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Relieftafel mit den Vierzig Märtyrern von Sebaste


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Objektbeschreibung

Die hochrechteckige Tafel bildete einst den Mittelteil eines Klappaltares mit zwei Flügeln. Sie zeigt das Martyrium der Vierzig Märtyrer von Sebaste, einer Gruppe von vierzig Soldaten aus Kleinasien. Nach der Legende weigerten sich die Soldaten, ihrem christlichen Glauben abzuschwören. Deshalb sollen sie auf Befehl des Kaisers Licinius auf einem zugefrorenen Teich nahe der Stadt Sebaste dem qualvollen Tod durch Erfrieren ausgesetzt worden sein. Ein beheiztes Badehaus am Ufer sollte diejenigen verlocken, die bereit wären, vom Glauben abzufallen. Doch nur ein einziger Soldat soll der Versuchung erlegen sein. Angeblich war der Wächter des Badehauses so von dem Glauben der Soldaten beeindruckt, dass er an Stelle des schwach gewordenen zu den Soldaten auf das Eis ging und zum Christentum übertrat.
In der unteren Hälfte des Bildesv stehen dicht gedrängt die halbnackten Soldaten, teils schmerzvoll verkrümmt, teils erschöpft zusammengesunken. Die flehend erhobenen Hände und aufgerichteten Häupter einiger Märtyrer lenken den Blick nach oben, wo Christus segnend auf einem reich verzierten Thron mit Fußschemel vor einer Mandorla sitzt, flankiert von je drei Engeln in tiefer Proskynese, die ihm mit verhüllten Händen huldigen. Die gelungenen Körperdarstellungen, die Vielfalt an Haltungen und Gruppenbildungen, das reiche Spektrum an zum Ausdruck gebrachten Emotionen machen dieses Relief zu einem Hauptwerk seiner Zeit, der Dynastie der makedonischen Kaiser in Konstantinopel. Wegen des Rückgriffes auf antike Körper- und Raumdarstellungen spricht man für diese Zeit auch von einer makedonischen Renaissance.