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Paradies des Reinen Landes im Westen (Jōdo-Mandara)


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Objektbeschreibung

Eine Aufschrift des Malers Sakai Hōitsu (1761–1828) auf dem Aufbewahrungskasten und ein beiliegender Brief von Hōitsu an den Auftraggeber namens Katsuraya nennen Hōitsus Adoptivsohn Ōho als Maler dieses buddhistischen Lehrbildes. Es zeigt im zentralen Feld das Reine Land des von seinen begleitenden Bodhisattvas flankierten und von einer großen Zahl von Assistenzfiguren umgebenen Buddhas Amitabha (j. Amida). Dieses ist in der Art einer chinesischen Palastanlage organisiert, in deren zentralem Teich die Verstorbenen wiedergeboren werden. Auf den drei umliegenden Bildpanelen werden Inhalte eines für die Anhänger der Buddhistischen Schule vom Reinen Land (j. Jōdoshū) bedeutenden Sutras illustriert. Die Ikonografie dieses Transformationsbildes wurde in China etabliert und bereits im 8. Jahrhundert nach Japan tradiert, wo dieser Bildtyp nach dem Namen des das grundlegende Modell bewahrenden Tempels als Taima-Mandara weite Verbreitung erfuhr. Wie fast alle städtischen Maler hat auch der in Edo angesiedelte Hōitsu vor allem in seinen späteren Jahren immer wieder Bilder mit buddhistischen Motiven gestaltet oder wie in diesem Fall durch Mitarbeiter seines Ateliers ausführen lassen. Ōho war selbst in einem Tempelhaushalt geboren und somit für diese Aufgabe prädestiniert. Nach Hōitsus Tod 1828, der auch den Entstehungszeitraum dieses Bild eingrenzt, folgte Ōho ihm als Leiter des Ateliers und erhielt auch den Familiennamen Sakai. Selbst früh verstorben, ist sein überliefertes Werk nicht sehr umfangreich, besticht aber durch die Bandbreite der Medien, Formate und Motive.