Erste Höhenluft Radfahr-Bahn
Objektbeschreibung
1897 wurde in Dresden die erste Höhenluft-Radbahn eröffnet. Auf dieser Fahrradstraße wurden Radfahrkurse speziell für Frauen angeboten. Die Nachfrage bestimmte hier das Angebot: Das Fahrrad war längst zu einem Mittel der Emanzipation geworden und versprach Freiheit, Aufbruch und den Weg in die Selbstbestimmung.
Während das Fahrrad um 1900 für Männer einen Fortbewegungsmodus unter vielen darstellte, war es für Frauen eine der ersten Möglichkeiten, weitere Strecken alleine und selbstständig zurückzulegen. In der patriarchal dominierten Gesellschaft waren Rad fahrende Frauen zunächst verpönt: Sie seien nicht zum selbst Radeln fähig und ihre Kleider würden sich verfangen; auch Gesundheitsrisiken und moralische Verwerflichkeit wurden dem Fahrrad nachgesagt. Das Gegenteil war schnell bewiesen. Das neue Verkehrsmittel veränderte die Mobilität ebenso wie die Bekleidung der Frauen, die zunehmend auf einengende Korsetts und bauschige Röcke verzichteten. Wo es zuvor wenig Austausch oder Selbstverwirklichung gegeben hatte, erkämpften sich Frauen mittels neuer Mobilität zunehmend die Teilnahme am öffentlichen Leben.
Ein gefördertes Projekt ermöglichte 2021/22 erstmals die digitale Bestandsaufnahme aller Plakate und Plakatentwürfe aus den Jahren 1840 bis 1914 in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. Daraus entstand u. a. die Online-Ausstellung „Verklärt, begehrt, vergessen – Frauen in der frühen Plakatgestaltung“, in der auch dieses Bild besprochen wird. Sie ist bei DDB Studio verfügbar.
Während das Fahrrad um 1900 für Männer einen Fortbewegungsmodus unter vielen darstellte, war es für Frauen eine der ersten Möglichkeiten, weitere Strecken alleine und selbstständig zurückzulegen. In der patriarchal dominierten Gesellschaft waren Rad fahrende Frauen zunächst verpönt: Sie seien nicht zum selbst Radeln fähig und ihre Kleider würden sich verfangen; auch Gesundheitsrisiken und moralische Verwerflichkeit wurden dem Fahrrad nachgesagt. Das Gegenteil war schnell bewiesen. Das neue Verkehrsmittel veränderte die Mobilität ebenso wie die Bekleidung der Frauen, die zunehmend auf einengende Korsetts und bauschige Röcke verzichteten. Wo es zuvor wenig Austausch oder Selbstverwirklichung gegeben hatte, erkämpften sich Frauen mittels neuer Mobilität zunehmend die Teilnahme am öffentlichen Leben.
Ein gefördertes Projekt ermöglichte 2021/22 erstmals die digitale Bestandsaufnahme aller Plakate und Plakatentwürfe aus den Jahren 1840 bis 1914 in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. Daraus entstand u. a. die Online-Ausstellung „Verklärt, begehrt, vergessen – Frauen in der frühen Plakatgestaltung“, in der auch dieses Bild besprochen wird. Sie ist bei DDB Studio verfügbar.
(Text: Christina Thomson / Christina Dembny)