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Objektbeschreibung

Die sogenannte „Höllenfahrt Christi“ oder Anastasis, die hier abgebildet ist, ist in der Ostkirche das wichtigste Osterbild. Vor seiner Wiederauferstehung, so die Erzählung in apokryphen Schriften, befreite Christus die Seelen der guten Menschen aus der Unterwelt.

Jesus Christus steht, mit einem goldenen Gewand bekleidet, auf den kreuzförmigen Toren der Unterwelt. Unter ihm ist der rote Höllenrachen zu erkennen, den dämonische Wesen umschwirren. Zwölf Christus umgebende Engel halten die Dämonen mit ihren Lanzen zurück, während Christus die Ureltern Adam und Eva an den Handgelenken aus der Hölle zieht. Ringsum stehen noch weitere Erwählte, die auf ihre Befreiung warten. Über der Szene befestigen zwei Engel das Kreuz als Zeichen des Sieges.

Die Ikone befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)