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Trichterwinde

Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann

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Objektbeschreibung

Die Trichterwinde, die hier in Kombination mit einem Gras erscheint, blüht im späten Frühjahr und Sommer. Seit dem 18. Jahrhundert ist sie in Japan eine beliebte Topf- und Gartenpflanze. Die Gestaltung ihrer Blätter mit einer Kombination aus Farb- und Tuschelavis steht sehr deutlich in der Nachfolge der heute als Rinpa bezeichneten Malereitradition. Die Gestaltung der Blattadern mit Goldlinien ist typisch für Sōtatsu und seine Nachfolger, aber sowohl für Hōchūs Vorbild Kōrin, wie auch für Hōchū selbst eher ungewöhnlich. Das Motiv der Trichterwinde und deren übertrieben runde Form, wie auch die geradezu manieristisch anmutenden Anordnung der Blütenranken entsprechen jedoch unzweifelhaft Hōchūs Stil. Sie findet sich auch auf einer ganz ähnlichen Darstellung desselben Motivs im Besitz des Hosomi-Museums in Kyoto.