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Objektbeschreibung

Fragment einer großformatigen Wandgestaltung mit stark stilisiertem Dekor. Erkennbar ist ein Ausschnitt eines Sichel- oder Blattfrieses aus länglichen tropfenförmigen Blättern, der in einem Bogen geführt eine Archivolte oder Fensterlaibung zierte. Unter den Stucken Ktesiphons fällt die hier verwendete, außergewöhnliche Technik auf: Ein rauer Mörtelputz erhielt einen dicken Überzug mit einer relativ reinen Kalkschlemme. Auf der glatten weißen Oberfläche wurde das Dekor angerissen und tief eingeschnitten. Der dunkle Mörtelgrund verstärkt die kontrastreiche Wirkung des Dekors. Bei den Ktesiphon-Grabungen wurde eine Serie dieses Stucks geborgen und archiviert. Eine genaue Zuordnung der Funde zu einem bestimmten Areal im Stadtgebiet ist mangels Objektbeschriftung und Fundbucheinträgen nicht möglich (vgl. Kt I. 64.2, Kt I. 260 und Kt I. 266).