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Kraniche, Kiefern, Bambus und Pflaumenblüten

Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann

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Objektbeschreibung

Stellschirme mit Einsätzen papierbespannter “Fenster” (j. shōji) wie dieser, kamen wohl erst im 19. Jahrhundert auf. Allerdings gab es bereits seit dem 17. Jahrhundert Stellschirme mit Bambusrollos als Einsätzen. Die Erscheinung solcher Schirme ist nicht nur dekorativ, sondern auch praktisch. Im Gegensatz zu herkömmlichen Stellschirmen erlauben die lichtdurchlässigen Partien eine Platzierung inmitten eines Innenraumes. So sind hier denn auch beide Seiten, die eingesetzten, papierbespannten Fenster umrahmend, bemalt. Die Vorderseite zeigt eine winterliche Szene mit immergrüner Kiefer und Bambus sowie den früh im Jahr blühenden Pflaumenbäumen. Diese beliebten Pflanzen und die Glück und langes Leben verheißenden Kraniche betonen die positive Bedeutung des Sujets. Die andere Schirmseite zieren immergrüne Zypressenbäume (crypromeria japonicus), hierzulande als japanische Zeder oder Sicheltanne bekannt, in fein modulierten Tuschetönen.
Shūitsu war der Sohn des Malers Suzuki Kiitsu (1796–1858). Im Gegensatz zu seinem berühmten Vater blieb Shūitsu ein wenig beachteter Maler. Die geschickt in das Format eingepasste Komposition belegt jedoch sein enormes gestalterisches Talent.