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Betrachten des Wasserfalls


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Objektbeschreibung

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verbreitete sich die chinesisch geprägte Maltradition bis in die Kantō-Region um die Hauptstadt Edo. Dort wurde sie vor allem von Malern im Umkreis des vielseitig begabten, einflussreichen Tani Bunchō gepflegt. Kennzeichnend für diese Maler, die meist im Dienst lokaler Feudalfürsten standen, ist ein eklektischer Malstil und eine vergleichsweise ausgeprägte Tendenz zur Naturtreue. Als Vorbilder wurden vermehrt auch chinesische Maler der professionellen Malakademien aufgegriffen. In der Signatur hält Bunchō fest, dass er sich im vorliegenden Bild an Dai Wenjin (1388–1462), dem Gründer der akademischen Zhe-Schule, orientiert hat. Die steil aufragenden Berge sowie die Kleidung der zwei Gelehrten auf dem Felsplateau lassen diesen Einfluss deutlich erkennen. Das Thema Naturkontemplation verband die japanischen Maler mit ihren chinesischen Vorbildern.