Objektbeschreibung
Fragmente eines großen Standbodengefäßes mit weitem Hals aus unglasierter, drehscheibengefertigter beiger Irdenware (vgl. Kt.I 198.10). Die Scherben wurden partiell mit Gipsergänzungen versehen. Den Hals und den bauchigen Körper mit verzierter Gefäßschulter trennt eine leicht profilierte Leiste. Die Schulter ist durch mit vier- und fünfzinkigen Kämmen eingeritzten Linienbänden vertikal in sieben Zonen gegliedert. Zwei breite Streifen sind mit Friesen aus gegeneinder gestellten, blattförmigen Ornamenten dekorierte, zwischen denen die dreieckigen Flächen eine Füllung mit einem Stempeldekor aus Linien mit acht Einstichen erhielten. Mit dem selben Stempel wurde in die oberen drei Zonen und zwischen die Friesbänder ein Zickzackdekor eingebracht. Das geglättete Gefäßunterteil blieb unverziert. Der genauer Fundort des Gefäßes im Stadtgebiet Ktesiphons ist unbekannt.