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Ritualgefäß für Speiseopfer, Typ gui

Erworben mit Unterstützung der Ernst von Siemens-Kunststiftung

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Objektbeschreibung

Über einem hohen, ausgestellten Fuß mit abgesetztem Standring ruht eine tiefe gebauchte Schüssel mit kurzem, ausladendem Mündungsrand. Unterhalb des Lippenwulstes setzen zwei seitliche, halbrunde Schlaufenhenkel an. Sie sind am oberen Henkelansatz mit plastischen Tierköpfen besetzt und tragen am unteren Henkelbogen hakenförmige Appliken. Die Tierköpfe zeigen stark aufgewölbte Augen, ovale Ohren und einwärts gebogene Hörner. Zwei Dekorbänder schmücken Fuß und Hals des Gefäßes. Das schmalere der beiden umläuft den Fuß und trägt vier von Mittelstegen gegliederte, dreigestufte (engl. triple bandtaotie-Dekoreinheiten, die größer auch am Hals aus- gebildet sind. Dort werden sie jeweils in der Mitte der Vorder- und Rückseite von plastischen Tierköpfen und an den Seiten von dem Tierkopfbesatz der Henkel getrennt. Die Nahtstellen der Teilgussformen entlang der Henkel sind an den verbliebenen Metallresten in den Haken der Henkelappliken und an deren Rückwänden deutlich abzulesen. SM8HF