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Landschaft

Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann

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Objektbeschreibung

Takaku Aigai gehört zu den prominentesten Vertretern der im Umkreis des vielseitigen Tani Bunchō (1763–1840) in der Region um die Stadt Edo tätigen Literatenmaler im frühen 19. Jahrhundert. Zunächst im eklektischen Malstil Bunchōs ausgebildet, zog Aigai jedoch nach Kyoto, um sich dort Malern wie Urakami Shunkin(1779–1846), Nakabayashi Chikutō (1776–1853) und Yamamoto Baiitsu (1783–1856) anzuschließen, die sich für eine Orientierung an konventionelleren, chinesischen Vorbildern der Literatentradition einsetzten.
Diese intime Darstellung eines chinesischen Gelehrten, der im Schatten einer knorrigen Kiefer auf einem Felsplateau sitzt und auf eine weite Wasserfläche blickt, verbildlicht das Literatenideal der Versenkung in eine unberührt erscheinende Natur. Obwohl als einer der besten Schüler und engsten Protegés Bunchōs geltend, ist in diesem Bild der Einfluss des in Kyoto tätigen Ike Taiga (1723–1776) wesentlich deutlicher zu erkennen. Dieser zeigt sich neben der, von einer weiten, offenen Ebene geprägten Komposition auch in der Charakterisierung der Vegetation durch punktförmige Tupfen.