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Die "Drei Besucher im Schnee"


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Objektbeschreibung

Yokoi Kinkoku, ein Zen-Mönch und Mitglied der zur Shūgendō-Sekte gehörenden Bergasketen, gilt als einer der exzentrischsten Literatenmaler an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Er soll die Malerei bei dem prominenten Haikai-Dichter und Maler Yosa Buson (1716–1783) studiert haben.
In dieser monumentalen Komposition behandelt Kinkoku das Thema der „Drei Besucher im Schnee“, das auf der chinesischen Legende von den treuen Staatsdienern aus der Zeit der Drei Reiche (220–265) basiert. Erzählt wird die Geschichte des General-Kaisers Liu Bei, der sich im Winter in Begleitung der Feldherren Guan Yu und Zhang Fei auf den Weg in die Berge machte, um Minister Kong Ming aufzusuchen, der sich dort in eine Einsiedelei zurückgezogen hatte. Gemeinsam versuchen die drei Besucher ihn zu überreden, zum Wohle des Staates Chu in sein Amt zurückzukehren.
Die Komposition entfaltet entlang der Diagonalen der windbewegten Bäume, die eine Art Baldachin über der Position des eine Brücke überquerenden Kaisers bilden, einen ungewöhnlichen Tiefensog. Dessen Zentrum ist durch das X markiert, das die Stämme und Laubkronen der Bäume bilden. Scharfkantige Felsen vermitteln allenthalben den Eindruck undurchdringlicher Wildnis. Auch die Gestaltungsmittel, wie etwa die durch Aussparung charakterisierten Schneedecken auf den Bäumen sind eigenwillig. Besonders bemerkenswert ist aber die Bestrebung, die Witterung möglichst naturgetreu wiederzugeben. Über die gesamte Bildfläche verstreute, kreisrunde, weiße Spritzer vermitteln, fast schon haptisch, die Erscheinung von schweren, dicken Schneeflocken.