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Objektbeschreibung

Aus mehreren Bruchstücken zusammengesetztes Eckfragment einer Fliese von einer Wandverkleidung aus Stuck. Reste eines von durchkreuzten Mäanderfriesen eingefassten Dekorbandes sowie floralen Rankenwerks zwischen breiten, glatten Randleisten sind am vorliegenden Fragment erkennbar. Vom Mäanderfries ist der seitliche Abschluss erhalten, zudem ein bogenförmiger Ansatz einer Ranke, die einen Blattfries verband und ein Teil eines entsprechenden Dreiblattmotives. Im Eckzwickel findet sich ein kleines Füllornament. Derartige modelgeformte Platten bildeten den Rahmen bzw. den Sockelabschluss für eine repräsentative, mit reliefierten Stuckfliesen belegte Wandfläche und wurden friesartig zu einem Ornamentband aneinandergereiht. Als Oberflächenveredlung erhielten die Platten einen weißen Anstrich mit einer Kalkschlemme, die fragmentarisch erhalten ist. Das Fragment stammt aus einem Haus vom Westhügel Ktesiphons (Umm az-Zaʿtir; vgl. KtO 1200 sowie Kt.I 177.5, 252.2, 252.4 und 267.3).