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Objektbeschreibung

Im vollständig erhaltenen u. Bildstreifen sind zwei Relieffelder durch eine Spiralsäule mit einfachem Kapitell gesondert; darüber eine zweite kurze Säule. Links Eva und der kurzbärtige Adam, mit beiden Händen ein großes Feigenblatt vor der Scham haltend. Rechts Gottvater mit der Schriftrolle in der Linken und gestrecktem r. Zeigefinger. Daneben r. unter dem Bogen Engel nach r. gewandt mit gekreuztem Flügelpaar vor der Brust; in der Rechten das Schwert, in der Linken Weltkugel mit Kreuz (bzw. Paradiesapfel). Auf dem l. Bandsteg emporsteigend EVAM CLAMAV. DNS. Über der 1. Szene: ADA(m) IN PA(ra)DISO, r.: CHERVBIN FLAMEVS. Im o., in Kniehöhe der Figuren abgeschnittenen Reliefstreifen l. ein Hügel mit Pflanzen (eine heraldische Lilie), auf den eine Gewandfigur hinaufsteigt (?), hinter dieser eine weitere Figur in langem Gewande. Rechts schreiten auf eine Sitzfigur 2 Personen in langem Gewande zu (Schöpfungsszenen?).
Flachrelief, aus zwei durch glatte Inschriftleiste getrennten Bildstreifen. W. Marmor. H. 36, Br. 48 cm. Rechteckig b. ringsum abgeschnitten und als Altarplatte benutzt, wofür Verschlußstein des Sepulcrum von grünem Marmor eingefügt. Dem Schriftcharakter nach wohl in der l. Hälfte des 13. Jahrh. entstanden. Erworben 1921 aus Rom. – Die etwas unproportionierten Körperformen auch am Osterleuchter von S. Paolo f. l. m., Rom (Venturi III, Abb. 788).
(Volbach 1923)