lässt. Am Bodenrahmen eine frühere Reparatur aus Buchenholz. Das Instrument diente als Demonstrationsmodell in der Schausammlung. Eine 5-Pfennig-Reichsmünze, geprägt in Berlin nach 1874, wurde zur Ergänzung einer fehlenden Drehscheibe eingesetzt. Herkunft Die Harfe wurde mit der zweiten Sammlung Paul de Wit (Kat.-Nr. 316-597) im August 1890 für das zwei Jahre zuvor gegründete Museum angekauft. Zuordnung Die Harfe besitzt keine Hersteller-Signatur, sie wurde möglicherweise von einem Harfenliebhaber um die Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Sie zeigt Stilelemente der Napoleonischen Zeit, wurde aber nach der Mechanik in Anlehnung an Erard höchst dilettantisch zu einem späteren Zeitpunkt gefertigt. Ein sehr ähnliches Instrument besitzt das Musikinstrumenten-Museum in Markneukirchen, dessen Hersteller Ignaz Schröck (1842-1907) gelernter Messinginstrumentenmacher war.
Einfachpedalharfe
Musikinstrumenten-Museum
Saitenzahl: 38 Umfang: F1 - as3 Mensuren: 98 und 1425 Drehkrückenmechanik 7späniges Korpus Decke farbig gefaßt. 5 ovale Schallöcher im mitt- leren Span. 36 Sattelstifte mit Feinregulierung. Die beiden höchsten Saiten nicht alterierbar. Glasabdeckung am Hals. Schäden und Restaurierungen Im Mechanikdeckel findet sich der handschriftliche Hinweis auf eine umfassende Reparatur durch den Brüsseler Instrumentenmacher Alfred le Maire vom 9. März 1822.
Dreireihig chromatische Harfe
Musikinstrumenten-Museum
Saitenzahl: 74 (links 26, Mitte 22, rechts 26) Umfang: C1 - f 2 Mensuren: links 291 und 1171, Mitte 160 und 1110, rechts 128 und 1114 11späniges Korpus Beide äußere Saitenreihen diatonisch, die mittlere Reihe chromatisch gestimmt. Abschluss der Vorderstange durch später hinzugefügten Tierkopf. Je 3 parallel angeordnete, kreisförmige Schalllöcher; eine runde Öffnung im Bassbereich links, dazwischen sternförmig angeordnete Fünflochöffnungen. Schäden und Restaurierungen Alte Reparaturen sind sichtbar und innen ausgeführt. 1948 hat die Firma Josef Löffler & Sohn umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt, die nicht protokolliert worden sind, 1950 Hans Zimbal den Kopf gekittet, abgebrochene Stücke der Schnitzerei mit flüssigem Holz nachmodelliert und altvergoldet. Herkunft Das Instrument wurde 1902 aus dem Nachlass Snoeck für die Sammlung angekauft.
Zweireihig chromatische Harfe mit gekreuzten Saitenebenen
Musikinstrumenten-Museum
Zweireihig chromatische Harfe mit gekreuzten Saitenebenen. System "Gustave Lyon". Beide Saitenebenen kreuzen sich etwa in der Mitte der Bezüge. Der schwarz gefärbte chromatische Bezug ist wie die Klavierobertasten angeordnet. 78 Saiten (46 diatonische und 32 chromatische), 6 Schallöffnungen in der halbrunden Korpusschale.
Einfachpedalharfe
Musikinstrumenten-Museum
Saitenzahl: 39 Umfang: F1 - b3 Mensuren: 110 und 1456 Zugkrückenmechanik 7-späniges Korpus Decke farbig gefasst. Je 2 kreisförmig angeordnete Schallochgruppen und je 1 Einzelloch. Die beiden höchsten Saiten nicht alterierbar.
Einfachpedalharfe
Musikinstrumenten-Museum
Saitenzahl: 42 Umfang: F1 - es4 Mensuren: 69 und 1458 Drehscheibenmechanik Halbrunde Korpusschale 5 Schwellerklappen (renforcement) in der Korpus- schale, betätigt durch das achte Pedal. Ab Saite 9 (Baßbereich) Feinstimmung der Halbtonver- kürzung durch verschiebbare Sattelbrücken in Richtung Diskant hin möglich. Tiefste und höchste Saite nicht alteriebar.